Formel 1 - Grand Prix Deutschland 2013 xpb
Webber, Hamilton & Vettel - Formel 1 - GP Deutschland 2013
Felipe Massa - Formel 1 - GP Deutschland 2013
Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Deutschland 2013
Lewis Hamilton - Formel 1 - GP Deutschland 2013 64 Bilder

Neuer F1-Kalender offiziell abgesegnet

Nürburging, Portimao & Imola fix

Der für den Oktober eingeplante Deutschland-GP findet nicht wie ursprünglich gedacht auf dem Hockenheimring statt. Stattdessen gibt es einen Eifel Grand Prix auf dem Nürburgring. Auch die Rennen in Portimao und Imola sind offiziell bestätigt.

Lange haben die Verantwortlichen in Hockenheim mit den F1-Bossen über eine Rückkehr der Königsklasse ins Motodrom verhandelt. Doch am Ende kam man doch nicht auf einen Nenner. Ausgerechnet die lokale Konkurrenz aus der Eifel machte dem badischen Traditionskurs einen Strich durch die Rechnung.

Weil man den Rechteinhabern von Liberty Media wegen lokaler Corona-Restriktionen in Baden-Württemberg nicht versprechen konnte, dass beim geplanten Termin am 11. Oktober mehr als 500 Zuschauer auf den Tribünen sitzen dürfen, entschieden sich die F1-Planer in letzter Minute doch noch gegen Hockenheim.

Streckenchef Jorn Teske bestätigte die Absage: "Wir haben angeboten, ein Rennen unter den aktuell gültigen Umständen durchzuführen. Das ist für die Formel 1 aber offenbar finanziell nicht attraktiv genug. So gibt es dieses Jahr leider keinen Deutschland Grand Prix auf den Hockenheimring."

Nürburgring-Rennen wird "Eifel Grand Prix"

Die Nürburgring-Bosse konnten den Entscheidern in der F1-Zentrale offenbar etwas größere Hoffnung machen, dass auf der abgelegenen Strecke zahlende Besucher zugelassen werden. So kehrt der GP-Zirkus nach sieben Jahren Pause überraschend zurück in die Eifel. Zuletzt war die Königsklasse 2013 zu Gast, als Sebastian Vettel seinen ersten und bis heute einzigen Heimsieg feiern konnte. Der damalige Red-Bull-Pilot gewann vor dem Lotus-Duo Kimi Räikkönen und Romain Grosjean.

Formel 1 - Grand Prix Deutschland 2013
xpb
Beim letzten Nürburgring-Gastspiel der Formel 1 im Jahr 2013 gewann Sebastian Vettel vor zwei Lotus.

Das Rennen firmiert übrigens offiziell nicht unter der Bezeichnung "Grand Prix von Deutschland" sondern als "Großer Preis der Eifel". Das erinnert an den traditionellen Begriff "Eifelrennen", unter dem die Königsklasse früher auf der Nordschleife unterwegs war. Hintergrund ist, dass der AvD die Rechte am Namen "Grand Prix von Deutschland" hält. In diesem Fall ist aber der ADAC Ausrichter des Rennens.

Etwas Sorgen bereiten dürfte den Organisatoren der Termin. Das Rennen wird am 11. Oktober steigen. Ein Blick auf das Klimadiagramm verheißt dabei nichts Gutes. Im Durchschnitt werden im Oktober am Nürburgring nur 7,8°C gemessen. Manchmal hat man etwas Glück und es ist etwas wärmer. Man kann in der Eifel aber bekanntlich auch Pech haben. Es wäre hier nicht das erste Jahr mit Schnee im Oktober.

Formel-1-Rennen im späten Herbst sind am Nürburgring allerdings nichts Neues. Schon zwei Mal war die Königsklasse Anfang Oktober auf dem Traditionskurs zu Gast. Beim Grand Prix von Europa auf der gerade neu eröffneten GP-Strecke im Jahr 1984 zeigte sich im Rennen (7.10.) zwischenzeitlich sogar die Sonne. Die Temperaturen fielen mit 10°C jedoch relativ frisch aus. Das Qualifying am Samstag war wegen Dauerregens komplett ins Wasser gefallen.

Auch 1995 firmierte der Lauf unter dem Titel Grand Prix von Europa. Und wieder kam der Regen, dieses Mal aber am Rennsonntag (1.10.). Neben den Schauern machte den Piloten auch noch Nebel das Leben schwer. Das Quecksilber stieg gerade einmal auf 9°C. Damals zeigte übrigens Michael Schumacher mit seinem Benetton, dass er ein Meister auf feuchter Piste war.

Michael Schumacher - GP Europa - Nürburgring 1995
Wilhelm
Der Nürburgring kann im Oktober ungemütlich sein, wie auch Michael Schumacher 1995 feststellen musste.

Imola als Zwei-Tages-Event

Neben dem Comeback des Nürburgrings haben die F1-Verantwortlichen auch noch zwei weitere Rennen offiziell bestätigt. Zwei Wochen nach dem Eifel-Gastspiel reist der F1-Tross weiter an die Algarve. Zum ersten Mal wird ein Grand Prix auf der Strecke von Portimao ausgetragen. Der 2008 gebaute Kurs beherbergte allerdings 2009 schon einmal offizielle Testfahrten der Königsklasse.

Portimao wird einen Doppelschlag mit Imola bilden. Die Strecke, die vor allem durch die tödlichen Unfälle von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger im Jahr 1994 traurige Berühmtheit erlangte, bildet nach Monza und Mugello schon die dritte Italien-Station in dieser Saison. Früher liefen die Rennen traditionell unter dem Titel "GP San Marino", heute hat man sich für die Bezeichnung "Grand Prix der Emilia Romana" entschieden.

Laut dem offiziellen F1-Plan umfasst das Rennwochenende in Imola nur die Tage 31. Oktober und 1. November. Um mehr Zeit für die lange Anreise von der Südküste Portugals zu haben, fahren die Autos also erstmals am Samstag in Imola. Das Freitagstraining fällt weg. Wie der genaue Zeitplan für das verkürzte Wochenende aussieht, wollen die Verantwortlichen noch mitteilen.

Imola
Renault
Zuletzt war die Formel 1 im Jahr 2006 in Imola unterwegs. Jetzt feiert die Strecke ein GP-Comeback.

Keine Rennen in Amerika

Damit umfasst der Kalender 2020 nun insgesamt 13 Termine. Mit der Verkündung der letzten drei Stationen bestätigten die Verantwortlichen übrigens auch, dass die Formel 1 dieses Jahr nicht in Amerika Station machen wird. Sowohl Montreal als auch Austin, Mexiko-City und Sao Paulo werden ersatzlos gestrichen.

Noch unklar ist, ob im November noch eine Reise nach Asien gewagt wird. Neben Vietnam stünde dafür auch Malaysia parat. Fest eingeplant ist dagegen das Saisonfinale im mittleren Osten mit Rennen in Bahrain und Abu Dhabi. Wie viele Grands Prix auf den Wüstenkursen durchgeführt werden, hängt von dem ab, was vorher noch möglich ist.

Im Sportlichen Reglement steht eigentlich, dass eine Formel-1-Saison auf drei Kontinenten ausgetragen werden muss, um am Ende einen offiziellen Weltmeister zu küren. Das wird in diesem Jahr wohl nicht der Fall sein. Auf Anfrage bestätigt die FIA aber, dass es trotzdem einen echten Champion gibt, weil es sich um außergewöhnliche Umstände handele, die zu einer Umgestaltung des Kalenders führten.

Imola
Renault
Zuletzt war die Formel 1 im Jahr 2006 in Imola unterwegs. Jetzt feiert die Strecke ein GP-Comeback.

Rennkalender 2020

  • 5. Juli GP Österreich-GP in Spielberg
  • 12. Juli GP Steiermark in Spielberg
  • 19. Juli GP Ungarn in Budapest
  • 2. August GP Großbritannien in Silverstone
  • 9. August Jubiläums-GP 70 Jahre F1 in Silverstone
  • 16. August GP Spanien in Barcelona
  • 30. August GP Belgien in Spa-Francorchamps
  • 6. September GP Italien in Monza
  • 13. September GP Toskana Ferrari 1.000 in Mugello
  • 27. September GP Russland in Sotschi
  • 11. Oktober Großer Preis der Eifel auf dem Nürburgring
  • 25. Oktober GP Portugal in Portimao
  • 1. November GP Emilia Romana in Imola
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