Ergebnis Barcelona F1-Test 2018 (Tag 5)

Ferrari vor Mercedes und Red Bull

Marcus Ericsson - Sauber - F1-Test - Barcelona - Tag 5 - 6. März 2018 Foto: Stefan Baldauf 157 Bilder

Sebastian Vettel hat sich die erste Tagesbestzeit der zweiten Testwoche von Barcelona gesichert. Der Ferrari lief nicht nur schnell sondern auch zuverlässig. Weniger gut lief es am fünften Testtag für McLaren.

Die unterkühlte erste Testwoche haben die Teams hinter sich gelassen. Beim Start in die zweite Hälfte der Wintertestfahrten präsentierte sich das Wetter in Barcelona zum Glück deutlich freundlicher. Bei Spitzentemperaturen von 17°C und andauerndem Sonnenschein fanden die Teams perfekte Bedingungen für ihre Probefahrten vor. Nur der böige Wind machte den Piloten das Leben etwas schwer.

Am besten startete Sebastian Vettel in die zweite Testwoche. In der Früh fuhr der Vizeweltmeister auf Medium-Reifen eine Runde in 1:20.396 Minuten, was zur Tagesbestzeit reichte. Zu euphorisch sollten die Ferrari-Fans aber nicht darauf reagieren. Am Donnerstag war Lewis Hamilton bei seiner Wochenbestzeit mehr als eine Sekunde schneller – ebenfalls auf Medium-Reifen.

Mercedes und Ferrari kugelsicher

Sebastian Vettel - Ferrari - F1-Test - Barcelona - Tag 5 - 6. März 2018 Foto: sutton-images.com
Vettel und Verstappen schafften mehr als 100 Runden.

Zu Beginn der zweiten Testwoche ließ man es bei Mercedes etwas langsamer angehen. Valtteri Bottas blieb in der Früh zwei Zehntel hinter Vettel, Hamilton am Nachmittag vier Zehntel – jeweils auf Soft-Reifen. Das reichte für die Plätze zwei und vier in der Gesamtwertung. Etwas Sorgen machte den Ingenieuren die von außen deutlich sichtbare Blasenbildung mit der weichen Mischung auf der Hinterachse.

Zwischen die Silber-Fahrer schob sich noch Max Verstappen im Red Bull. Dem Holländer fehlten bei seiner schnellsten Runde zweieinhalb Zehntel zur Vettel-Marke. Dabei war er übrigens ebenfalls auf Gummis der Sorte Medium unterwegs. Die gute Red-Bull-Tagesbilanz wurde allerdings durch einen Batterie-Defekt anderthalb Stunden vor Ende der Sitzung getrübt. Verstappen war in Kurve 1 ausgerollt und sorgte für eine von vier Unterbrechungen.

Erst eine Viertelstunde vor dem Ende zeigte sich der Red Bull noch einmal kurz auf der Strecke. Mit 130 Runden kam Verstappen aber trotzdem locker in den dreistelligen Bereich. An Vettels 171 Runden kam er damit aber nicht heran. Der Heppenheimer sicherte sich damit den Bestwert in der Distanzwertung. Genau wie Ferrari zeigte sich auch Mercedes zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison kugelsicher. Hamilton und Bottas drehten gemeinsam 177 Runden.

McLaren kämpft mit Problemen

Stoffel Vandoorne - McLaren - F1-Test - Barcelona - Tag 5 - 6. März 2018 Foto: Stefan Baldauf
Der McLaren von Stoffel Vandoorne blieb gleich zweimal auf der Strecke liegen.

Am anderen Ende der Zuverlässigkeitsskala liegt nach dem fünften von acht Testtagen McLaren. Trotz Wechsel von Honda zu Renault versteckte sich der auffällige Papaya-Renner über weite Strecken des Tages in der Garage. Schon bei der ersten Installationsrunde bockte der MCL33. Stoffel Vandoorne rollte in der Boxengasse aus und musste die letzten Meter von seinen Mechanikern geschoben werden.

Beim zweiten Run nach gut einer Stunde schaltete sich das Auto wegen eines Batterie-Problems auf der Zielgeraden einfach aus. Erst kurz vor der Mittagspause konnte der nächste Anlauf gestartet werden. Doch zwei Stunden vor dem Ende der Sitzung war Vandoorne erneut Schuld an einer Unterbrechung. Nachdem der Hydraulik-Druck abgefallen war, ging es auf der Ladefläche des Abschleppers zurück zur Box.

Auch andere Teams kämpften am Montag mit der Technik: Toro Rosso-Pilot Pierre Gasly überraschte in der Früh mit der fünftbesten Zeit, zeigte sich aber am Nachmittag wegen Bremsproblemen gar nicht mehr auf der Strecke. Haas-Pilot Kevin Magnussen, der sich die sechstbeste Zeit notieren ließ, wurde von einem gebrochenen Unterboden und Hybrid-Problemen eingebremst.

Rundendiät für Hülkenberg

Nico Hülkenberg - Renault - F1-Test - Barcelona - Tag 5 - 6. März 2018 Foto: Stefan Baldauf
Nico Hülkenberg kämpfte am Vormittag mit der Technik.

Auch Nico Hülkenberg kam nicht ungeschoren durch die Sitzung. Ein vermutetes Getriebeproblem in der Früh stellte sich als Sensorfehler heraus. Auch an der Hinterachse spielten die Sensoren den Ingenieuren einen Streich. Und dann passte auch noch das Setup nicht. So kam der Rheinländer vor der Mittagspause nur auf 48 Runden. Nach der Unterbrechung musste Hülk das Auto an Teamkollege Carlos Sainz abgeben, der fast die doppelte Distanz zurücklegte.

Auch bei Sauber wollen wir nicht unerwähnt lassen. Der C37 rückte in der Früh mit einigen Update-Teilen aus – daraunter auch einem neuen Frontflügel. Mit einem Messgitter und grüner FloViz-Farbe überprüften die Techniker, ob das Bauteil auf der Strecke die im Windkanal berechneten Daten liefert. Obwohl das Team von einem spürbaren Fortschritt sprach, kam Marcus Ericsson nicht über Platz 10 hinaus. Immerhin schaffte es der Schwede als einer von nur drei Fahrern über die 100-Runden-Marke.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Bilder des Tages.

Barcelona F1-Test 2018: Ergebnis Tag 5

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Sebastian Vettel Ferrari 1:20.396 Min. 171
2. Valtteri Bottas Mercedes + 0.200 Sek. 86
3. Max Verstappen Red Bull + 0.253 130
4. Lewis Hamilton Mercedes + 0.412 91
5. Pierre Gasly Toro Rosso + 0.577 54
6. Kevin Magnussen Haas F1 + 0.902 96
7. Nico Hülkenberg Renault + 1.036 48
8. Carlos Sainz Renault + 1.059 91
9. Sergey Sirotkin Williams + 1.192 42
10. Sergio Perez Force India + 1.247 93
11. Marcus Ericsson Sauber + 1.310 120
12. Stoffel Vandoorne McLaren + 1.550 38
13. Lance Stroll Williams + 2.541 86
Neuester Kommentar

Toro-Honda geben alles um vor mclaren zu stehen haha hoffe sie schaffen das

AyrtonSeninha 7. März 2018, 10:35 Uhr
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