Diskussion über Ferrari-Vorsprung

Foto: Renault F1 16 Bilder

Am Mittwoch (27.2.) ging der letzte F1-Wintertest in Barcelona zu Ende. Aber so richtig schlau wurde man eigentlich nicht daraus. Bei vielen Experten wird Ferrari als sicherer Weltmeistertipp gehandelt. Renault Chefingenieur Pat Symonds ist sich da allerdings nicht so sicher.

Mit Bestzeiten hat Renault bislang gegeizt. Hin und wieder meldet sich Fernando Alonso mit einer Aussage, dass ans Gewinnen noch nicht zu denken sei. Standardsatz: "Wir suchen noch eine halbe Sekunde." Pat Symonds ist optimistischer. Der Renault-Chefingenieur sieht Ferrari zwar vorne, aber nicht so weit wie viele glauben. Und dann folge ein großes Paket, das mit McLaren-Mercedes beginnt.

Fünfergruppe hinter Ferrari?

"Nach unseren Berechnungen ist McLaren Teil dieser großen Gruppe zu der auch noch BMW, Red Bull, Williams und wir gehören. Da liegen je nach Strecke nur drei Zehntel zwischen dem Besten und dem Schlechtesten. Die Tagesform entscheidet." Die Einschätzung von Renaults leitendem Ingenieur an der Strecke lässt nur einen Verdacht aufkommen: Flunkert Renault den anderen etwas vor? Tatsache ist, dass die Weltmeister von 2005 und 2006 bislang nie mit wenig Benzin unterwegs waren. BMW übrigens auch nicht. Deshalb könnten beide in Melbourne die große Überraschung werden.

Symonds gibt aber zu, dass es in diesem Jahr schwerer als sonst sei, aus den Testzeiten einen Trend herauszulesen. "Das liegt vielleicht daran, dass alle so eng zusammenliegen. Die Rundenzeiten sind nicht immer eindeutig, das Bild schwankt von Strecke zu Strecke." So steht Symonds mit seiner Meinung, dass Ferraris Vorsprung gar nicht so groß ist, ziemlich alleine da. Williams-Technikchef Sam Michael repräsentiert da schon eher die gängige Meinung im Fahrerlager: "Ferrari liegt drei bis vier Zehntel vor McLaren und sieben bis acht Zehntel vor dieser großen Gruppe mit BMW, Renault, Red Bull und uns."

Toyota als Geheimfavorit?

Vielleicht muss man bald auch schon Toyota dazuzählen, angesichts Jarno Trullis Bestzeit von 1:20.8 Minuten am Mittwoch Vormittag (27.2.). Die Runde wurde unter Qualifikationsbedingungen erzielt, also mit einem feuchten Fleck im Tank. Doch als Ferrari am vergangenen Freitag mit Felipe Massa die Qualifikation simulierte, blieben die Uhren bei 1:20.5 Minuten stehen. Drei Zehntel - das wäre nicht viel. Ein Toyota-Ingenieur meinte in Barcelona: "Wir sind besser als viele glauben."

Ferrari gibt zu, dass man im Renntrim auch nach eigener Rechnung vorne liege. Je nach Strecke ein bis drei Zehntel. Der wunde Punkte sei die schnelle Runde für die Startaufstellung. "Was hilft uns der beste Speed über die Distanz", heißt es aus dem roten Lager, "wenn andere beim Start vor uns stehen, und wir nicht überholen können." Kleiner Trost: Die Testfahrten haben gezeigt, dass Ferrari das schnellste Auto auf der Geraden hat.

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