Ecclestone kämpft für Red Bull

Was ist das McLaren-Veto wert?

Bernie Ecclestone - Formel 1 - GP Mexiko - 31. Oktober 2015 Foto: xpb 61 Bilder

Bernie Ecclestone will keine Garantie abgeben. Aber er ist optimistisch, dass beide Red Bull-Teams 2016 am Start stehen. McLarens Veto-Recht ist komplizierter als gedacht. Renault ist eine weitere Option. Und wenn alles versagt, soll Fiat-Boss Sergio Marchionne Hilfe angeboten haben.

Bernie Ecclestone ist wieder in seinem Element. In der Vergangenheit war es an der Tagesordnung, dass er kleine und große Brände in seinem Fahrerlager löschen musste. In letzter Zeit aber schienen ihm die Automobilhersteller das Heft aus der Hand zu nehmen. Jetzt ist wieder Not am Mann. Red Bull braucht Motoren für zwei Teams, und langsam läuft die Zeit davon.

Können Sie garantieren, dass Red Bull und Toro Rosso im nächsten Jahr in der Startaufstellung stehen, Herr Ecclestone? "Eine Garantie nein. Aber ich wäre sehr überrascht, wenn es nicht so käme." Der Formel 1-Chef sucht eine Lösung an allen Fronten. Die erste ist Honda. Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt bestehen auf dem Versprechen, dass Honda gegeben hat: Zwei Teams im zweiten, drei im dritten Jahr.

McLaren Veto-Recht in vier Stufen

Aber gibt es da nicht das Veto-Recht von Ron Dennis. "Er hat eines, und er hat keines", antwortet Ecclestone kryptisch. Im Fahrerlager erzählt man sich, dass dieses Veto-Recht ein komplizierter Abstimmungsprozess ist. In einem ersten Gang müssen je sechs Vertreter von McLaren und Honda zustimmen. Kommt es zu keinem Ergebnis, schrumpft die Gruppe auf jeweils drei Repräsentanten. Schließlich sind nur noch Ron Dennis und der Honda-Präsident im Ring. Das letzte Wort hat Dennis.

Das Veto gilt in gelockerter Form auch 2017. Dann kann McLaren bestimmte Teams ausschließen. Red Bull zählt dazu. Toro Rosso nicht. Ecclestone bleibt hart: "Es gibt dieses Versprechen. Honda muss es einlösen." Man fragt sich, wie Honda überhaupt ein solches Veto akzeptieren konnte im Wissen, dass man bei der FIA in der Pflicht steht. Seit Red Bull mit Honda spricht, taucht Ron Dennis nicht mehr im Fahrerlager auf. Vermutlich um das Problem auszusitzen.

Hilft Marchionne Red Bull aus der Klemme?

Auch eine Rückkehr zu Renault bleibt eine Option. Da müssen aber zuerst Dietrich Mateschitz und Carlos Ghosn über ihren eigenen Schatten springen. Die Gerüchtebörse spricht noch von einer dritten Option. Fiat-Chef Sergio Marchionne soll Hilfe angeboten haben, falls alle Stricke reißen. Die Frage ist, ob Ferrari genug Kapazitäten hat 2015er Motoren für zwei Teams zu produzieren.

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