Crash in Spa

Hamilton entschuldigt sich bei Kobayashi

Lewis Hamilton Crash Rennen GP Belgien 2011 Foto: xpb 53 Bilder

Lewis Hamilton sorgte mal wieder mit einem Crash für den negativen Höhepunkt in Spa. Der Leidtragende hieß in Belgien Kamui Kobayashi. Am Ende entschuldigte sich Hamilton wenigstens beim Japaner.

Lewis Hamilton ist in dieser Saison nicht gerade durch eine besonnene Fahrweise aufgefallen. Kollisionen kosteten den Weltmeister von 2008 schon einige Punkte, sorgten für viel Arbeit bei den Mechanikern und grauen Haaren bei der Teamleitung. Erst im Qualifying am Vortag war der McLaren-Pilot negativ aufgefallen, als er sich mit Pastor Maldonado anlegte. Die Kollision ging mit einer Verwarnung durch die Rennleitung noch relativ glimpflich für Hamilton aus.

Hamilton bleibt bei seinem Abflug unverletzt

Am Rennsonntag hatte der Engländer nicht mehr so viel Glück. In Runde 13 versuchte er Kamui Kobayashi auf der langen Geraden zu überholen, als es erneut krachte. Der japanische Sauber-Pilot bereitete auf der Anfahrt zur Les Combes-Kurvenkombination einen Konter vor und zog außen längsseits zum McLaren. Hamilton übersah seinen Konkurrenten und wechselte zum Einlenken die Spur. Das konnte nicht gutgehen.

Nach der Berührung verlor Hamilton sofort die Kontrolle und rutschte mit hoher Geschwindigkeit in die Bande. Nach einer kurzen Schrecksekunde stieg der Passagier zum Glück unverletzt aus dem Wrack. Kobayashi fuhr zwar weiter, landete nach einem Reparaturstopp aber auf Rang zwölf außerhalb der Punkte.

Kobayashi fällt aus den Punkten

"Ich habe gar nicht versucht, meine Position wiederzugewinnen", wies Kobayashi jede Schuld von sich. "Ich bin auf meiner Linie geblieben und habe nicht erwartet, dass er vor mir rüberzieht. Als ich erst in der zweiten Safety-Car-Runde an die Box kam, habe ich unheimlich viele Plätze verloren." Warum er erst in der zweiten Runde zum Reparaturstopp kam, konnte das Team danach auch nicht erklären. "Es gab ein Kommunikationsproblem", sagte Technikchef James Key.

Nach der Pleite von Ungarn musste sich Hamilton nach dem Rennen schon wieder der Kritik stellen. "Er ist immer mit vollem Einsatz bei der Sache", antwortete Teamchef Martin Whitmarsh, nachdem ihm englische Journalisten vorgerechnet hatten, dass Hamilton mittlerweile schon zum sechsten Mal in diesem Jahr kollidierte.

Hamilton entschuldigt sich über Twitter

"Er macht die Formel 1 zu einem aufregenderen Ort. Wir sollten alle hoffen, dass Lewis auch weiterhin einer der aufregendsten Rennfahrer bleibt. Ich will ihn nicht ändern. Er hatte zuletzt einige Enttäuschungen. Aber ich denke, dass er gut damit umgegangen ist." Hamilton liebe den Kampf auf der Strecke, so Whitmarsh. "Das hat man auch über Ayrton Senna gesagt. Und auch über Michael Schumacher. Manchmal funktioniert es für so engagierte Fahrer eben und manchmal nicht."

Drei Stunden nach der Zieldurchfahrt kam anscheinend auch Hamilton zu der Erkenntnis, dass der Crash auf seine Kappe ging. "Nach Betrachtung der Bilder habe ich gemerkt, dass es zu 100 Prozent mein Fehler war. Ich habe Kobayashi nicht genügend Raum gegeben. Ich dachte, ich sei schon vorbei", erklärte der Crash-Pilot über Twitter. "Ich entschuldige mich bei Kamui und dem Team. Das Team verdient Besseres von mir."

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