Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 21. September 2012 xpb
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Bernie Ecclestone - Formel 1 - GP Singapur - 22. September 2012
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Das große Red-Bull Rätsel

8.000 Ingenieure für ein Problem

Sebastian Vettel sah wie ein Kandidat für die Pole Position aus. Mark Webber schielte auf einen Platz in den ersten zwei Startreihen. Am Ende wurde Vettel Dritter und Webber Siebter. Die Red Bull verloren innerhalb von zehn Minuten eine Sekunde. Jetzt rätseln die Ingenieure, wohin die Zeit verschwunden ist.

Red Bull zeigte sich wieder in Normalform. Sebastian Vettel stand in den drei freien Trainingssitzungen auf Platz eins. Auch als es in Q2 zum ersten Mal ernst wurde, sah der Weltmeister aus wie ein 50:50 Tipp auf die Pole Position. Nur Lewis Hamilton konnte mithalten. Die beiden fuhren in einer anderen Kategorie.

Red Bull-Steigerung in Q3 blieb aus

Mark Webber lag als Dritter bereits neun Zehntel zurück. Doch als Hamilton im ersten Versuch der abschließenden K.O.-Runde mit 1.46,362 Minuten eine erste Richtzeit auf den Asphalt hämmerte, kam von Vettel keine Antwort mehr. Seine Zeit lag sechs Zehntel über der Pole Position.

Vettel war zunächst ratlos: "Der Speed war im Auto, aber wir konnten uns im Q3 nicht mehr so steigern, wie wir das erwartet haben. In Q2 bin ich relativ locker eine 1.46,7 Minuten-Runde gefahren. Ich war mir sicher, dass eine tiefe 1.46er Zeit möglich war."

Rätselraten bei Ingenieuren

Mark Webber erwischte es noch schlimmer. Der Australier rutschte auf Platz sieben ab. "Die Hinterreifen hatten plötzlich keinen Grip mehr. Wir haben Frontflügel reduziert, damit der Flügel hinten besser arbeiten kann, aber es hat nichts geholfen. Wir wissen nicht warum, aber wir haben ja 8.000 Ingenieure, die da jetzt drüber nachdenken können."

Nach der ersten Gesprächsrunde mit den Technikern kamen die ersten Verdachtsmomente auf den Tisch. Im Q3 ist die Asphalttemperatur noch einmal um ein Grad gesunken. Man weiß, dass der Red Bull empfindlich auf Temperaturschwankungen reagiert, auch in diesem kleinen Bereich. Spa ist da noch in guter Erinnerung.

McLaren bereitet Red Bull Sorgen

Das ist aber keine befriedigende Antwort, meint Webber, denn dem McLaren scheint das nichts auszumachen. "Der Abstand zu Lewis ist zu groß. Wir können uns damit nicht zufrieden geben. Manchmal musst du die Medizin schlucken, auch wenn sie nicht schmeckt."

Auch die Aufwärmrunden wurden angesprochen. Vettel konnte sie nicht so fahren, wie er es gerne gehabt hätte, denn jedes Mal war vor ihm ein Fahrzeug auf der Strecke, das ihm die Geschwindigkeit diktierte. Es ist ein Erklärungsversuch, aber auch keiner, der besonders beruhigend ist.

"Schau dir die McLaren an", schüttelt Vettel den Kopf. "Die fahren auch bei langsamen Aufwärmrunden Superzeiten." Noch ist nichts verloren. Die Red Bull sind in der Regel im Rennen stärker als im Training. Für Pastor Maldonado sollte es reichen. Hamilton ist eine andere Nummer. "Die Dauerläufe der McLaren machen uns Sorgen", konstatierte Teamberater Helmut Marko.

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