Daniel Ricciardo

Schonfrist bei Toro Rosso ist vorbei

Daniel Ricciardo, Toro Rosso, Formel 1-Test, Jerez, 6.2.2013 Foto: xpb 28 Bilder

Toro Rosso peilt in diesem Jahr Platz sechs in der Konstrukteurswertung an. Bei den Testfahrten hinterließ das neue Auto von James Key eine ordentliche Figur. Jetzt sind auch die Fahrer gefragt. Daniel Ricciardo weiß, dass die Schonzeit abgelaufen ist.

Die Ansage zieht sich durch die ganze Firma. Teamchef Franz Tost fordert es, Technikdirektor James Key und die Fahrer auch. "Wir wollen in diesem Jahr auf Platz sechs." Im letzten Jahr lebte Toro Rosso in der Isolation zwischen Mittelfeld und Tabellenkeller. Heraus kam Rang neun mit 50 Zählern Rückstand auf den Achten.

Damit sich das ändert, haben James Key und sein Chefdesigner Luca Furbatto das Konzept des Autos auf den Kopf gestellt. Der alte Toro Rosso STR7 war nicht mehr ausbaufähig. "Wir standen mit dem Aerodynamikkonzept an einer Grenze", bestätigt Key. "Und wir waren bei der Abstimmung des Autos massiv eingeschränkt."

Daniel Ricciardo mit positivem Fazit

Der erste Eindruck des neuen Toro Rosso STR8 war gut. Jean-Eric Vergne fuhr mit weichen Reifen eine Zeit von 1:18.760 Minuten. Sechs Zehntel langsamer als Kimi Räikkönens Tagesbestzeit. Daniel Ricciardo war mit den Medium-Walzen mit 1.19,134 Minuten unterwegs. Paul di Resta fuhr im Force India am gleichen Tag auf weichen Sohlen nur ein Zehntel schneller.

Daniel Ricciardos Fazit fiel entsprechend positiv aus: "Wir waren uns nicht sicher, wo unser Auto steht, weil so vieles neu ist. Die Tage in Jerez haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten."

Der Australier macht seine positiven Eindrücke daran fest, dass der Toro Rosso in schnellen Kurven auf dem Asphalt klebt. "Das ist ein Indiz dafür, dass die Aerodynamik funktioniert." Ansonsten gibt es noch viel zu lernen. "Mechanisch ist so viel neu, dass wir noch dabei sind, unser Auto zu verstehen. Theoretisch haben wir jetzt viel mehr Werkzeuge, unser Auto abzustimmen, aber wir haben noch lange nicht alles durchprobiert."

Kein Welpenschutz mehr für die Piloten

Daniel Ricciardo geht bereits in sein drittes Formel 1-Jahr. 2011 spulte er elf Rennen in einem HRT ab. Im letzten Jahr die komplette Saison bei Toro Rosso. Das Trainingsduell gegen Jean-Eric Vergne gewann er klar mit 15:5. Nach Punkten lag er mit 10:16 hinter dem Franzosen. Doch zum Schluss der Saison gab es zwei Grand Prix, bei denen Ricciardo sichere Punkte durch Defekte verlor.

Die Schonfrist ist jetzt vorbei. Daniel Ricciardo und Vergne müssen liefern, sonst blüht ihnen das gleiche wie Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari. Gesucht ist ein Nachfolger für Mark Webber bei Red Bull. Und aus dem Red Bull-Juniorkader droht mit dem Brasilianer Felix da Costa die nächste Gefahr.

Daniel Ricciardo weiß, was auf dem Spiel steht. "Wir bekommen immer nur Einjahresverträge und müssen deshalb Leistung abliefern. In der Formel 1 darf ein Team das von seinen Fahrern erwarten. Ganz oben wird die Luft eben dünn. Für mich heißt das, jede Chance optimal zu nutzen."

Daniel Ricciardo setzt auf 31 Rennen Erfahrung

Ricciardo fühlt sich für die Aufgabe gut gerüstet: "Das Jahr Erfahrung bei Toro Rosso hilft. Ich bin viel selbstsicherer geworden und weiß, dass die Ingenieure mit meinem Feedback jetzt etwas anfangen können. Letztes Jahr haben mir die Ingenieure gesagt, was zu tun ist. Jetzt kann ich ihnen sagen, was das Auto macht."

Der Sonnyboy aus Perth weiß, dass in dieser Saison möglicherweise die Fahrer den Unterschied zwischen Platz sechs und Platz neun ausmachen. "Ich glaube zu hundert Prozent an mich und fürchte mich nicht vor dieser Aufgabe. In der abgelaufenen Saison gab es genügend gute Rennen von mir, die mein Vertrauen in mich bestätigen."

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