Das Geheimnis des Ferrari F138

Fernando Alonso in der Favoritenrolle

Fernando Alonso - Formel 1 - GP Bahrain - 20. April 2013 Foto: xpb 112 Bilder

Es gibt viele Hochrechnungen vor dem GP Bahrain, doch alle kommen zu einem Schluss. Fernando Alonso geht als großer Favorit ins Rennen. Red Bull ist im Dauerlauf zu langsam, und Kimi Räikkönen startet von zu weit hinten. Was ist so gut am Ferrari F138?

Dieser Ferrari F138 wird der Konkurrenz langsam unheimlich. Er steht im Training nie ganz vorne, doch im Rennen ist er eine Macht. Wenn Fernando Alonso als Dritter losfährt, dann ist der Spanier automatisch der große Favorit für den Grand Prix.

Die Mercedes werden im Rennen aus Sorge um die Hinterreifen einen Gang zurückschalten müssen. Sebastian Vettel hat sich zwar drei frische Satz Reifen der harten Mischung aufgehoben, doch das ist kein entscheidender Vorteil. Auch Alonso hat noch drei neue Satz Reifen in der Hinterhand. Einer davon ist ein weicher, Marke "medium".

Der Spanier zerbricht sich deshalb keinen Kopf: "Bei uns macht es keinen großen Unterschied, auch welchem Reifentyp wir unterwegs sind." Teamkollege Felipe Massa beziffert den Unterschied auf "fünf Runden in der Haltbarkeit und etwas weniger Gripverlust beim harten Reifen."

Massa mit alternativer Taktik

Red Bull-Berater Helmut Marko will Kimi Räikkönen nicht aus dem Favoritenkreis ausschließen. "Sie haben das Auto von Freitag auf Samstag ganz klar Richtung Rennen abgestrimmt. Wenn Kimi nach vorne kommt, kann er gefährlich werden."

Bei Red Bull liegen die Präferenzen klar auf der Hand. "Wir haben uns drei Satz harte Reifen aufgehoben, weil es für uns klar der bessere Reifen ist", gibt Mark Webber zu. Sein Gegner wird zunächst Felipe Massa sein, der antizyklisch auf harten Reifen startet. Der Brasilianer verrät: "Wir wussten, dass Webber und Hamilton Startplätze verlieren. Startplatz vier war also ziemlich sicher. Es gab für mich die Option gar nicht mehr zu fahren oder es auf harten Reifen zu versuchen. Ich habe zu den Ingenieuren gesagt: Lasst es uns riskieren. Vielleicht haben wir im Rennen einen Vorteil dadurch." Webber entgegnet: "Irgendwann muss Felipe auf den weichen Reifen fahren." Das Problem ist nur, dass das den Ferrari nicht bremsen wird.

Auto viel besser auf eine Runde

Doch was macht diesen Ferrari so gut? Alonso und Massa sagen im Gleichklang: "Wir waren am Sonntag immer schon stärker als auf eine Runde am Samstag. Reifenschonen liegt in der DNA dieses Fahrzeugs."

Laut Massa besteht der entscheidende Unterschied zum letzten Jahr darin, dass Ferrari in der Qualifikation besser geworden ist. "2012 war es bei einigen Rennen ein Kampf ins Q3 zu kommen. Da mussten wir von der Abstimmung Kompromisse eingehen, um die Top Ten zu schaffen. Jetzt sind wir viel freier, haben diesen Druck nicht mehr und können vom Setup her den besten Kompromiss zwischen Qualifikation und Rennen wählen." Testfahrer Pedro de la Rosa glaubt: "Unser Vorteil liegt darin, dass wir ein breiteres Setup-Fenster als die anderen haben."

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