Comeback

Villeneuve testet im Renault

Foto: Daniel Reinhard

Jacques Villeneuve ist zurück in der Formel 1. Vorerst allerdings nur bei Testfahrten. In Silverstone wird der Kanadier am Mittwoch und Donnerstag (15.9.- 16.9.) im Renault Platz nehmen.

Renault-Teamchef Flavio Briatore und Formel 1-Chef Bernie Eccelstone, von je her ein Fan von Villeneuve, ebneten den Weg für das Comeback des Kanadiers am Sonntagabend in Monza. Am Montagmorgen um elf Uhr erhielt Villeneuve den Anruf, er möge sich doch am Dienstag im britischen Enstone zur Sitzprobe einfinden. Villeneuve war gerade beim Training in seinem oberhalb des schweizerischen Wintersportorts Villars-sur-Ollon gelegenen Chalet.

Den merkwürdigen Darbietungen von Jarno Trulli und der daraus resultierende Verärgerung von Briatore ist es zu verdanken, dass Villeneuve diese überraschende Chance erhält. Der Italiener, der in Monza am Ende auf Platz zehn landete, blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Bis zur 51. Runde machte Trulli Dienst nach Vorschrift und gondelte uninspiriert im Mittelfeld herum. In der 52., der vorletzten Runde, fuhr er jedoch plötzlich um fast zwei Sekunden schneller als zuvor, so als wollte er seinem Chef Briatore, der ihn zum Ende des Jahres gefeuert hat, die Zunge herausstrecken. Trullis Zeit in der vorletzten Runde war sogar um drei Hunderstelsekunden besser als die schnellste Rennrunde seines Teamkollegen Fernando Alonso, der lange um Platz drei gekämpft hatte, ehe er sich ohne Fremdverschulden ins Kiesbett verabschiedete und dort stecken blieb.

Unabhängig von Villeneuves Testresultaten steht es in den Sternen, ob er Trulli ab Shanghai im Renault auch bei den letzten drei Saisonrennen ersetzt. Denn um den Italiener loszuwerden, müsste ihm das Team vorsätzliche Vertragsverletzungen nachweisen. Fraglich, ob dies gelingt. Denkbar ist höchstens, dass Trulli auf sanften Druck hin freiwillig auf weitere Starts verzichtet.

Für 2005 müsste sich Villeneuve ohnehin bei anderen Teams umschauen. Denn Renault hat mit Alonso und Giancarlo Fisichella zwei Piloten unter Vertrag. Der Test und eventuell drei Rennstarts könnten aber natürlich helfen, seinen Marktwert zu erhöhen. Zur Zeit ist offenbar kein Team ernsthaft an Villeneuves Diensten ab 2005 interessiert.

An körperlicher Fitness fehlt es dem Formel 1-Weltmeister von 1997 im übrigen nicht. Zusammen mit seinem Physiotherapeuten Erwin Göllner absolvierte der 33-Jährige in den letzten Monaten ein intensives Konditionstraining.

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