Endlich WM-Punkte für Lotus

3 Gründe für Lotus-Wunder

Romain Grosjean - GP USA 2014 Foto: Lotus 20 Bilder

Zum ersten Mal seit dem GP Monaco gab es bei Lotus wieder etwas zu feiern. Der WM-Vierte des Vorjahres fuhr zum dritten Mal in dieser Saison in die Punkteränge. Für Neuzugang Pastor Maldonado war es eine Premiere. Der Formanstieg der Lotus hatte drei Gründe.

Es war ein Lichtblick zur rechten Zeit. Lotus-Chef Gerard Lopez führt derzeit einen Zweifronten-Krieg. Zusammen mit den kleinen Teams lehnt er sich gegen das Establishment auf, um die Einnahmen aus der Formel 1 besser zu verteilen. Auf der anderen Seite sucht Lotus nach dem Fehler im Auto. Vor dem GP USA hatte der WM-Vierte des Vorjahres acht Punkte auf dem Konto. Zuletzt schlug sich Lotus mit Sauber um Platz 8 im Gesamtklassement.

Vergne-Crash verhindert doppelte Punkte für Lotus

Der Lotus E22 wurde mit vielen Fehlern geboren. Die Antriebseinheit ist schlecht in das Auto integriert. Renault hat Lotus nicht immer mit den besten Motoren versorgt. Red Bull hatte Vorrang. Das Auto baut zu viel Luftwiderstand auf, was dazu führt, dass der Abtrieb reduziert werden muss. In langsamen Kurven reißt ab einem bestimmten Einschlagwinkel der Vorderräder der Anpressdruck ab.

In Austin war alles anders. Pastor Maldonado fuhr den Lotus auf Platz 9. Es waren die ersten WM-Punkte des Venezolaners an seinem neuen Arbeitsplatz. Auch Romain Grosjean lag auf Punktekurs. "Als ich plötzlich einem Ferrari und einem McLaren folgen konnte, habe ich mich gefragt: Bin ich im falschen Film?"

Doch dann wurde der Franzose von Jean-Eric Vergne von der Strecke geboxt. "Danach waren der Unterboden und der Frontflügel gebrochen", beschwerte sich Grosjean. Maldonado jubelte: "In den schnellen Kurven ging das Auto richtig gut. Dort haben wir unser Handikap in den langsamen Kurven wettgemacht."

Lotus mit mehr Power und weniger Gewicht

Einsatzleiter Alan Permane atmete auf: "Wir haben noch nie so hart für zwei Punkte gearbeitet." Er nennt drei Gründe für das Lotus-Wunder: "Wir hatten an diesem Wochenende einen neuen Sprit und damit mehr Power. Dank einiger Leichtgewichtsteile war das Auto zum ersten Mal am Gewichtslimit. Und die weichen Reifen sind für unser Auto perfekt. Die kriegen wir problemlos in ihr Arbeitsfenster.

Teamchef Lopez bestätigt: "Pastor ist mit den weichen Reifen 15 Runden gefahren, ohne dass der Grip schlechter wurde. An den Top-Speed-Werten sieht man, dass wir diesmal endlich Power hatten."

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