Charles Leclerc - GP England 2020 xpb
Lewis Hamilton - GP England 2020
Michael Schumacher - GP San Marino 2000
Lewis Hamilton - GP England 2020
Porsche Supercup - GP England 2020 33 Bilder

Crazy Stats GP England 2020

Hamilton-Dreirad nicht einmalig

Der britische Grand Prix wurde in den letzten Runden unerwartet zu einem Krimi. Auch für Statistiker produzierte der England-Klassiker einige gute Geschichten. Die verrücktesten Zahlen haben wir in den Crazy Stats gesammelt.

"He’s a lucky boy", bekam Max Verstappen nach der Zieldurchfahrt von Silverstone ins Cockpit gefunkt. Der Glückspilz, der hierbei gemeint war, hieß Lewis Hamilton. Der Weltmeister hatte sich kurz zuvor gerade so mit 5,8 Sekunden Vorsprung auf drei Rädern über die Linie geschleppt. Statt des dritten Sieges in Folge hätte die Nummer für den Mercedes-Piloten auch ganz anders ausgehen können.

Beim Timing des Reifenplatzers eine halbe Runde vor Schluss war in der Tat Glück dabei. Wie Hamilton seinen angeschlagenen Rennwagen um die letzten Kurven trug, verdient aber auch jede Menge Respekt. Mit Hilfe von Renningenieur Pete Bonnington passte der Lokalmatador Tempo und Risiko auf den letzten Metern so an, dass Verfolger Verstappen das Nachsehen hatte.

Die Fans dürfte es zuhause an den TV-Geräten von den Sitzen gerissen haben. Statistiker werden aber einwerfen, dass das Krimi-Finale ganz so einmalig gar nicht war. Dass sich Piloten mit Reifenplatzern oder anderen größeren Beschädigungen über die Distanz schleppen, kam in der Königsklasse schon einige Male vor.

Dass ein Fahrer ein Rennen mit nur drei Reifen gewinnen konnte, das gab es aber noch nie. Am nähesten dran an das Hamilton-Kunststück kam 1987 Stefan Johansson im McLaren. Genau wie jetzt in Silverstone löste sich der Gummi damals in der letzten Runde auf. Weil Nelson Piquet aber schon längst als Sieger abgewinkt wurde, ging es für Johansson nur noch um Rang zwei.

Nico Hülkenberg - GP Belgien 2015
Motorsport Images
Hülkenberg hätte schon drei Rennen mehr auf dem Konto haben können.

Hülkenberg "schafft" Pech-Hattrick

Wenn Hamilton der "Lucky Boy" der Formel 1 ist, dann war Nico Hülkenberg am Sonntag sicher der größte Pechvogel. Ein abgerissener Bolzen in der Kupplung hatte den ganzen Antrieb blockiert. So kam der Rheinländer nicht zum erhofften Renncomeback. Für den "Hülk" war es schon das dritte Mal, dass die Technik vor dem Start versagte.

Beim Saisonauftakt 2013 in Melbourne kam der damalige Sauber-Pilot ebenfalls nicht einmal in die Startaufstellung, weil eine Benzinpumpe streikte. 2015 schaffte es der Emmericher mit seinem Force India immerhin auf den Startplatz. Doch als es in die Einführungsrunde gehen sollte, machte der Mercedes-Motor im Heck plötzlich keinen Mucks mehr.

Schon der erste Teil des England-Gastspiels produzierte jede Menge interessante Zahlen. So übertraf Hamilton mit seinem Sieg Rekorde von Senna und Prost. Beim zweiten Teil des Doppelschlags muss auch Schumacher zittern. In den Crazy-Stats in der Galerie verraten wir, um welche Bestmarken es sich handelt und was das Schumacher-Debüt 1991 in Spa mit dem vergangenen Rennwochenende zu tun hat.

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