Formel 1: Die Tankstory von Virgin Racing

Drei Gründe für zu kleinen Virgin-Tank

Virgin Racing Foto: xpb 49 Bilder

Es ist viel über den zu kleinen Tank im Virgin VR-01 von Timo Glock spekuliert worden. Hier erfahren Sie alle Gründe, warum es zu dieser Fehlkalkulation kommen konnte. Unklar bleibt allerdings, wie viele Liter dem Formel 1-Neuling bis zur Zielflagge fehlen.

Die Ingenieure des Virgin-Teams traf fast der Schlag, als sie den peinlichen Fehler erkannten: Der Tank im neuen VR-01 war so klein dimensioniert, dass die Spritmenge nicht ausreicht, um ein Formel 1-Rennen zu beenden. Nur unter bestimmten Bedingungen würden die Virgin-Renner von Timo Glock und Lucas di Grassi die Zielflagge sehen. Wenn es regnet. Oder wenn ein Safety-Car für langsame Gangart und viele Runden im Spritsparmodus sorgt.

In Melbourne ersparte sich Virgin durch den Start aus der Boxengasse sogar noch die Runde in die Startaufstellung und die Formationsrunde. "Wir wären ins Ziel gekommen", beharrt Timo Glock. Ein Defekt an der Hinterradaufhängung machte ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung.

10 bis 25 Liter zu wenig Sprit bei Virgin

Bei einem normalen Rennverlauf wird es allerdings knapp für die Autos von Airline Tycoon Richard Branson. Die Fahrer müssten solange mit dem magersten Gemisch fahren, dass der Cosworth V8 Schaden nehmen würde. Um wie viel der Tank im Virgin VR-01 zu klein ist, darüber gehen die Berichte auseinander. Die einen reden von zehn, die anderen von 25 Litern. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Drei Gründe werden ins Feld geführt. Als das Chassis abgesegnet wurde, ging man bei Virgin noch davon aus, dass man in der Startaufstellung nachtanken dürfe. Macht schon mal eine Runde Verlust. Da die FIA einen neuen Crashtest im Bereich des Tanks verlangt, musste die Kammer, in der die Tankblase eingelassen ist, verstärkt werden. Damit schrumpfte der Inhalt der Tankblase um weitere Kubikzentimeter, was wieder zwei Runden kosten würde.

Rechenfehler bei der Spritdichte

Das größte Problem waren die Angaben von Kraftstofflieferant BP über die Zusammensetzung des Benzins. Virgin verrechnete sich bei der Spritdichte um fünf Prozent. Das muss Technikchef Nick Wirth auf die eigene Kappe nehmen. Auch Williams fährt mit Benzin von BP. Und die kommen ohne Not über die Distanz.

Die Tankpleite wurde zum Anlass genommen, Nick Wirths Gottglauben an die Macht der Computer zu kritisieren. Der Virgin ist das einzige Auto im Feld, das ohne Windkanal entwickelt wurde. Wirth schwört auf seine CFD- und Simulationscomputer.

Glock glaubt weiter an CFD-Ansatz

Peter Sauber bemängelt: "Die Tankkapazität rechne ich auf einem Taschenrechner aus." Trotz der Panne glaubt auch Glock weiter an das Konzept des virtuellen Designs. "Die Aerodynamikänderungen, die wir bis jetzt vorgenommen haben, entsprachen in der Realität zu 98 Prozent dem, was uns die CFD-Kalkulation versprochen hatte."

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