Deutsche Piloten mit Höhen und Tiefen

Foto: Daniel Reinhard 47 Bilder

Der ereignisreiche Kanada-Grand-Prix am Sonntag (8.6.) hat beim deutschen Fahrer-Quintett gemischte Gefühle hinterlassen.

Bei BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld hielt sich die Freude über Platz zwei in Grenzen, nachdem Teamkollege Robert Kubica den prestigeträchtigen Premierensieg für den Formel-1-Rennstall einfuhr. Der für seine Verwicklung in den Boxengassen-Unfall hart bestrafte Nico Rosberg und der erneut vorzeitig ausgefallene Adrian Sutil nahmen nur wenige gute Erinnerungen aus Montreal mit. Dagegen erlebte Toyota-Pilot Timo Glock mit Platz vier ein Karriere-Hoch. Für Sebastian Vettel lohnte sich die Nachtarbeit an seinem Toro Rosso.

Bitterer Podiumsplatz

Mit wenig glücklicher Miene verließ Heidfeld den Circuit Gilles Villeneuve. Lange Zeit war dem 31-Jährigen die Rolle zugedacht, den ersten Erfolg für BMW-Sauber zu holen. Der Mönchengladbacher war seit dem Beginn vor drei Jahren beim Aufbau des Rennstalls dabei. Was dem Polen Kubica bereits im 29. Rennen gelang, darauf wartet Heidfeld seit nunmehr 139 Rennen: einen Sieg. "Ich muss auf die Situation schauen, in der ich in den letzten Rennen war", tröstete er sich. Nach zuletzt schwachen Resultaten lieferte er in Kanada eine starke Vorstellung. An Kubica kam er aber nicht heran.

Dagegen freute sich Glock sichtlich, dass er als Vierter endlich die ersten Punkte für Toyota geholt hatte. "Alles, was ich in den letzten Rennen falsch gemacht habe, habe ich jetzt richtig gemacht", sagte der 26-Jährige aus Wersau, der schon bei seinem Formel-1-Debüt 2004 im Jordan als Siebter zwei Punkte in Montreal gewonnen hatte.

Crash mit Nachspiel

Rosberg, der sich beim kuriosen Boxengassen-Unfall an Hamiltons Silberpfeil seinen Frontflügel zerstörte und am Ende Zehnter wurde, haderte hingegen mit seinem Rennpech. "Ich habe die rote Ampel gesehen, aber zu spät. Da war so viel drin", fluchte der Wiesbadener. Hamilton und er wurden von der Rennleitung in der Startaufstellung für das Rennen in Magny-Cours zehn Plätze nach hinten strafversetzt.

Vettel, der nach einem Start aus der Boxengasse als Achter noch einen Punkt ergattert hatte, dankte vor allem seinen Mechanikern. Diese hatten das Auto des 20-Jährigen nach einem Trainingsunfall am Samstag in einer Nachtschicht rechtzeitig wieder zusammengesetzt. "Die haben eine unglaubliche Arbeit geleistet", sagte Vettel.

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