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Impressionen  - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 01. November 2012
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Sebastian Vettel und Lewis Hamilton

Das Geheimnis der Abu Dhabi-Spezialisten

Der GP Abu Dhabi findet zum vierten Mal statt. Dei den ersten drei Rennen haben immer nur zwei Fahrer dominiert. Sebastian Vettel hat zwei Trainingsbestzeiten und zwei Siege. Lewis Hamilton stand ein Mal auf der Pole Position und hat ein Mal gewonnen. Was ist ihr Geheimnis?

Die Resultate sprechen für sich. Abu Dhabi 2009: Pole Position Lewis Hamilton, Sieger Sebastian Vettel. Abu Dhabi 2010: Pole Position und Sieger Sebastian Vettel. Abu Dhabi 2011: Pole Position Sebastian Vettel, Sieger Lewis Hamilton. Für alle anderen fahrer blieben auf dem 5,554 Kilometer langen Yas Marina Circuit nur die Ehrenplätze. Das drängt sich die Frage auf: Was macht diese Strecke so speziell? Warum kamen Vettel und Hamilton mit den 21 Kurven zwischen Yachthafen, Ferrari World und Glitzerhotel bislang besser zurecht als ihre Gegner?

Besondere Streckenführung

Sebastian Vettel führt es auf die eigenwillige Streckenführung zurück. "Es ist eine lange Runde mit sehr vielen Kurven. Damit ist schon mal die Chance größer, irgendwo Zeit liegenzulassen. Die Schwierigkeiten beginnen schon mit der ersten Kurve. Es ist nicht leicht, sie richtig zu erwischen. Von ihr hängt ab, wie du durch das Highspeed-Geschlängel kommst. In den Kurven 5, 6 und 7 ist es ganz einfach, Fehler zu machen. Es sind allesamt langsame Kurven. Man muss da sehr präzise fahren. In der Kurvenkombination 12, 13 und 14 kann man viel Zeit gewinnen oder verlieren. Der Kurvenspeed ist eher niedrig. Da wirken sich Fehler stärker auf die Rundenzeit aus als in schnellen Ecken."

Lewis Hamilton stuft Abu Dhabi als Fahrerstrecke ein. So wie Monte Carlo. "Das ist eine Strecke, wo du voll attackieren musst. Wenigstens in den ersten zwei Sektoren. Du musst hart bremsen, brutal über die Randsteine drüber, das Auto rumwerfen. Das kommt meinen Fahrstil entgegen. Im letzten Streckensektor musst du eher rund fahren." Eine Spezialität des Rennens im Märchenland ist der das Fahren in der Dämmerung. Q2 findet noch bei Tageslicht statt, Q3 aber bereits bei Dunkelheit. Da sinkt die Asphalttemperatur schlagartig um zwei bis drei Grad. "Das spürst du im Auto sofort", erzählt Vettel. "Du musst darauf richtig reagieren. Das ist schwierig, weil du das vorher in den freien Trainingssitzungen nicht üben kannst."

Hamilton sieht mit der diesjährigen Reifengeneration ein besonderes Problem. "Die Reifen reagieren noch sensibler auf Temperatuschwankungen. Wenn es dunkel wird, kühlen sie auf der langen Geraden viel schneller aus." Das Geheimnis einer schnellen Runde auf dem Yas Marina Circuit auf pure Traktion zu reduzieren, hält Vettel für eine zu einfache Sicht der Dinge. "Traktion ist zweifellos wichtig. Man muss sich nur die Kurventypen anschauen. Aber genauso brauchst du hier ein Auto, das am Kurveneingang gut ausbalanciert ist und das gut über die Randsteine geht."
 

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