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Start - GP Österreich 2018
Max Verstappen - GP Österreich 2018
Max Verstappen - GP Österreich 2018
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Crazy Stats GP Österreich 2018

Doppel-Ausfall statistisch unmöglich

Das kuriose Ergebnis beim GP Österreich machte auch Zahlenfreunde glücklich. Dass zwei Mercedes bei einem Rennen durch Technik-Defekte ausscheiden ist statistisch gesehen nämlich fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wir erklären warum.

Ältere Formel-1-Fans können sich sicher noch gut an die Zeiten erinnern, in denen jeder Pilot bis zur letzten Runde zittern musste. Technische Defekte, Benzinmangel und auch Fahrfehler kamen damals viel häufiger vor, als in der perfekten Welt, in der wir heute leben.

Mittlerweile wird jedes Bauteil schon in der Fabrik auf alle Eventualitäten geprüft. Sollte sich dennoch mal ein Problem anbahnen, können die Ingenieure dank Übermittlung der Telemetrie-Daten vom Auto an die Boxen noch während einem Rennen reagieren. Und auch die Piloten sind heutzutage körperlich so fit und fahrerisch gut ausgebildet, dass kaum noch Fehler passieren.

Technik-Ausfälle immer seltener

Valtteri Bottas - GP Österreich 2018
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Zwei Defekte bei Mercedes - das gab es zuletzt in der Saison 1955.

Umso größer ist die Überraschung, wenn dann doch einmal ein Auto ausfällt. Und wenn wie in Österreich gleich zwei Mercedes vorzeitig die Segel streichen, dann muss man schon die Geschichtsbücher wälzen, um vergleichbare Ereignisse zu finden. Dabei ist der letzte Doppelausfall noch gar nicht so lange her: 2016 beim Grand Prix von Spanien kollidierten Lewis Hamilton und Nico Rosberg in der Startrunde.

Dass zwei Mercedes wegen technischer Defekte vorzeitig aufgeben müssen, ist dagegen statistisch praktisch unmöglich. Zuletzt erwischte der Technik-Teufel beim GP Italien 1955 gleich zwei Werksrennwagen aus Stuttgart. Stirling Moss blieb in Monza mit Motorschaden stehen, Karl Kling rollte mit einem Getriebedefekt aus.

Der Frust bei Sportchef Alfred Neubauer wird allerdings nicht ganz so groß gewesen sein wie der von Toto Wolff. Mercedes setzte damals nämlich gleich vier Autos ein. Die anderen beiden, pilotiert von Juan Manuel Fangio und Piero Taruffi, fuhren einen souveränen Doppelsieg ein. Beide Autos trennten auf dem Zielstrich übrigens nur 6 Zehntel.

Top-Ankunftsquote bei Hamilton und Bottas

Trotz ihrer Ausfälle sollten sich Lewis Hamilton und Valtteri Bottas übrigens nicht über das ungewöhnliche Technik-Pech beklagen. In der Liste aller 675 Fahrer, die jemals in der Formel 1 an den Start gegangen sind, liegen beide Werkspiloten in puncto Ankunftsquote in den Top 6. Hamilton sah in 11,98 Prozent seiner Rennen die Zielflagge nicht. Für Bottas war sogar nur in 9,43 Prozent seiner Einsätze vorzeitig Schluss.

In den Crazy Stats in der Galerie verraten wir Ihnen, welche Piloten in der Zuverlässigkeitswertung ganz vorne liegen, warum die Verteilung der Siege in dieser Saison einmalig ungewöhnlich ist und welche Rekord-Serien von Lewis Hamilton mit dem Ausfall ein Ende fanden.

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