Die Wandlung des Nico Rosberg

Aus dem Nichts auf die Pole-Position

Nico Rosberg GP Bahrain 2013 Pole Foto: xpb 110 Bilder

Als Nico Rosberg auf die Pole-Position fuhr, rieben sich einige die Augen. Keiner hatte den Mercedes-Pilot auf dem Zettel. Und auch er selbst war etwas überrumpelt von seinem Erfolg.

Er kam wie Kai aus der Kiste. Im dritten Freien Training am Samstagvormittag fristete Nico Rosberg auf dem neunten Platz ein Schattendasein. Und plötzlich trumpftd der 27-Jährige im Qualifying auf und holt seine erste Pole-Position seit dem Grand Prix von China 2012. Rosberg galt deshalb am vergangenen Wochenende schon als Hoffnungsträger. Doch da reichte es im Zeittraining nur für den vierten Platz.

Neuanfang für Rosberg

"Ich hoffe, dass dies nun der Kickstart für meine Saison ist", sagte Rosberg nach seinem Erfolg. "Der Beginn der Saison war hart, es war ein Auf und Ab." Zu den Tiefpunkten zählen der Ausfall in Australien, die Stallorder in Malaysia und ein weiterer Ausfall aufgrund einer defekten Radaufhängung in China.

Das Hoch in der Wüste kam für Rosberg unverhofft. "Das Team hat einen guten Job gemacht, und einiges über Nacht am Auto geändert", meint Rosberg. Teamchef Ross Brawn erklärte: "Wir haben das Setup von China, wo die Vorderreifen gefordert werden, an Bahrain angepasst, wo die Hinterreifen belastet werden. Wir sind dabei vielleicht zu weit gegangen." Rosberg war sich selbst in Q1 noch nicht im Klaren darüber, dass er um die Pole-Position kämpfen kann: "Das kristallisierte sich erst in Q2 heraus."

Hinterreifen bereiten Rosberg Sorgen

Die Pole-Position kam zur rechten Zeit. Sie muss ein Befreiungsschlag sein. Denn nicht wenige sahen in Rosberg insgeheim die Nummer zwei bei Mercedes, auch wenn er nach der Stallorder-Affäre in Malaysia immer wieder betonte, dass es keine Nummer eins und zwei bei den Silberpfeilen gibt. Die Probleme zum Saisonstart warfen ihn allerdings weit zurück. Während Lewis Hamilton in der Tabelle auf Rang vier mit 40 Punkten in Schlagdistanz ist, liegt Rosberg auf dem siebten Platz mit zwölf Punkten.

Ob er sich am Sonntag mit einem Sieg wieder ins Spiel bringen kann? Rosberg ist vorsichtig mit seinen Aussagen. "Es ist eine große Hilfe, wenn du von vorne losfahren kannst, aber der Verschleiß der Hinterreifen ist hier ziemlich stark. Ich bin mir nicht sicher, ob wir morgen um den Sieg kämpfen können. Es ist möglich, dass wir wie in China im Rennen nicht so schnell sind wie im Qualifying. Auf der anderen Seite hatten wir in Malaysia vielleicht das schnellste Auto."
 

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