Carlos Sainz - McLaren - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019 xpb
Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019
Carlos Sainz - McLaren - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019
Valtteri Bottas - Mercedes - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019
Sebastian Vettel - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019 150 Bilder

Ergebnis Barcelona F1-Test 2019 (Tag 6)

Sainz mit Bestzeit, Vettel mit Crash

Carlos Sainz hat am sechsten Testtag für die dritte McLaren-Bestzeit gesorgt. Die größten Schlagzeilen schrieb aber ein heftiger Crash von Sebastian Vettel vor der Mittagspause, der das Ferrari-Programm ordentlich durcheinanderwirbelte.

Die Testfahrten in Barcelona sind am Mittwoch (27.2.2019) in die drittletzte Runde gegangen. Wer auf ein Bestzeiten-Feuerwerk der Top-Teams gehofft hat, der wurde enttäuscht. Noch immer verzichteten Ferrari, Red Bull und Mercedes auf schnelle Runden mit wenig Sprit und weichen Reifen. Im Falle von Sebastian Vettel blieb auch kaum Zeit für Qualifying-Simulationen.

Um 11.10 Uhr hatte der Heppenheimer in der schnellen Kurve 3 bei mehr als 200 km/h die Kontrolle verloren. Ein technisches Problem vorne links sorgte dafür, dass der SF90 führerlos geradeaus durchs Kiesbett fuhr und erst von der TecPro-Bande gestoppt wurde. Während der Pilot die unfreiwillige Stunteinlage ohne Kratzer überstand, war an seinem Dienstwagen größerer Schaden zu beklagen.

Das Rad und die Aufhängung vorne links knickten ab wie Streichholzer. Auch die Nase zerlegte sich in Carbonsplitter. „Der heftige Einschlag erschwerte leider die Suche nach der genauen Schadensursache“, bedauerte Vettel. Die Analyse und die Reparatur des Autos nahm fast den kompletten Nachmittag in Anspruch. Charles Leclerc kam erst acht Minuten vor der karierten Flagge zu einer einzigen Installationsrunde.

Auch Red Bull konnte sein geplantes Programm nicht komplett abspulen. Max Verstappen legte im Rahmen einer Rennsimulation am Nachmittag erst einen Dreher auf die Strecke. Daraus resultierte ein technisches Problem mit dem Getriebe, das den Holländer vorzeitig an die Box zwang. Statt den eigentlich notwendigen 66 Runden für eine Grand Prix-Distanz schaffte der RB15 nur 40 Umläufe.

Mehr als zwei Stunden verschwand das Auto anschließend in der Garage, bevor Verstappen für eine kurze Boxenstopp-Trainingseinheit in den letzten 30 Minuten noch einmal auftauchte. Unter den Augen von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz hatte der Red Bull schon am Vormittag kurz gezickt. Bei einer Startübung schaltete der Honda-Motor einfach ab, was die zweite Unterbrechung des Tages zur Folge hatte.

Max Verstappen - Red Bull - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019
xpb
Max Verstappen legte am Nachmittag eine Pirouette auf die Bahn.

McLaren schnell und zuverlässig

Für die erste rote Flagge war Carlos Sainz verantwortlich. Der McLaren des Spaniers war ebenfalls kurz hinter der Boxenausfahrt stehengeblieben. Ein Problem mit dem Wasserdruck sorgte für eine 20-minütige Pause für den Lokalmatador. Noch vor der Pause zeigte sich Sainz aber mit den C4-Reifen wieder zurück auf der Strecke und fuhr in 1:17.144 Minuten die schnellste Barcelona-Runde des gesamten Testwinters.

Die Sainz-Bestzeit lag noch einmal zweieinhalb Zehntel unter der bisherigen Bestmarke von Nico Hülkenberg, aufgestellt beim Abschluss der ersten Testwoche. Der Rheinländer war dabei jedoch auf den noch weicheren C5-Gummis unterwegs, was die McLaren-Leistung noch aufwertet. Es war bereits die dritte Tagesbestzeit des Traditionsteams aus Woking.

Auch Sergio Perez war am Nachmittag auf einer Qualifying-Simulation unterwegs. Der Mexikaner verpasste jedoch die Vorgabe von Sainz um sieben Zehntel. Und dazu war der Racing-Point-Renner noch mit den ganz weichen C5-Pirellis unterwegs.

Die viertschnellste Zeit – hinter dem vorzeitig gestrandeten Vettel – legte Kimi Räikkönen auf die Bahn. Der Alfa-Pilot blieb dabei aber schon mehr als eine Sekunde von der Bestmarke entfernt – allerdings auf den härteren C3-Reifen. Der Alfa Romeo sorgte in der Früh zudem für erhöhte Aufmerksamkeit der Technikfans. Die Ingenieure hatten ungewöhnliche Vertikal-Finnen auf der Frontpartie montiert.

Auch das zweite Ferrari-Kundenteam von Haas hinterließ einen guten Eindruck. Romain Grosjean fuhr die fünftschnellste Runde des Tages. Selbst ein kleines Sensorproblem am US-Renner konnte den Franzosen nicht davon abhalten, die 100-Runden-Marke zu überspringen.

Lewis Hamilton - Mercedes - Barcelona - F1-Test - 27. Februar 2019
Motorsport Images
Weltmeister Lewis Hamilton spulte am Nachmittag eine Rennsimulation ab.

Mercedes spult 176 Runden ab

Das Auto mit den meisten Kilometern des Tages war der Mercedes. Valtteri Bottas spulte am Vormittag 74 Runden ab, Lewis Hamilton legte im Rahmen einer Rennsimulation am Nachmittag noch 102 Umläufe nach. Besonders schnell präsentierte sich der Silberpfeil aber erneut nicht. Viel Sprit und harte Reifen ließen keine Zeiten für die vordere Hälfte der Tabelle zu.

Gleiches gilt auch für das Werksteam von Renault. Daniel Ricciardo in der Früh- und Nico Hülkenberg in der Spätschicht legten es nicht auf schnelle Runden an. Stattdessen standen Longruns und Aero-Tests auf dem Programm. Hülkenberg erregte am Nachmittag etwas Aufsehen, als er mit einer seltsamen Konstruktion auf der Nase seines R.S.19 unterwegs war, mit der die Verbiegung des Frontflügels gemessen wurde.

Auch den Williams von Robert Kubica sah man regelmäßig mit Sensoren und FloViz-Farbe um den Kurs rollen. Am Vormittag probierte der Pole dann einmal kurz die ganz weichen C5-Reifen aus. Mehr als Platz 11 mit über zwei Sekunden Rückstand brachte der Comebacker damit aber nicht zustande. Immerhin präsentierte sich der FW42 zuverlässig. Zusammen mit Sainz teilte sich Kubica die Krone in der Kilometerwertung. Beide hatten 130 Runden abgespult.

Die besten Bilder des Tages zeigen wir Ihnen in der Galerie.

Ergebnis Barcelona F1-Test 2019 - Tag 6

Fahrer Team Zeit Runden
1. Carlos Sainz Mclaren 1:17.144 Min. (C4) 130
2. Sergio Perez Racing Point 1:17.842 Min. (C5) 88
3. Sebastian Vettel Ferrari 1:18.195 Min. (C3) 40
4. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:18.209 Min. (C4) 113
5. Romain Grosjean Haas 1:18.330 Min. (C5) 120
6. Max Verstappen Red Bull 1:18.395 Min. (C3) 128
7. Daniil Kvyat Toro Rosso 1:18.682 Min. (C4) 101
8. Valtteri Bottas Mercedes 1:18.941 Min. (C3) 74
9. Lewis Hamilton Mercedes 1:18.943 Min. (C3) 102
10. Nico Hülkenberg Renault 1:19.056 Min. (C3) 58
11. Robert Kubica Williams 1:19.367 Min. (C5) 130
12. Daniel Ricciardo Renault 1:22.597 Min. (C1) 72
13. Charles Leclerc Ferrari keine Zeit 1
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