Sebastian Vettel - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019 Stefan Baldauf
Sebastian Vettel - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019
Carlos Sainz - McLaren - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019
Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019
Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019 203 Bilder

Ergebnis Barcelona F1-Test 2019 (Tag 1)

Ferrari schnell und zuverlässig

Sebastian Vettel fuhr zum Auftakt der Wintertestfahrten in Barcelona nicht nur die Bestzeit, der Ferrari spulte auch die meisten Runden des Tages ab. Red Bull und Mercedes beteiligten sich noch nicht an der Bestzeitenjagd.

Nach knapp drei Monaten Winterpause hat der Formel-1-Zirkus eine neue Spielzeit eingeläutet. Zum ersten Kräftemessen ging es traditionell nach Barcelona. Und im Gegensatz zum Vorjahr präsentierte sich das Wetter in Katalonien am Montag (18.2.2019) von seiner besten Seite. Nach einem kühlen Start in der Früh kletterte das Quecksilber in der Mittagssonne auf bis zu 15°C.

Alle Teams konnten die idealen Bedingungen aber nicht ausnutzen. Williams schaffte es nicht, den neuen FW42 rechtzeitig fertigzustellen. Das Auto wurde zwar über Mittag in die Garage geschoben. Es fehlten aber noch einige wichtige Bauteile. Frühestens am Mittwoch dürfen die Piloten mit der Testarbeit beginnen, erklärten die Teamverantwortlichen mit Bedauern.

Räikkönen im Kiesbett

Die anderen neun Autos starteten pünktlich in den Tag. Doch kaum war die Sitzung um 9.00 Uhr in der Früh angepfiffen, war der Spaß auch schon wieder vorbei. Kimi Räikkönen hatte Kurve 5 etwas zu schwungvoll genommen und sich ins Kiesbett gedreht. Der erst kurz vor der Sitzung vorgestellte Alfa-Romeo-Renner musste vom Abschleppkran geborgen werden.

Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019
xpb
Kimi Räikkönen kam aus eigener Kraft nicht aus dem Kiesbett.

Räikkönen beklagte sich zwar über die kühlen Reifen und den geringen Grip, gab den eigenen Fehler aber mit seinem bekannt trockenen Humor zu: „Da ist mir einfach das Talent ausgegangen.“ Die Teamverantwortlichen nahmen den Fauxpas locker. Der C38 überstand den Ausrutscher ohne Schaden. Am Ende konnte der Tag mit 114 Runden und Platz 5 in der Zeitentabelle als Erfolg gewertet werden.

Noch besser lief es bei Motorenpartner Ferrari. Sebastian Vettel lieferte im roten Werksrenner mit 169 Runden den Tagesbestwert in der Distanzwertung ab. Und auch im Zeitenklassement hatte der Heppenheimer am Ende die Nase vorn. Mit dem mittelharten Reifen (C3) umrundete der Vizeweltmeister den 4,655 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs am Vormittag in 1:18.161 Minuten. Bis auf einen kleinen Dreher in der Schikane lief der Tag für Vettel perfekt.

Neue Autos auf Vorjahresniveau

Die Befürchtung, dass die neuen Regeln die Autos deutlich langsamer machen würden, bewahrheitete sich nicht. Vettel war bereits am ersten Tag auf eine Sekunde an seiner eigenen absoluten Testbestzeit aus dem Vorjahr dran. Selbst die Pole-Position-Zeit von Lewis Hamilton vom 2018er Rennwochenende lag nur zwei Sekunden entfernt. Es wäre keine Überraschung, wenn diese Marke noch während der Wintertests geknackt wird.

Carlos Sainz - McLaren - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019
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Der McLaren ging am Ende der Boxengasse kurz aus, lief ansonsten aber zuverlässig.

Carlos Sainz im McLaren knackte ebenfalls locker die 100er-Runden-Marke. Wir erinnern noch einmal an die Wintertests vor 12 Monaten, als der McLaren mit Abstand die wenigsten Kilometer abspulte. Bis auf ein kleines Antriebsproblem, durch das der orangefarbene Renner kurz am Ende der Boxengasse stehenblieb, lief alles glatt. Mit nur vier Zehnteln Rückstand auf Vettel fand sich der Lokalmatador am Ende auf Rang 2 im Klassement wieder – allerdings war Sainz auf weicheren Reifen (C4) unterwegs.

Dahinter landete der neuerdings schwarz-golden lackierte Haas. Romain Grosjean blieb auf dem C3 eine Sekunde hinter der Bestzeit zurück. In der Früh hatte sich der Franzose wie Vettel einen kleinen Dreher ohne größere Konsequenzen geleistet. Mehr Testzeit ging durch ein Problem mit dem Benzindruck verloren. Der Haas blieb auf der Strecke stehen und sorgte für eine von vier rote Flaggen. So kam Haas am Ende nur auf 65 Runden.

Red Bull und Mercedes starten zurückhaltend

Red Bull landete in der Zeitentabelle nur auf Rang vier. Das Klassement sollte zu einem solch frühen Zeitpunkt des Jahres allerdings nicht überbewertet werden. Wichtiger für alle Fans von Max Verstappen war, dass der Holländer ebenfalls die 100-Runden-Marke überkletterte.

Auch Mercedes legte es zum Teststart nicht auf Bestzeiten an. Valtteri Bottas und Lewis Hamilton teilten sich den Tag, landeten am Ende aber noch hinter Daniil Kvyat im Toro Rosso und Sergio Perez im Racing Point nur auf den Positionen 8 und 9. Mit zusammen 150 Runden präsentierte sich der Silberpfeil immerhin vom Start weg sehr zuverlässig.

Noch weiter hinten fanden sich nur die beiden Renault-Piloten ein. Nico Hülkenberg durfte den R.S.19 am Vormittag fahren, Daniel Ricciardo war am Nachmittag dran. Beide ließen sich fast identische Bestzeiten notieren, die jedoch fast drei Sekunden hinter der Vettel-Marke lagen. Kombiniert knackte aber auch der französische Werksrenner die 100-Runden-Marke, weshalb sich die Sorgen bei der Teamführung in Grenzen hielten.

Ergebnis - Barcelona Test 2019 - Tag 1
Pirelli

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die besten Bilder des Tages.

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