Daniil Kvyat - Formel 1 - GP China 2015 Foto: xpb
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Entwicklung bei Extra-Motoren

Wann kann Renault Token einsetzen?

Red Bull und Toro Rosso stecken in der Zwickmühle. Drei der vier Fahrer in Red Bull-Farben treten in Bahrain schon mit der dritten von vier Antriebseinheiten an. Und noch keiner der 12 aufgehobenen Token ist aufgebraucht. Wir haben nachgefragt, was das Reglement dazu sagt.

Die Liste der eingesetzten Motorenbausteine bei Red Bull und Toro Rosso nach dem GP China liest sich ernüchternd. Daniel Ricciardo, Daniil Kvyat und Max Verstappen werden beim GP Bahrain mit dem dritten von vier Motoren antreten. Carlos Sainz junior ist noch bei Nummer zwei.

Selbst wenn Ricciardos zweiter Motor noch zu retten ist, wird er nicht vor dem GP Spanien wieder ins System zurückkehren. Er muss in Paris erst einmal untersucht werden. Die GP-Saison 2015 geht am kommenden Wochenende aber erst in ihr viertes von 19 Wochenenden. Startplatzstrafen sind damit programmiert.

Auch bei den anderen Elementen sieht es im Renault-Camp ziemlich düster aus. Mal vorausgesetzt, dass die Triebwerksschäden beim GP China nur den Verbrennungsmotor betroffen haben, ist Ricciardo bei Turbolader, MGU-H, MGU-K und Steuereinheit bereits beim zweiten von vier Kits angelangt.

Die Toro Rosso-Piloten sind nur noch mit der MGU-K bei der ersten Einheit. Da wurde auch schon die Batterie getauscht. Nur zur Information: Mercedes, Ferrari und Williams befinden sich mit allen Bausteinen noch beim ersten Exemplar.

Wann kann Renault seine Token einsetzen?

Bei Renault schrillen die Alarmglocken seit dem GP China besonders laut. Das Kontingent von 4 Motoren schrumpft bedenklich, aber noch keiner der 12 Entwicklungs-Token, die sich die Franzosen für die Saison aufgehoben haben, wurde angefasst. Neuentwicklungen können aber nur bei nicht verplombten Motoren eingebaut werden. Im Fall von Renault also erst beim jeweils vierten Exemplar. Sainz einmal ausgenommen.

Das warf unter den Fans die Frage auf, ob Renault damit nicht schon alle Chancen verspielt hat, weil davon auszugehen ist, dass auch Motor Nummer 4 eingesetzt werden muss, bevor sich die Truppe um Rob White daran machen kann, nach mehr Power zu suchen.

Laut Sportdirektor Cyril Abiteboul hat jetzt die Standfestigkeit Vorrang. "Das wollen wir bis zum GP Monaco im Griff haben." FIA-Rennleiter Charlie Whiting gibt Entwarnung: "Wir verstehen die Regeln so, dass die Token auch im fünften, sechsten oder siebten Motor verwendet werden dürfen. Kein Team bringt mehr als vier Antriebseinheiten freiwillig. Es gibt ja jedes Mal Strafen dafür."

Warum wird Honda für späten Einstieg bestraft?

Das könnte auch für Honda wichtig werden. Bei Fernando Alonso und Jenson Button wird das zugeteilte Kontingent ebenfalls nicht reichen, um über die Saison zu kommen. Die McLaren-Piloten sind beim Motor und der MGU-H bei Nummer zwei, beim Turbolader und der MGU-K bereits bei Nummer drei angelangt. Alonso hat auch schon zwei Batterien und zwei Boxen der Leistungselektronik verbraucht.

Im Gegensatz zu Renault macht Honda den Eindruck, seine Probleme zu verstehen und dafür auch die nötigen Gegenmaßnahmen zu treffen. Das Problem mit dem zerbröselten Antrieb der MGU-K ist in Shanghai nicht mehr aufgetaucht. Für Neuling Honda ist die Beschränkung auf vier Einheiten der sechs Bausteine aber auch so eine harte Nuss.

Force India-Technikchef Andy Green findet das ungerecht: "Honda sollten im ersten Jahr wie Mercedes, Ferrari und Renault 2014 fünf Einheiten erlaubt werden. Wo liegt der Reiz für neue Hersteller, wenn sie in ihrem ersten Jahr schlechter dastehen als die, die bereits 2014 angefangen haben?"

Wir sagen dazu: Ein berechtigter Einwand. Was meinen Sie? Sollte die FIA Honda im Premierenjahr fünf Einheiten zugestehen, um das Gleichheitsprinzip zu wahren?

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