Eddie Baba und die vierzig Räuber

Foto: dpa

Die Kamele pfeifen es schon von der Düne: Eddie Jordan verkauft seinen Rennstall an den mittleren Osten. In Indianapolis will der Ire bekannt geben, dass er die Mehrheit seines Teams an ein arabisches Konsortium abgibt. Das Team soll aber weiter in Silverstone stationiert bleiben.

Schon oft tauchten in der Formel 1 zur Rettung oder Okkupation finanzschwacher Rennställe geheimnisvolle Scheichs auf, die angeblich mit einmaligem Reiben an der Wunderlampe zweistellige Millionensummen locker machen und für ein Happy End sorgen. Meistens kam das Geld nie an, und statt zum Märchen aus tausend und einer Nacht entwickelte sich die Lage in Richtung griechischer Tragödie. Doch im Fall Jordan soll sich alles zum Guten wenden.

Für 35 Millionen Pfund verkauft der umtriebige Ire die Mehrheit seines Teams an eine Gruppe aus Investoren, die ihre Heimat in Katar und Abu Dhabi (Vereinigte Emirate) haben. Angeblich ist sogar die Makhtoum-Familie, die in den Emiraten alle wichtigen Posten bekleidet, am Kauf interessiert. Im Gegenzug gibt Jordan 80 Prozent der Teamanteile ab, von denen 31 Prozent ihm persönlich gehören. 49 Prozent sind noch im Besitz eines irischen Börsenmaklers. Dieser hatte die Anteile im letzten Herbst von der Bank Warburg Pincus erworben, um sie Gewinn bringend zu verkaufen.

Windkanal in der Wüste

Eddie Jordan behält 20 Prozent an seiner Firma und wird auch weiterhin als Teamchef fungieren. Die vage Idee, das Team in den mittleren Osten umziehen zu lassen, ist wieder vom Tisch. Allerdings soll Jordan zukünftig einen nagelneuen Windkanal in den Vereinigten Emiraten nutzen können.

Als der wüste Plan während des Kanada-GP durchsickerte, wiegelte Jordan empört ab: "Es ist noch nichts unterschrieben." Dennoch soll der Deal beim US-Grand Prix verkündet werden, wenn er sich nicht plötzlich als Fata Morgana erweist oder im Treibsand versinkt.

>>> Hier geht´s direkt zum F1-Tippspiel

Täglich wissen was läuft
Hier gibt´s den Gratis-Newsletter rund um Auto, Motor und Sport.

Neues Heft
Top Aktuell Red Bull - Formel 1 - GP Brasilien 2018 Power Ranking GP Brasilien Red Bull lässt Gegner alt aussehen
Beliebte Artikel Sebastian Vettel - GP Brasilien 2018 Was lief bei Ferrari schief? Falsche Flügel in Interlagos Formel Schmidt - GP Brasilien 2018 Formel Schmidt GP Brasilien Verstappen vs. Ocon: Die Schuldfrage
Anzeige
Sportwagen Mercedes-AMG GT R PRO Mercedes-AMG GT R Pro (2019) Sonderserie mit Renn-Genen Mansory Lamborgini Aventador S Mansory tunt Aventador S Carbon so weit das Auge reicht
Allrad Ford Bronco Neuer Ford Bronco 2020 Bald Serie, aber nicht mehr Kult Subaru Crosstrek Hybrid (USA) Subaru Crosstrek Hybrid (2019) XV für die USA als Hybrid
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet W111 (1970) Wiesenthal Mercedes-Auktion Wiesenthal Familiensammlung unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu