Das Rätsel von Silverstone

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Kein Ingenieur und kein Fahrer hatte eine Erklärung für die langsamen Rundenzeiten beim England-Grand Prix. Der 5,1 Kilometer lange Flugplatzkurs war schlicht eine bis zwei Sekunden langsamer als bei den Tests im April.

Im Frühjahr waren die Top-Mannschaften in Silverstone noch munter Zeiten von 1:18 oder 1:19 Minuten gefahren, am Rennwochenende kam Polesitter Fernando Alonso über eine 1:20er Runde nicht hinaus. Bei den letzten drei Grand Prix wurden die Zeiten des Vorjahres mühelos unterboten, nicht so in Northhamptonshire.

Dazu klagten die Fahrer, die Piste sei auffällig rutschig. Nick Heidfeld staunte: "Bei den Tests hatte ich pausenlos Untersteuern, jetzt übersteuert das Auto." Eine Erklärung für die Schwierigkeiten der Piloten waren böhige Winde. "In schnellen Kurven hatte ich manchmal Seitenwind. Das war unangenehm zu fahren", sagte Fernando Alonso. Doch der Wind war nur ein Teil der Lösung des Rätsels.

Keine Überholmanöver

Mancher im Fahrerlager orakelte, es müsse mit den Temperaturen zu tun haben. Gewöhnlich findet der englische GP im Juli statt. Die Anwohner in Northhamptonshire versichern, das Wetter sei im Juni regelmäßig schöner. Doch Bodentemperaturen von 44 Grad sind kaum so hoch, dass der Asphalt anfängt zu schwitzen.

Eines kam den Akteuren aber dann doch bekannt vor. Die schnelle Strecke in Silverstone steht aus unerklärlichen Gründen in dem Ruf, dass sie reichlich Überholmöglichkeiten bietet. Doch wie gewöhnlich bei trockenem Wetter, gab es außer einem Versuch von Michael Schumacher gegen Kimi Räikkönen keinen nennenswerten Zweikampf.

Ein Spuk?

Was die mäßigen Rundenzeiten betrifft, gab es bis zum Rennende keine plausible Erklärung. Und wie immer, wenn auf der britischen Insel unerklärliche uns seltsame Dinge vorgehen, ist die logischste Lösung: Ein Spuk.

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