CVC kauft F1

Ecclestone Geschäftsführer

Foto: dpa

Die Investmentgruppe CVC ist neuer Haupteigentürmer der Formel 1. Über die neu gegründete Firma Alpha Prema kaufte das in Europa und Asien tätige Unternehmen die 50 Prozent Anteile an der Königsklasse von der Bayerischen Landesbank (Bayern LB) und die 25 Prozent von Bernie Ecclestones Bambino Holding auf.

Dies gab die Bayern LB am Freitag (25.11.) in einer Pressemitteilung bekannt. Geschäftsführer der neuen Firma ist Mitaktionär Ecclestone, der damit weiter im Rennen um die Macht in der Königsklasse bleibt.

"Wir sind sehr erfreut, dass wir mit CVC einen Aktionär haben, dessen langfristige Strategien und Visionen den Teams, Veranstaltern und Herstellern Stabilität verschaffen werden", kommentierte Ecclestone den Deal, der auch im Kampf mit den Herstellern und deren geplanter neuer Rennserie die Karten neu mischt. CVC, das bereits Anteile an der Motorrad-WM hält, sei ein idealer Partner für die Formel 1, so Ecclestone. Offen bleibt dabei, welche Macht der 75- Jährige von nun an tatsächlich in der Formel 1 besitzt.

25 Prozent bleiben bei JP Morgan und Lehmann Brothers

Neben dem Briten gehören der bisherige Vorsitzende der SLEC-Holding und Bayern-LB-Vorstand, Gerhard Gribkowsky, Donald Mackenzie und ein nicht genannter Bambino-Mitarbeiter dem Vorstand von Alpha Prema an. "Die Bayerische Landesbank ist froh, die Anteile an einen glaubwürdigen Investor mit einer langfristigen Vision und erheblicher Erfahrung im Motorsport zu verkaufen", sagte Gribkowsky. Mit CVC als Teilhaber und dem fortwährenden Engagement Ecclestones sowie dessen Familienfonds "haben wir nun die Ressourcen, dieses Geschäft und diesen Sport zum vollen Potenzial zu entfalten".

Die nun noch verbliebenen 25 Prozent Anteile, die nicht im Besitz von Alpha Prema sind, gehören weiter den beiden Banken JP Morgan und Lehmann Brothers. Der Gesamtwert der Formel 1 wird auf weit über eine Milliarde Euro taxiert. Ecclestone hatte kürzlich ein Angebot der asiatischen Investmentgruppe Hutchinson Whampoa über angeblich 1,2 Milliarden Euro abgelehnt.

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