Ecclestone fordert Spritmengen-Erhöhung

Mercedes-Zustimmung zum Wohle der Formel 1

Bernie Ecclestone & Nico Rosberg - Formel 1 Foto: xpb 52 Bilder

Bernie Ecclestone hat sich in Bahrain erneut für Änderungen an der Formel 1 ausgesprochen. Der F1-Boss betonte, dass er Mercedes damit nicht den Vorteil rauben will. Er rechnet damit, dass die Silberpfeil-Verantwortlichen die Pläne zum Wohle der Formel 1 unterstützen.

Bernie Ecclestone ließ sich am Sonntagvormittag (6.4.2014) überraschend im Pressezentrum an der Strecke von Bahrain blicken. Der Chefvermarkter hatte eine Botschaft zu überbringen: "In dem aktuellen Format ist die Formel 1 nicht akzeptabel für die Fans", diktierte der 83-Jährige den Journalisten in die Notizblöcke. Änderungen seien dringend notwendig.

Vor allem die neuen Motoren und der leisere Sound sind dem Briten nach wie vor ein Dorn im Auge. Zu leise und nicht Formel 1-würdig so der Vorwurf. Dabei erkannte Ecclestone die Leistung der Ingenieure an. "Die Motoren sind unglaublich, wenn man bedenkt, wie viel Power bei der geringen Spritmenge rauskommt. Aber das ist nicht das Formel 1-Business. So etwas sollte man in Tourenwagen machen und nicht in der Formel 1."

Mercedes soll Spritmengen-Erhöhung zustimmen

Obwohl von den Teams immer öfter betont wird, dass Spritsparen wegen der effizienten Antriebe kaum ein Thema in diesem Jahr ist, fordert Ecclestone, die erlaubte Benzinmenge zu erhöhen. "Ich glaube, wenn sie 10 Kilogramm mehr Sprit wollen, dann wird jeder zustimmen." Da sollte sich der kleine Engländer nicht so sicher sein. Mercedes-Sportchef Toto Wolff erklärte erst am Samstag, dass man keine Regeländerungen noch in dieser Saison unterstützen wolle (>> Story).

"Ich denke, dass auch Mercedes so etwas unterstützen würde. Sie sind die Anführer." Dass Mercedes damit seinen momentanen Vorteil aufs Spiel setzte, glaubt der F1-Boss nicht. "Wir können das regeln ohne das die Gefahr besteht. Mercedes hat einen besseren Job abgeliefert und sie sollten dafür nicht bestraft werden. Wir sollten die Regeln nicht ändern, um sie zu bestrafen."

Eine Verkürzung der Renndistanz, wie von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo gefordert, schloss Ecclestone dagegen aus.

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