Deutschland behält zwei GP

Foto: Reinhard

Der Nürburgring wird nach Angaben von Bernie Ecclestone auch in den kommenden Jahren neben Hockenheim Schauplatz der Formel 1 sein.

"Deutschland wird weiterhin zwei Rennen haben. Wir haben am Mittwoch (28.1.) mit dem Nürburgring eine Einigung erzielt", sagte der Formel-1-Chef in einem Interview der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport". Der aktuelle Formel-1-Vertrag der Nürburgring-Veranstalter läuft 2004 aus, der Hockenheimring hat einen Kontrakt bis 2008.

Ecclestone hatte bereits im Vorjahr trotz aller Expansions-Pläne in Richtung Osten betont, wie zufrieden er mit den deutschen Renn-Veranstaltern ist: "Sie machen einen guten Job. Beide Rennen werden gut promotet. Die Einrichtungen sind sehr gut, die Strecken sind gut. Im Moment sind wir happy damit." Am Nürburgring wurden in den letzten acht Jahren insgesamt rund 50 Millionen Euro in die Modernisierung gesteckt, Hockenheim wurde für 62 Millionen Euro umgebaut.

Hingegen sollen zwei traditionsreiche Grand Prix vor dem Aus stehen. "Wir werden das letzte Rennen in Imola haben. 2005 wird Imola vom Rennkalender verschwinden", sagte Ecclestone. Damit werde der Grand Prix in Monza künftig das einzige Rennen in Italien sein. "Ich sehe auch keine Zukunft mehr für Silverstone. Es ist wie ein altes Haus, das sich lediglich ein wenig Restaurierung gönnt."

Ecclestone sieht die Zukunft nicht mehr im europäischen Markt. "In zehn Jahren wird Europa auf das wirtschaftliche Niveau der Dritten Welt abrutschen. Europa hat nicht die geringste Chance, im Wettbewerb mit China, Korea und Indien zu bestehen", meinte der Engländer. "Vom nächsten Jahr an wird die Türkei dabei sein. Und mit Korea gibt es schon eine Einigung für 2009." Derzeit gebe es für europäische Fernseh-Zuschauer bei Rennen in Asien noch das Problem der Zeitverschiebung. "Aber wir erwarten in China genauso hohe Einschaltquoten wie im gesamten Europa."

Dem sechsmaligen Weltmeister Michael Schumacher sagte Ecclestone ein hartes Jahr voraus. "Ich glaube wirklich, dass sich Michael sehr abmühen muss, um seinen siebten WM-Titel zu schaffen", sagte er über den Ferrari-Star. Seiner Ansicht nach würden in der am 7. März beginnenden Saison mindestens vier Teams um Podiums-Plätze kämpfen.

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