Starkes Heimrennen von Ricciardo

Ferrari will Red Bull-Pilot

Daniel Ricciardo - GP Australien 2016 Foto: sutton-images.com 63 Bilder

Daniel Ricciardo erfreute seine Landsleute in Melbourne mit dem vierten Platz. Der Australier fuhr ein kämpferisches Rennen mit einer Risikostrategie und den meisten Überholmanövern. Ferrari soll angeblich schon die Fühler nach dem Red Bull-Piloten ausgestreckt haben.

Rang 4 war das beste Ergebns von Daniel Ricciardo im sechsten Start bei seinem Heimrennen. Australien feierte anschließend seinen Vorzeiger-Rennfahrer. Ricciardo fuhr das auffälligste Rennen im Feld. Neunter nach der ersten Runde, Vierter im Ziel. Von wegen Überholen unmöglich. Ricciardo ging auf der Strecke an Hülkenberg, Massa, Bottas und Button vorbei.

Der Aussie nutzt dabei immer den gleichen Trick. Lange warten im Windschatten, später Angriff auf der Bremse. Warum galten für Ricciardo nicht die gleichen Probleme, die Lewis Hamilton bemängelte? Weil der Red Bull in Turbulenzen weniger empfindlich reagiert als der Mercedes, weil er besser auf der Bremse ist und weil Ricciardo mit seiner Überholtechnik immer wieder seine Gegner überrascht. Teamberater Helmut Marko verrät: "Ferrari ist nicht hinter Verstappen her. Die sind viel mehr an Ricciardo interessiert."

Red Bull fehlen 2 Zehntel auf Ferrari

Teamchef Christian Horner war zufrieden. "Im Renntrimm fehlen uns 2 Zehntel auf Ferrari. Wenn in Montreal der neue Renault-Motor kommt, sind wir dran." Horner hat auch eine Erklärung dafür, warum der Red Bull im Rennen stärker ist als im Training. "Auf eine Runde straft uns das Power-Defizit noch. Aber Renault hat über den Winter den Motor im Rennmodus stark verbessert. Wir können stabiler in einem bestimmten Leistungsband fahren. Und die Fahrbarkeit ist um Welten besser."

Die Trumpfkarte des Red Bull ist der pflegliche Umgang mit den Reifen. Keiner hat einen so moderaten Gripabbau, keiner einen so geringen Verschleiß. Ricciardo bestätigte: "Vor allem im ersten Stint mit vollem Tank hatte ich mit den Supersoft-Reifen die beste Reifenabnutzung. Je länger es dauerte, umso mehr habe ich auf meine Vorderleute aufgeholt."

Der WM-Dritte von 2014 fuhr mit supersoft-supersoft-soft-supersoft die aggressivste Strategie. Er konnte es sich leisten. Phasenweise war der Australier der schnellste Mann im Feld. "Wenn wir 10 Runden vor Schluss ein Safety-Car bekommen hätten, wäre es für die Leute vor uns ungemütlich geworden", glaubt Horner.

Während der Unterbrechung wurde im Red Bull-Camp lange über die Taktik diskutiert. "Es gab eine Debatte, wie die Mercedes mit Medium bis zum Ende durchzufahren. Doch für uns haben die weicheren Reifen bei freier Fahrt das schnellere Rennen garantiert. Wir wussten, dass wir nach dem Boxenstopp noch einmal auf Massa auflaufen würden, aber wir haben Daniel vertraut, dass er ihn auf der Strecke überholt."

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