Diskussionen im Fahrerlager

Fahrern vermissen alte Parabolica

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Italien - 4. September 2014 Foto: xpb 23 Bilder

Die neu gestaltete Parabolica-Kurve findet bei den Formel-1-Piloten nur wenig Fans. Die meisten trauern der alten Version ohne asphaltierte Auslauffläche nach. "Sie ist jetzt kastriert", sagt Nico Hülkenberg.

Kaum haben sich die Fahrer bei der Streckenbegehung einen Eindruck von der neuen Parabolica gemacht, hört man schon negative Stimmen. Im Fahrerlager wird das Thema eifrig diskutiert. Die Mutkurve findet bei der Mehrheit keine Anhänger. Nico Hülkenberg machte keinen Hehl aus seiner Meinung über die Umstrukturierungen.

Ritt auf der Rasierklinge

"Der Nervenkitzel geht verloren", sagt der Force India-Pilot. "Bisher war das immer eine Schlüsselstelle. Es war ein Ritt auf der Rasierklinge. Das hat man jetzt kastriert." Auch Marussia-Pilot Max Chilton sagte in der Pressekonferenz, dass er kein großer Fan der neuen Variante sei. Dabei müsste es den Fahrern eigentlich entgegenkommen, dass nun mehr Spielraum für Fehler gegeben ist.

Sebastian Vettel findet ähnliche Worte wie Hülkenberg. "Früher war die Parabolica ein Tanz auf Messers Schneide. Es war schwierig perfekt durchzukommen. Wenn du nicht genau darauf zugebremst hast, bist du bestraft worden. Das wirst du jetzt nicht mehr. Das Kribbeln fehlt."

Adrian Sutil sieht beide Seiten der Medaille. "Das ist eben die moderne Variante. Das haben wir mittlerweile fast auf jeder Rennstrecke", meint der Sauber-Angestellte. "Die Kurve ist gleich geblieben, aber es gibt mehr Toleranz für Fehler. Das kann von Vorteil sein. Es kann aber auch von Nachteil sein, wenn vor dir einer rausfährt und du nicht an ihm vorbeikommst." Sutil geht davon aus, dass sich im Training am Freitag einige ans Limit rantasten werden. Mit vielen Ausrutschern rechnet er deshalb aber nicht.

Button und Kimi haben Neuerungen noch nicht gesehen

Auch Lewis Hamilton sieht mehrere Aspekte dieser Diskussion. "Die FIA hat es bewusst aus Sicherheitsgründen gemacht. Das ist auch wichtig. Ich bin aber ein Fan der alten Version. Da hast du für deine Fehler bezahlt. Du kannst nicht immer beides haben."

"Am Eingang ist es gut, wenn du ein Bremsproblem hast", meint Fernando Alonso. "Ich war aber überrascht, dass man es durch die ganze Kurve gezogen hat." Natürlich wurde auch sein Teamkollege Kimi Räikkönen nach der Parabolica gefragt. Typisch für den Finnen: Er hat sich das Ganze noch nicht einmal angeschaut. Im gleichen Boot sitzt Jenson Button. Der McLaren-Pilot wollte sich mit diesem Thema noch nicht auseinandersetzen.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen die Änderungen an der Parabolica.

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