Antonio Giovinazzi - Alfa Romeo - GP Singapur 2019 Motorsport Images
Sebastian Vettel - GP Singapur 2019
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Sebastian Vettel - GP Singapur 2019
Sebastian Vettel - GP Singapur 2019 29 Bilder

Crazy Stats GP Singapur 2019

Top-Teams geben Führung ab

Der Grand Prix von Singapur war für Statistiker gleich aus mehreren Gründen ein Fest. Wir haben die interessantesten Zahlen zum Nachtrennen in unseren Crazy Stats gesammelt.

Es läuft die 27. Runde in Singapur, als der Social-Media-Beauftragte von Alfa Romeo über Twitter plötzlich mit einem Zwinker-Smiley darum bittet, das Rennen sofort abzubrechen. Den Grund für die nicht ganz ernst gemeinte Aufforderung liefert das beigefügte Bild. Lewis Hamilton war als letzter Fahrer der Spitzengruppe an die Box abgebogen, was Antonio Giovinazzi unverhofft in die Führungsposition brachte.

Dass eines der momentan hoffnungslos unterlegenen Mittelfeldteams in der Reihenfolge ganz oben steht, kommt normalerweise nicht vor. Doch in Singapur sorgte das Bummeltempo von Charles Leclerc im ersten Stint dafür, dass zu den Verfolgern ausnahmsweise mal keine große Lücke gerissen wurde. So fielen die Autos der Top-Teams beim Reifenwechsel hinter die Piloten, die weiter hinten auf härteren Reifen gestartet waren.

Führung ist nicht gleich Führungsrunde

Insgesamt konnte sich Giovinazzi vier Runden lang über den Platz an der Sonne freuen, bis er schließlich von Sebastian Vettel aufgeschnupft wurde. Am Ende rollte der Alfa-Pilot auf Rang 10 über die Linie, weshalb seine Führungsrunden für die meisten Beobachter nur eine Randnotiz waren. Für Statistiker bot das seltene Ereignis jedoch einen Grund zu feiern.

Zuletzt hatten Ferrari, Red Bull und Mercedes nämlich 5.213 Führungsrunden in Folge gedreht. Die letzten Mittelfeld-Fahrer vor Giovinazzi, die kein anderes Auto vor sich hatten, hießen Felipe Massa und Valtteri Bottas. Beide saßen 2015 in einem Williams, als sie beim britischen Grand Prix in Silverstone in der Anfangsphase den dominanten Mercedes vor der Nase fuhren.

Lance Stroll - Racing Point - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Rennen
Motorsport Images
Lance Stroll lag in Hockenheim auch kurz in Führung, war die Spitzenposition aber noch vor der Ziellinie los.

Aufmerksame Beobachter werden anmerken, dass doch erst vor ein paar Wochen, im Regenchaos von Hockenheim, Lance Stroll an die Spitze des Feldes gespült wurde. Das stimmt zwar, der Racing-Point-Pilot konnte sich bei den Wasserspielen im Motodrom aber keine Führungsrunde notieren lassen. Die gibt es erst, wenn sich ein Fahrer bei der Zeitnahme auf dem Zielstrich an der Spitze befindet.

Giovinazzi auf den Spuren von Gutierrez

An das letzte Mal, das ein Auto des Sauber-Rennstalls Führungsrunden sammelte, werden sich dagegen wohl nur noch die wenigsten erinnern. Es war Esteban Gutierrez, der 2013 in Barcelona plötzlich vorne lag. Auch damals konnte der Mexikaner die erste Position nur dank einer Strategie mit einem langen ersten Stint einnehmen. Am Ende verpasste er auf Platz 11 sogar komplett die Punkte.

Wenn Sie Giovinazzi nicht als Sauber-Nachfolger sehen und lieber wissen wollen, wann zuletzt ein Rennwagen von Alfa Romeo Führungsrunden sammelte, dann schauen Sie doch in die Crazy Stats in der Galerie. Dort erfahren Sie auch, welcher Italiener zuletzt das Feld anführte und welchen Führungsrunden-Rekord Lewis Hamilton in Singapur egalisierte.

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Mercedes verpasste den idealen Zeitpung zum Boxenstopp von Hamilton.

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