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Crazy Stats GP Kanada 2018

Hamilton jagt Heidfeld-Rekord

Sebastian Vettel - GP Kanada 2018 Foto: xpb 25 Bilder

Der Grand Prix von Kanada war dieses Jahr nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Die Statistikfreunde unter den F1-Fans kamen trotzdem auf ihre Kosten. Vor allem die Ferrari-Zahlen lohnten einen genaueren Blick. Hier sind die Crazy Stats!

12.06.2018 Tobias Grüner

Der Sieg von Sebastian Vettel in Kanada geriet am Rennsonntag nie in Gefahr. Eine solch dominante Leistung kam zumindest für Statistiker komplett unerwartet. An Pole Positions und Siege von Ferrari können sich wohl nur noch die älteren Fans erinnern. Zuletzt ließ Michael Schumacher die Scuderia-Fans in Montreal zu Beginn des Jahrtausends jubeln.

Lewis Hamilton reist als der große Verlierer aus Kanada ab. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wechselte die WM-Führung – einmal mehr als in der kompletten Vorsaison. Ein einziges Pünktchen trennt die beiden besten Fahrer der Saison nach sieben Rennen. Auch wenn die Action auf der Strecke manchmal zu wünschen übrig lässt, bleibt es zumindest in Sachen WM-Titel spannend.

Hamilton baut Punkteserie aus

Nick Heidfeld  - GP Singapur 2009 Foto: sutton-images.com
Heidfelds Rekordserie von 33 Zielankünften ging 2009 in Singapur zuende, nachdem er unverschuldet mit Adrian Sutil kollidierte.

Verloren ist für Hamilton noch längst nichts. Der amtierende Weltmeister punktet vor allem mit seiner Konstanz und der Zuverlässigkeit seines Dienstwagens. 32 Mal in Folge sammelte der Mercedes-Pilot nun schon WM-Zähler. Damit ist der alte Rekord von Kimi Räikkönen (27) praktisch pulverisiert.

In Paul Ricard kann sich Hamilton direkt schon die nächste Bestmarke sichern. Nick Heidfeld hatte vom GP China 2007 bis zum GP Italien 2009 33 Rennen in Folge die Zielflagge gesehen. Wenn Hamilton beim Frankreich-Comeback ebenfalls über die Distanz kommt, dann zieht er mit dem Mönchengladbacher gleich.

Sollte er von Hamilton übertrumpft werden, könnte sich Heidfeld immerhin noch über den Rekord für die längste Serie an Rennen in der Wertung freuen. 2007 hatte der damalige BMW-Sauber-Pilot zwei Runden vor Schluss mit einem Motorproblem aufgeben müssen. Weil „Quick Nick“ mehr als 90 Prozent der Renndistanz absolviert hatte, ging er trotzdem in die Klassifikation ein.

Hamilton drohte Ausfall in Montreal

Lewis  Hamilton - Formel 1 - GP Kanada 2018 Foto: sutton-images.com
Hamilton musste in Montreal vorzeitig an die Box, um für mehr Kühlung zu sorgen.

Die Serie von „Rennen in der Wertung“ lief somit vom GP Frankreich 2007 bis zum GP Italien 2009 über insgesamt 41 Grands Prix. Will Hamilton auch diesen Rekord knacken, müsste er seine weiße Weste noch mindestens bis zum Russland-GP Ende September behalten.

Der letzte Ausfall Hamiltons datiert übrigens vom 2. Oktober 2016. Ein Motorschaden in Malaysia kostete ihn damals nicht nur Rekorde sondern auch den WM-Titel im Kampf gegen Nico Rosberg. In Montreal war Hamilton einem Ausfall so nah wie lange nicht. Ein defektes Ventil im Wasserkreislauf sorgte für Überhitungserscheinung. Doch beim Boxenstopp konnten die Mechaniker das Problem lösen.

In unserer Galerie verraten wir Ihnen, warum Daniel Ricciardo nach dem Rennen in Kanada Grund hatte sauer zu sein. Wie harmlos Kimi Räikkönen unterwegs ist, wenn die Lichter der Startampel ausgehen. Und welche Kanada-Serie von Lewis Hamilton in diesem Jahr ein Ende fand.

Neuester Kommentar

"Für den letzten Start-Ziel-Sieg davor war Lewis Hamilton 2017 in Singapur verantwortlich."

In dem Fall ist die Bezeichnung "Start-Ziel-Sieg" allerdings extrem irreführend, da besagter Lewis Hamilton die Führung nicht am Start innerhatte sondern nach dem Crash der drei Autos vor ihm und erst auf den Weg zur dritten Kurve übernahm.

Ergo: Vielleicht alle Runden angeführt, aber kein Start-Ziel-Sieg im engeren Sinn.

Proesterchen 12. Juni 2018, 15:51 Uhr
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