Lando Norris - McLaren - Barcelona-Test 2019 Motorsport Images
Charles Leclerc - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 26. Februar 2019
Pierre Gasly - Red Bull - Barcelona - F1-Test - 26. Februar 2019
Lance Stroll  - Racing Point - Barcelona - F1-Test - 26. Februar 2019
Lewis Hamilton - Mercedes - Barcelona - F1-Test - 26. Februar 2019 185 Bilder

Ergebnis Barcelona F1-Test 2019 (Tag 5)

Bestzeit für McLaren, Probleme bei Mercedes

Zum Auftakt der zweiten Testwoche hat sich McLaren-Pilot Lando Norris die Tagesbestzeit gesichert. Bei Ferrari und Mercedes gab es wegen technischer Probleme längere Reparaturpausen.

Mit großer Spannung warteten die Beobachter am Dienstagfrüh (26.2.2019) in der Boxengasse von Barcelona darauf, dass sich endlich wieder die Garagentore öffneten. Viele Teams hatten für die zweite Testwoche größere Upgrades angekündigt. Zum Auftakt, bei optimalen äußeren Bedingungen, packte aber nur Mercedes in größerem Umfang neue Teile ans Auto.

Lewis Hamilton präsenterte in der Früh einen komplett runderneuerten Silberpfeil. Die Ausbaustufe wurde bereits seit Anfang Januar entwickelt und war keine Reaktion auf die guten Leistungen von Ferrari in der ersten Rennwoche. Den Ingenieuren ging es zunächst darum, Daten über die neuen Aerodynamik-Komponenten zu sammeln. Auf Bestzeitenjagd wurde der Weltmeister nicht geschickt.

Auch Valtteri Bottas blieb in der Zeitentabelle weit zurück – allerdings aus anderen Gründen. Auf seiner ersten Runde nach der Mittagspause musste der Finne den W10 mit abgefallenem Öldruck ausgangs Kurve 3 abstellen. Anstatt sich lange auf Fehlersuche zu begeben, tauschten die Mercedes-Mechaniker kurzerhand die komplette Antriebseinheit. Erst acht Minuten vor dem Ende der Sitzung konnte Bottas seine zweite Runde des Tages beginnen.

Ferrari kämpft mit Überhitzung

Auch bei der Konkurrenz von Ferrari kämpfte man erstmals in diesem Testwinter mit technischen Problemen. Charles Leclerc musste sein Cockpit schon nach wenigen Runden wieder verlassen. Die Ingenieure hatten Überhitzungserscheinungen unter der Haube festgestellt. Es dauerte mehr als zweieinhalb Stunden, bis das Problem endlich behoben war. Leclerc kam in seiner Session somit nur auf 29 Runden.

Etwas besser lief es dann für Sebastian Vettel, der den SF90 am Nachmittag übernehmen durfte. Der Heppenheimer umrundete den 4,655 Kilometer langen Grand Prix-Kurs mit den mittelharten C3-Reifen in 1:17.925 Minuten und spulte insgesamt 81 Runden ab. Das reichte immerhin für Rang 4 im Tagesklassement.

Lando Norris - McLaren - Barcelona - F1-Test - 26. Februar 2019
Stefan Baldauf
Lando Norris fuhr am Nachmittag die schnellste Runde des Tages.

Überraschend ganz vorne in der Wertung zeigte sich McLaren-Rookie Lando Norris. Der Brite fuhr am Nachmittag mit den eine Stufe weicheren C4-Gummis in 1:17.709 Minuten Tagesbestzeit. Die schnellste Runde der Wintertests, die Nico Hülkenberg beim Finale der ersten Woche mit C5-Reifen aufgestellt hatte, verfehlte Norris jedoch um gut 3 Zehntel.

Grund zu großem Jubel gab es bei McLaren allerdings nicht. Auch der MCL34 lief nicht tadellos. Ein Hydraulik-Abfall hatte in der Früh bereits zur ersten Unterbrechung des Tages geführt. Norris war wie Bottas in Kurve 3 ausgerollt. Eine halbe Stunde vor Schluss musste der Rookie seinen Dienstwagen dann erneut unfreiwillig im ersten Sektor neben der Strecke abstellen.

McLaren-Chef Zak Brown zog dennoch ein einigermaßen zufriedenes Fazit zum bisherigen Testverlauf: „Wir sind in der ersten Woche doppelt so viele Kilometer gefahren wie letztes Jahr. Das Mittelfeld liegt wieder ganz eng zusammen. Wir rechnen mit einer halben Sekunde zwischen Platz 4 und 9. Da wird mal der eine, mal der andere vorne liegen.“

Pierre Gasly - Red Bull - Barcelona - F1-Test - 26. Februar 2019
xpb
Pierre Gasly konnte sein Testprogramm wie geplant abspulen.

Red Bull schnell und zuverlässig

Bei Red Bull lief dagegen weiter alles wie am Schnürchen. Pierre Gasly fuhr mit den C3-Reifen nicht nur die zweitschnellste Zeit des Tages, sondern spulte mit 136 Runden auch noch die meisten Kilometer aller Piloten ab. Zwischen Gasly und Vettel gab auch Racing Point ein erstes Lebenszeichen ab. Lance Stroll fuhr die drittschnellste Runde – allerdings mit den ganz weichen C5-Reifen.

Alfa Romeo konnte den guten Eindruck der ersten Woche erneut bestätigen. Antonio Giovinazzi verfehlte in puncto Rundenzahl zwar knapp den Hunderter-Club. Seine persönliche Bestzeit reichte aber locker für Rang 5 im Klassement. Im dreistelligen Rundenbereich bewegten sich dagegen Toro Rosso-Rookie Alex Albon, Haas-Pilot Kevin Magnussen und Williams-Rookie George Russell, die im Klassement auf den Plätzen sechs, acht und neun landeten.

Bei Renault wurde das Tagesprogramm wieder zwischen beiden Piloten aufgeteilt. Nico Hülkenberg spulte in der Früh 80 Runden ab, Daniel Ricciardo kam am Nachmittag auf 77 Umläufe. Bis auf Kleinigkeiten hatte das Team keine technischen Probleme zu berichten. Auf schnelle Runs mit weichen Reifen verzichtete der französische Werksrennstall jedoch. In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die besten Bilder des Tages.

Ergebnis Barcelona F1-Test 2019 - Tag 5

Fahrer Team Zeit Runden
1. Lando Norris McLaren 1:17.709 Min. 80
2. Pierre Gasly Red Bull 1:17.715 Min. 136
3. Lance Stroll Racing Point 1:17.824 Min. 82
4. Sebastian Vettel Ferrari 1:17.925 Min. 81
5. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.589 Min. 99
6. Alexander Albon Toro Rosso 1:18.649 Min. 103
7. Charles Leclerc Ferrari 1:18.651 Min. 29
8. Kevin Magnussen Haas 1:18.769 Min. 131
9. George Russell Williams 1:19.662 Min. 119
10. Daniel Ricciardo Renault 1:20.107 Min. 77
11. Valtteri Bottas Mercedes 1:20.167 Min. 7
12. Lewis Hamilton Mercedes 1:20.332 Min. 83
13. Nico Hülkenberg Renault 1:20.348 Min. 80
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