Doornbos löst Friesacher ab

Der Niederländer Robert Doornbos fährt schon beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim (24.7.) den zweiten Minardi. Stammfahrer Patrick Friesacher ist das Geld ausgegangen.

Neben Christijan Albers kommt nun auch der zweite Fahrer aus den Niederlande. Robert Doornbos hat das, was Patrick Friesacher nicht hat: Sponsoren. Der Dritte der letzten Formel 3000-Europameisterschaft übernimmt ab sofort das Cockpit des Österreichers.

"Wir freuen uns, dass Robert zu Minardi stößt. Er hat schon letztes Jahr bewiesen, dass er schnell genug ist, um in der Formel 1 zu bestehen", säuselt Teamchef Paul Stoddart in Anspielung auf die zweijährige Testerfahrung des 24-jährigen Mannes aus Rotterdam. "Ich bin sicher, wir können nun noch mehr enthusiastische Unterstützung aus den Niederlanden erwarten", sagt der Australier, der sich neben orangenen Fahnen vor allem über Bares freut.

Seit Monaten im Rückstand

"Ich möchte nicht versäumen, Patrick für seine Arbeit zu danken. Auch wenn wir aus finanziellen Gründen unser Engagement beenden müssen, hat das nichts mit seiner Einstellung oder seinen Fähigkeiten als Fahrer zu tun", sagt Stoddart.

Patrick Friesacher war bereits seit eineinhalb Monaten mit Zahlungen von Sponsorgeldern an Minardi im Rückstand. Stoddart hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sein Budget nicht unerheblich von der Mitgift der Piloten genährt wird.

Mit der Verpflichtung von Robert Doornbos muss der Ungar Zsolt Baumgartner seine Ambitionen für eine Formel 1-Rückkehr bei Minardi begraben. Er fuhr bereits die Saiosn 2004 für die Mannschaft aus Faenza und wurde zum Jahreswechsel ebenfalls aus finanziellen Gründen gegen Friesacher ausgetauscht.

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