Der Fall Button

Entscheidung bis Mittwoch

Das Contract Recognition Board (CRB) fällt im Fall Jenson Button bis Mittwoch (20.10.) die Entscheidung, ob der Engländer vertraglich weiter an BAR oder zukünftig an Williams gebunden ist. Juristische Relevanz hat das Urteil des CRB nicht, doch beide Teams haben wenig Lust, sich anschließend auf einen zivilrechtlichen Streit einzulassen.

Das CRB wird von den zehn bestehenden Teams bezahlt und ist speziell zur Bewertung von Vertragsstreitigkeiten in der Formel 1 eingerichtet worden. Die drei in Mailand zusammengetroffenen Juristen haben nach Anhörung aller Parteien bis Mittwoch Zeit, um ihre Einschätzung der Vertragssituation an BAR und Williams weiterzuleiten. Es liegt im Ermessen der Teams, anschließend die Öffentlichkeit zu unterrichten.

Dass der Unterlegene im Vertragsstreit um Jenson Button anschließend vor ein Zivilgericht zieht, ist zur Zeit unwahrscheinlich. Beide Seiten signalisieren, dass sie wenig Sinn in einer Klage sehen. Sollte BAR den Kürzeren ziehen, dürfte Button auch bei laufendem Gerichtsverfahren für Williams antreten. Bis der Fall endgültig entschieden ist, wäre die kommende Saison mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits gelaufen.

Ralf Schumacher: "Du hast doch nichts mehr"

Bei Williams scheut man schon die Kosten eines Verfahrens. Frank Williams ist knapp bei Kasse. Als er in Erwartung einer Niederlage vor dem CRB unlängst Ralf Schumacher gestand, er könne gern bleiben, höhnte der Deutsche: "Du hast doch nichts mehr, was du verkaufen kannst, um mich zu bezahlen."

Sollte Williams unterliegen, ist der Brasilianer Antonio Pizzonia die erste Wahl für das Cockpit neben Mark Webber. Kleine Chancen hat auch noch Nick Heidfeld. Verliert BAR, käme nach Wunsch von Teamchef David Richards Testfahrer Anthony Davidson ins Spiel. Richards wird jedoch versuchen, Button die Tür aufzuhalten. Der junge Engländer weiß, dass ein Jahr ohne Formel 1 seiner weiteren Karriere sehr schaden kann.

Schlechte Karten für Coulthard

Als Verlierer scheint in jedem Fall David Coutlhard vom Platz zu gehen. Der frühere Vize-Weltmeister hat seinen voraussichtlichen Vertragspartner Jaguar verloren. Bei BAR und Williams will ihn trotz des möglichen Button-Verlusts niemand. Williams-Teilhaber Patrick Head hat signalisiert, dass er eine Rückkehr des Schotten nicht befürwortet.

"Das einzige, was jetzt noch hilft, ist ein Superrennen in Interlagos", sagt Coulthards Manager Martin Brundle vor dem Saisonfinale in Brasilien (24.10.). Zuletzt zeigte Coulthard in Japan eine gute Vorstellung, ein Rempler von Rubens Barrichello machte jedoch dem Rennen des Briten ein Ende.

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