Parabolica - GP Italien 2019 Motorsport Images
Formel 3 - Auto - Präsentation - Abu Dhabi 2018
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Horror-Crash in der Formel 3

FIA lässt Randsteine entfernen

In der Formel 3 schrammte der Australier Alex Peroni knapp an einer Katastrophe vorbei. Sein Dallara hob auf einem Randstein in der Parabolica ab wie ein Flugzeug. Die FIA reagierte schnell. Die Kerbs wurden vor dem dritten Training entfernt.

Das ganze Fahrerlager spricht über den Horror-Crash von Alex Peroni. Der Formel 3-Pilot war vier Runden vor dem Ende des ersten Rennens am Ausgang der Parabolica auf einem der hohen Randsteine, die im Fachjargon „sausage kerb“ genannt werden, abgehoben und mit seinem Auto wie ein Flugzeug durch die Luft geflogen.

Der Dallara-Mecachrome landete kopfüber auf einem Reifenstapel und wurde danach noch über den Sicherheitszaun katapultiert. Peroni blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Auch die vier Streckenposten an dieser Stelle kamen mit dem Schrecken davon. Der Pilot konnte aus eigener Kraft in das Safety-Car einsteigen.

Nach dem Unfall stellte sich natürlich sofort die Frage, ob für das dritte Formel 1-Training besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen. Rennleiter Michael Masi eilte sofort zu der Unfallstelle. Für Derek Warwick, den Fahrervertreter unter den Sportkommissaren, war klar: „Das Formel 1-Training wird nicht angepfiffen, bevor diese hohen Kerbs an der Stelle weg sind.“

Geht das überhaupt so schnell? Chefkommissar Garry Connelly berichtet: „Den Großteil der Randsteine hat Peroni schon bei seinem Unfall abgeräumt.“ Ganz so schnell ging es dann doch nicht. Das Formel 1-Training wurde mit zehn Minuten Verspätung angepfiffen.

Formel 1-Autos weniger Probleme mit hohen Kerbs

Warwick versteht nicht, warum diese Randsteine überhaupt an dieser Stelle angebracht sind. „Ich habe schon bei meiner Streckenbegehung am Donnerstag gefragt, was das soll. Okay, es soll die Fahrer davon abhalten, neben die Streckenbegrenzung zu fahren. Aber dafür haben wir seit einigen Rennen klare Regeln. Wenn der Fahrer mit allen vier Rädern über der Streckenbegrenzung ist, wird die Runde nicht gewertet.“

Im Rennen soll im Wiederholungsfall in Zukunft die gelbe Karte in Form der schwarzweißen Flagge gezeigt werden. Michael Masi will die Flagge, die es schon ewig gibt, wieder öfter einsetzen. „Wenn die Verwarnung nicht wirkt, leiten die Sportkommissare eine Untersuchung ein.“

Max Verstappen sieht auch keinen Grund auf den hohen Randsteinen zu bestehen. Andererseits sieht er für die Formel 1 nicht die unbedingte Dringlichkeit, die Plastikfallen sofort zu entfernen: „In der Formel 1 haben wir weniger Probleme mit den hohen Kerbs. Unsere Autos haben hinten viel mehr Bodenfreiheit als die Formel 3 oder Formel 2 Autos. Peroni hat den Randstein mit dem Heck getroffen. Deshalb ist das Auto vorne in die Luft gegangen. Trotzdem sollten sie die Randsteine dort abmontieren. Die weiße Linie tut es auch als Streckenbegrenzung.“

Erleichterung machte sich breit, als Peroni sein Auto unversehrt verließ. Nur eine Woche nach dem tödlichen Formel 2-Unfall von Spa brauchte der Motorsport nicht noch eine weitere Katastrophe. Der 19-jährige Australier stieg durchgeschüttelt und geschockt in das Medical-Car, konnte aber aus eigener Kraft laufen. Warwick resümiert: „Der Junge hat großes Glück gehabt. Er ist mit dem Kopf auf dem Reifenstapel gelandet. Da kann er sich wahrscheinlich beim Halo bedanken, dass er sich nicht verletzt hat.“

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