Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Österreich - Spielberg - Donnerstag - 6.7.2017 sutton-images.com
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
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Ricciardo langsamer als Verstappen

„Es gibt keine Entschuldigungen“

Daniel Ricciardo ist eine ehrliche Haut. Er gibt zu, dass er mit Sebastian Vettel sympathisiert und dass Max Verstappen im Moment der schnellere Red Bull-Fahrer ist. Sein Rezept dagegen: „Perfekt fahren, keine Fehler machen.“

Ginge es nur nach dem WM-Stand, müsste Daniel Ricciardo zufrieden sein. Er hat einen Sieg, vier Podiumsplatzierungen in Folge und 92 Punkte auf dem Konto. Red Bull-Teamkollege Max Verstappen bringt es auf vier Ausfälle in acht Rennen und nicht einmal die Hälfte der WM-Punkte seines Stallrivalen.

Verstappen gibt zu, dass er mit der augenblicklichen Situation nicht zufrieden ist. Da nimmt er lieber eine Strafe von 25.000 Euro in Kauf als vor laufenden TV-Kameras über sein Schicksal und die Tücken der Technik zu klagen. „Ich weiß, wie ich reagiere, wenn ich sauer bin. Dann sage ich Dinge, die ich später bereue. Deshalb ist es besser, ich rede gar nicht und zahle eine Strafe dafür.“

Verstappen mit immer mehr Vertrauen in das Auto

Ricciardo trägt trotz des Sieges in Baku sein so typisches Lachen immer seltener zur Schau. Der Australier weiß, dass die Zahlen und Ergebnisse nicht der ganzen Wahrheit entsprechen. „Ich habe vier Mal hintereinander das Trainingsduell gegen Max verloren.“ Zuerst erklärt er diese Bilanz mit einem kleinen Scherz: „Ich glaube, Max fährt zu schnell. Das macht das Material nicht mit.“

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Rennen
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Trotz seines Erfolgs in Baku sieht Daniel Ricciardo noch Verbesserungsbedarf bei sich selbst.

Dann wird der WM-Vierte ernst: „Ich habe zuletzt in der Qualifikation viele kleine Fehler gemacht. Max fährt wirklich gut. Er bekommt immer mehr Vertrauen in sich selbst und das Auto. Er war einfach schneller als ich. Dafür gibt es auch keine Entschuldigungen. Wenn ich ihn schlagen will, muss ich perfekt fahren und aufhören, Fehler zu machen.“ Ricciardos Hoffnung: „Wir haben uns letztes Jahr schon gegenseitig hochgeschaukelt, und ich bin dadurch besser geworden. Ich hoffe, es passiert dieses Jahr wieder so.“

Ricciardo bewundert Vettel für seine Passion

Für das Heimrennen in Spielberg haben beiden Red Bull-Piloten gedämpfte Hoffnungen. Der Red Bull-Ring ist eine Power-Strecke. Auch wenn der Red Bull deutlich besser geworden ist, zählt er auf diesem Typ Strecke nicht zu den Siegkandidaten. „Wir werden im zweiten und dritten Sektor kaum die Zeit aufholen, die wir im ersten verlieren“, fürchtet Ricciardo. Seine Hoffnung ist das instabile Sommerwetter in den steirischen Alpen. Als ein kurzer Regenschauer über Spielberg niedergeht, grinst der Mann aus Perth: „Das könnten wir am Samstag und Sonntag brauchen. Sonst wird es schwer, besser als Fünfter zu werden.“

Sebastian Vettels Aussetzer in Baku sehen die Red Bull-Fahrer deutlich weniger kritisch als andere Kollegen. „Im Rennauto gehen dir halt manchmal die Emotionen durch. Dann passiert so etwas. Für die Medien ist es doch ein gefundenes Fressen“, meint Verstappen. Ricciardo hält die Strafe für Vettel für ausreichend: „Eine Sperre wäre nicht gerechtfertigt gewesen. Wir wissen alle, wie leidenschaftlich Seb im Auto sein kann. Dann sagt er am Funk Dinge, die er besser nicht gesagt hätte. Die Aktion in Baku war von der gleichen Qualität. Irgendwie bewundere ich Seb für diese Passion, die er im Wettbewerb an den Tag legt.“

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In Baku brach der Krieg zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel aus.

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