Ecclestone

Konfrontation, Spannung und Gefühle

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Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kann von dem packenden Teamduell zwischen Titelverteidiger Fernando Alonso und Senkrechtstarter Lewis Hamilton nicht genug bekommen. "Konfrontation ist etwas, das in der Formel 1 zuletzt gefehlt hat"

"Die Formel 1 hat nach zwei jungen Fahrern geschrieen, die auf und außerhalb der Rennstrecke die Funken sprühen lassen", wurde Ecclestone am Freitag (24.8.) vom englischen Boulevard-Blatt "Sun" zitiert. "Hamilton hat gezeigt, dass er alles unternehmen will, um zu gewinnen, und dasselbe gilt für Alonso."

Ecclestone tippt auf Alonso

Das bessere Ende traut er dem spanischen Weltmeister zu, weil dieser mehr Erfahrung als Neuling Hamilton hat. Allerdings wünscht sich der 76 Jahre alte Brite auch, dass die beiden Piloten bei McLaren-Mercedes noch mal Druck vom Ferrari-Duo Kimi Räikkönen und Felipe Massa bekommen. "Dann gäbe es vier Anwärter", sagte Ecclestone der "Times" vor dem Großen Preis der Türkei am Sonntag.

In den 12. von 17 WM-Läufen startet der britische Shootingstar Hamilton als Gesamtführender mit 80 Punkten. Der Spanier Alonso rangiert mit sieben Zählern weniger auf Platz zwei, der Finne Räikkönen ist Dritter mit 60, der Brasilianer Massa Vierter mit 59 Punkten. Ecclestone würde es gefallen, wenn die McLaren-Autos ausfallen und Ferrari Punkte holen würde. Fakt ist: Sollten die Roten in Istanbul leer ausgehen und die Silbernen die Top-Ränge unter sich ausmachen, dürfte der Traum vom Titel-Vierkampf platzen.

Formel 1 kommt nicht aus den Schlagzeilen

Doch allein das phasenweise aus dem Ruder gelaufene Duell der beiden Silberpfeil-Fahrer, das nun mit einem vom Team auferlegten Frieden künftig ohne Haken und Ösen geführt werden soll, bereitet Ecclestone große Freude. "Das Szenario könne nicht besser sein", befand der Multi-Milliardär, nachdem zuvor die nicht enden wollende Spionage-Affäre um McLaren-Mercedes und Ferrari die Schlagzeilen bestimmt und das sportliche Geschehen beinahe in den Hintergrund gedrängt hatte.

Dass sich Alonso und Hamilton fast schon wie einst Ayrton Senna und Alain Prost bekriegen und auch von der Teamleitung nur schwer in den Griff zu bekommen sind, gefällt Ecclestone: "Die Fahrer sind zu gleich geworden, zu roboterhaft in den vergangen Jahren. Es ist erfrischend zu sehen, dass Hamilton und Alonso ihre wahren Gefühle preisgeben."

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