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Carlos Sainz - Formel 1 - 2014
Carlos Sainz - Formel BMW - 2010
Carlos Sainz - Formel BMW - 2010
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Saisonbilanz von Carlos Sainz

In Spanien hat es Klick gemacht

Carlos Sainz zieht nach seiner zweiten Formel 1-Saison eine positive Bilanz. Trotz des Power-Handikaps seines Toro Rosso sammelte er 46 WM-Punkte. Sainz glaubt zudem, dass er keinen Deut schlechter ist als Max Verstappen.

Das letzte Rennen in Abu Dhabi war ein Reinfall. Toro Rosso kam wegen diverser Reifenschäden kaum zum Fahren. Carlos Sainz und Daniil Kvyat qualifizierten sich im hinteren Teil des Feldes und schieden am Sonntag mit Getriebeschäden aus. Trotzdem fällt die Bilanz von Sainz positiv aus. „Ich habe 46 Punkte nach Hause gefahren, eine Zahl, die ich vor der Saison für unmöglich hielt. Wir können stolz auf diese Saison sein.“

Für Toro Rosso teilt sich die Saison in zwei Hälften. Zu Beginn des Jahres sahen die Autos des Red Bull B-Teams wie ein Geheimfavorit aus. Trotz des späten Wechsels auf die 2015er Ferrari-Motoren war den Ingenieuren um James Key mit dem STR11 ein exzellentes Chassis gelungen. Bis zur Sommerpause standen bereits 45 Punkte auf dem Konto. Danach kamen nur noch 18 Zähler dazu.

Ab Hockenheim wurde der Motor ein Handikap

Sainz sieht den GP Deutschland als Wendepunkt. „Ab da haben wir gemerkt, dass der Motor ein Handikap wird.“ Alle anderen Motorenhersteller legten an Leistung zu. Der alte Ferrari-V6-Turbo blieb wie er war. „In Baku und Montreal, also zwei Motorenstrecken, konnte ich noch gut mithalten. Ab Hockenheim ging nichts mehr. Plötzlich wurde auf den Power-Strecken aus einem 8. Startplatz der 14. Rang“, erzählt Sainz. Trotzdem lobt er den Ferrari-Motor: „Er hat uns die Standfestigkeit gebracht, die uns 2015 auf der Motorseite gefehlt hat.“

Der Spanier blickt gerade auf die schwierige zweite Saisonhälfte zufrieden zurück. „Da bin ich in der Startaufstellung selten über Platz 14 rausgekommen und habe trotzdem noch 16 Punkte gesammelt. Die sechsten Plätze in Austin und Sao Paulo waren ein echtes Highlight für mich.“

Persönlich hat es für den 22-jährigen Spanier beim Heimrennen in Barcelona Klick gemacht. „Ab da hatte ich einen Lauf. Ich bin auf einem hohen Niveau gefahren, habe viele Punkte geholt und kaum noch Fehler gemacht. Es gab keine schlechten Boxenstopps mehr, kaum noch technische Probleme. Meine ganze Wahrnehmung hat sich geändert. Seitdem fühle ich mich wie ein anderer Fahrer.“

In Brasilien so gut wie Verstappen

Für Sainz war 2016 ein zweites Lehrjahr. Nur auf einer höheren Ebene. „Wenn du mit Force India, Williams und McLaren kämpfst, lernst du andere Sachen als im Hinterfeld. Der größte Boost in diesem Jahr war für mich der GP Kanada. Da bin ich im Training in die ‚Wall of Champions‘ gefahren und stand bei Start weit hinten. Ich habe es trotzdem geschafft, das abzuhaken und im Rennen von Platz 20 auf Rang 9 zu fahren. Das hat mir gezeigt, dass ich Fehler gut verarbeiten kann und mental stark bin.“

Am meisten regt Sainz natürlich die Verstappen-Frage auf. Sein Ex-Teamkollege legte nach dem Aufstieg zu Red Bull eine grandiose Karriere hin. Das hätte sich Sainz auch zugetraut: „Ich war bei Toro Rosso nicht schlechter als Max.“

Der Spanier verweist auf den GP Brasilien, in dem Verstappen als einer gefeiert wurde, der über das Wasser gehen kann: „Mein Toro Rosso ist im Regen 2 Sekunden langsamer als der Red Bull. Max ist Dritter geworden, ich Sechster. Ich habe mich auf alten Reifen gegen Ferrari, Red Bull und Force India behauptet. Mein Rennen war bestimmt nicht schlechter als das von Max.“

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