China-GP

Stimmen und Analysen zum Freitagstraining

Foto: McLaren 74 Bilder

WM-Leader Lewis Hamilton verbuchte einen Freitag (17.10.) wie aus dem Bilderbuch eines GP-Piloten: in beiden Trainings-Sitzungen führte er die Zeitenlisten an, jeweils mit einem für Formel 1-Verhältnisse recht komfortablen Vorsprung von vier beziehungsweise drei Zehntelsekunden.

"Das war wirklich ein guter Tag, wir haben das Setup perfekt getroffen und in die richtige Richtung weiterentwickelt." Die Zeitendifferenz von fast einer Sekunde im zweiten freien Training zwischen Hamilton und seinem finnischen Teamkollegen Heikki Kovalainen ist nicht dadurch zu erklären, dass beide Piloten mit unterschiedlichen Testprogrammen beauftragt gewesen wären. Kovalainen hatte bei der Setup-Klauberei vielmehr voll verwachst - während Lewis Hamilton abstimmungsmäßig einen absoluten Volltreffer gelandet hatte.

Ferrari ist auf dem Kurs in Shanghai konkurrenzfähig

Bei Ferrari fiel die Zwischenbilanz etwas gemischter aus: Nachdem man im ersten Training mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen die Plätze zwei und drei belegte, sprang im zweiten Trainingsdurchgang nur ein sechster Platz für Massa und Platz acht für Räikkönen heraus, die Zeitrückstände beliefen sich auf knapp acht Zehntelsekunden gemessen an der schnellsten Trainingsrunde von Lewis Hamilton. Massa ließ sich davon nicht beirren: "Ich denke schon, dass Ferrari auf dem Kurs in Shanghai konkurrenzfähig sein sollte. Die Zeiten wurden mit zunehmenden Grip immer besser und wir konnten das Handling deutlich verbessern." Kimi Räikkönen relativierte: "Es ist am Freitag immer schwierig, die wahren Kräfteverhältnisse einzuschätzen. Die Teams fahren natürlich mit unterschiedlichen Spritlasten und oft unterscheiden sich auch die verwendeten Reifen."

Renault markierte zwar beim zweiten freien Training am Freitag mit Platz zwei und drei für Fernando Alonso und Nelson Piquet Junior ein vorzügliches Zwischenresultat, doch die Euphorie der Piloten hielt sich in Grenzen. "Das Resultat täuscht ein wenig", grummelte Alonso, der zusammen mit seinem Teamkollegen 129 Runden in Shanghai abspulte. "Wir sind nicht so nah an McLaren-Mercedes und Ferrari dran wie noch in Singapur und Fuji. Dort waren wir vier Zehntelsekunden weg, hier schätze ich unseren Rückstand nach den Erfahrungen vom Freitag auf fast acht Zehntelsekunden. Unter regulären Umständen sind McLaren und Ferrari in Shanghai kaum zu schlagen." Die Probleme artikulierte der Spanier deutlich: "Untersteuern und schnell abbauende Hinterreifen dürften das Thema des GP-Wochenendes in Shanghai sein." Teamkollege Nelson Piquet Junior schlug in die gleiche Kerbe: "Ich habe kein gutes Gefühl, weil die Vorderreifen nicht optimal haften und auch die Hinterreifen schnell in die Knie gehen - erstaunlicherweise sogar mit der härteren Reifenmischung."

Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns

Bei BMW-Sauber fielen die Reaktionen auf das Freitagstraining etwas zwiespältig aus: einerseits zeigte man sich zufrieden darüber, dass man in der ersten Trainingssitzung beide Piloten auf Anhieb in die Top-Ten brachte, andererseits bekundeten die Piloten noch reichlich Mühe beim Auffinden der korrekten Fahrzeugbalance: "Wir kämpfen noch mit Untersteuern, außerdem verbesserten sich die Rundenzeiten im zweiten Training nach dem Aufziehen neuer Reifen nicht um das Maß, wie wir es eigentlich erwarteten", erklärte BMW-Pilot Robert Kubica. "Es fehlt vor allem an Grip, wir haben noch einiges an Arbeit vor uns." Teamkollege Nick Heidfeld zeigte sich nach den Plätzen sieben und neun etwas optimistischer: "Der zweite Trainingsdurchgang war recht erfreulich, sowohl was die Longruns als auch was die Rundenzeiten betraf."

Toro Rosso-Pilot Sebastian Vettel grübelte derweil noch über das richtige Setup für die Piste in Shanghai: "Wir haben noch sehr viel Untersteuern im Auto", so der Heppenheimer über seinen 15. Platz in der zweiten Testsession am Freitag. "Allerdings spiegelt die Zeitenliste nicht die wahren Kräfteverhältnisse wieder. Die Strecke ist in einem guten Zustand, allerdings bietet sie wie immer am Freitag wenig Haftung. Zudem hatten wir Probleme mit Graining." Vettels Teamkollege Sebastien Bourdais konnte sich in beiden Sitzungen vor dem Deutschen klassieren und war entsprechend zufrieden: "Ich bin zum ersten Mal überhaupt auf dieser Strecke, daher bin ich mit den Plätzen acht und sieben zufrieden. Das Auto hat von Anfang an gut gepasst und wir haben das Setup in eine gute Richtung weiterentwickeln können."

Toyota-Pilot Timo Glock hatte ebenfalls noch nicht den goldenen Griff beim Setup gefunden. "Die Sitzungen waren ziemlich tricky und wir haben noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Ich fand das Auto am Limit recht schwierig zu kontrollieren."

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