Start - GP Frankreich 2018 sutton-images.com
Esteban Ocon - GP Frankreich 2018
Ocon, Grosjean & Gasly - GP Frankreich 2018
Renault - GP Frankreich 2018
Renault - GP Frankreich 2018
Renault - GP Frankreich 2018 68 Bilder

Ergebnis Formel 1 GP Frankreich 2018

Resultate Training, Qualifying & Rennen

Lewis Hamilton hat den Grand Prix von Frankreich gewonnen und damit wieder die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Sebastian Vettel und Valtteri Bottas stellten nach einer Kollision in der ersten Kurve keine Gefahr für den Weltmeister da.

Nach zwei sieglosen Rennen ist Lewis Hamilton wieder obenauf. Mit einem perfekten Wochenende auf dem Circuit Paul Ricard sicherte sich der Mercedes-Pilot einen überlegenen Sieg in Le Castellet und die Tabellenführung. Von der Pole Position erwischte der Brite einen perfekten Start. In den 53 Rennrunden danach gab er die Führung nur einmal ganz kurz ab, als er zum Boxenstopp musste.

„Ich bin dankbar für dieses problemlose Wochenende. Ich muss mich bei meinen Jungs bedanken, die niemals aufgeben. Dieses Rennen hat richtig Spaß gemacht. Das Wetter hat auch mitgespielt.“ Am Ende rollte Hamilton ungefährdet mit 7 Sekunden Vorsprung vor Red Bull-Pilot Max Verstappen über die Linie. „Das habe ich richtig genossen heute. Ich musste aber nicht besonders hart dafür arbeiten“, grinste der Niederländer.

Vettel nach Startkollision chancenlos

Start - GP Frankreich 2018
sutton-images.com
Vettel nahm am Start Bottas auf die Hörner. Danach ging es nur noch um Schadensbegrenzung.

Verstappen profitierte bei seiner Fahrt aufs Podium von einer Kollision von Valtteri Bottas und Sebastian Vettel in der ersten Kurve. Der Heppenheimer hatte sich verbremst und war dem Finnen im Mercedes ins Heck gekracht. Während am Ferrari der Frontflügel zu Bruch ging, schleppte sich sein Konkurrent mit einem Reifenschaden hinten links an die Box. Beide fielen dadurch ans Ende des Feldes zurück.

„Mein Start war einfach zu gut. Da ging mir der Platz aus“, versuchte sich Vettel zu entschuldigen. „Ich habe noch versucht früher zu bremsen, aber ich konnte nirgends hin. Ich hatte wenig Grip, musste einen weiteren Radius wählen – da war die Kollision mit Valtteri leider unvermeidlich. Das war mein Fehler.“

Weil in der Startrunde noch eine weitere Kollision zwischen dem Toro Rosso von Pierre Gasly und dem Force India von Esteban Ocon viele Trümmerteile auf die Bahn warf, schickte die Rennleitung das Safety-Car raus. Vettel und Bottas verloren dadurch nicht ganz so viel Zeit. Durch den Extra-Boxenstopp hatten sie aber mit der Verteilung der ersten Plätze nichts zu tun. Hinter Verstappen wurde Kimi Räikkönen Dritter. Der Iceman kickte Daniel Ricciardo in den Schlussrunde vom Podium. Der Red Bull-Pilot konnte sich nicht wehren, weil sein Frontflügel durch einen Fremdkörper auf der Strecke beschädigt wurde.

Im Duell Vettel gegen Bottas im Kampf um Rang 5 schien zunächst Bottas die besseren Karten zu haben. Vettel kassierte für seinen Fahrfehler eine 5-Sekunden-Strafe. Doch Bottas konnte den Speed seines Gegners nicht mitgehen, weil er sich bei der Kollision den Unterboden beschädigt hatte. Ein Problem beim Boxenstopp warf den Finnen sogar noch auf Rang 7 hinter Haas-Pilot Kevin Magnussen zurück.

Franzosen ohne Punkte beim Heimspiel

Lange fuhr auch Carlos Sainz auf Kurs zu Rang 6, doch drei Runden vor Schluss fiel der Spanier zum Entsetzen der vielen Renault-Fans mit einem Antriebsproblem zurück. Ein virtuelles Safety-Car, das nach einem Crash von Lance Stroll eingerichtet wurde, half Sainz immerhin noch, die achte Position vor Teamkollege Nico Hülkenberg zu verteidigen. Stroll war in der schnellen Signes-Kurve der linke Vorderreifen geplatzt. Den letzten WM-Punkte staubte Charles Leclerc im Sauber ab.

Für die Franzosen gab es beim Heimspiel keine Punkte. Pierre Gasly räumte wie schon erwähnt in der Startrunde Esteban Ocon ab. Der Force India-Pilot hatte schon bei der Anfahrt zu Kurve 1 eine von Romain Grosjean mitbekommen. Der Haas-Pilot kassierte dafür eine 5-Sekunden-Strafe und hatte damit keine Chance im Kampf gegen Leclerc um den letzten Zähler. Grosjean wurde Elfter und hat immer noch keine WM-Punkte auf dem Konto.

GP Frankreich 2018: Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:30.11,385 Std.
2. Max Verstappen Red Bull + 0:07.090 Min.
3. Kimi Räikkönen Ferrari + 0:25.888
4. Daniel Ricciardo Red Bull + 0:34.736
5. Sebastian Vettel Ferrari + 1:01.935
6. Kevin Magnussen HaasF1 + 1:19.364
7. Valtteri Bottas Mercedes + 1:20.632
8. Carlos Sainz Renault + 1:27.184
9. Nico Hülkenberg Renault + 1:31.973
10. Charles Leclerc Sauber + 1:33.873
11. Romain Grosjean HaasF1 + 1 Runde
12. Stoffel Vandoorne McLaren + 1 Runde
13. Marcus Ericsson Sauber + 1 Runde
14. Brendon Hartley Toro Rosso + 1 Runde
15. Sergey Sirotkin Williams + 1 Runde
16. Fernando Alonso McLaren + 2 Runden
17. Lance Stroll Williams Ausfall
18. Sergio Perez Force India Ausfall
19. Esteban Ocon Force India Ausfall
20. Pierre Gasly Toro Rosso Ausfall

Ergebnis Qualifying: Hamilton holt Pole Nr. 75

Lewis Hamilton hat sich die Pole Position für das Comeback des Frankreich-GPs gesichert. Der Mercedes-Pilot verwies Teamkollege Valtteri Bottas mit einem guten Zehntel Vorsprung auf Rang 2. Sebastian Vettel konnte auf Position 3 nicht in den Kampf um die Pole Position eingreifen.

Nach zwei Niederlagen in Monaco und Montreal scheint Mercedes wieder das Maß der Dinge in der Formel 1 zu sein. In der Qualifikation zum GP Frankreich ließen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas der Konkurrenz keine Chance. Am Ende sicherte sich Hamilton mit einer Bestzeit von 1:30.029 Minuten Jubiläums-Pole Position Nummer 75. Nur Bottas hätte den Weltmeister herausfordern können. Doch am Ende fehlten dem Finnen 0,118 Sekunden auf den Teamkollegen.

„Der letzte Abschnitt des Qualifyings war gar nicht so berauschend. Zum Glück hat es für die Pole Position gereicht“, strahlte Hamilton anschließend. Auch sein Teamkollege konnte mit dem Ergebnis leben. „Ich hatte gestern im zweiten Training durch ein technisches Problem viel Zeit verloren. Durch den Regen im dritten Training konnte ich heute auch nicht viel fahren. Von dem her war der zweite Platz ein Erfolg“, so Bottas.

Vettel chancenlos im Qualifying

Lewis Hamilton - GP Frankreich 2018
sutton-images.com
Jubelt Hamilton auch am Sonntag nach dem Rennen?

Sebastian Vettel will versuchen, die Mercedes im Rennen etwas mehr zu fordern. Der Heppenheimer ist schon das ganze Wochenende auf der Suche nach einem guten Rhythmus: „Es ist schwierig hier auf dieser Strecke die richtige Balance zu finden. Ich habe am Ende alles versucht, habe es aber offenbar etwas übertrieben. Wenn man hier zu aggressiv zu Werke geht, dann verliert man eher noch Zeit als dass man schneller wird.“

Direkt hinter Vettel lauern am Start die beiden Red Bull. Max Verstappen gewann das Teamduell gegen Daniel Ricciardo um 2 Zehntel und sicherte sich damit Rang 4. Genau wie die beiden Mercedes vorne wird das Red Bull-Duo das Rennen am Sonntag auf den mittelharten Supersofts starten, mit denen sie im Q2 ihre schnellste Runde gefahren waren.

Ferrari fuhr dagegen das ganze Qualifying mit den ganz weichen Ultrasofts. In der Theorie müssen die roten Autos im Rennen also etwas früher an die Box kommen. Pirelli erwartet wegen des neuen Asphalts ein Einstopp-Rennen. „Im Training waren wir auf den Longruns ganz gut dabei. Dazu haben wir noch eine andere Reifenstrategie. Mal sehen was passiert.“ Von Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari kann Vettel keine Schützenhilfe erwarten. Der Iceman landete nach einigen Fehlern nur auf Rang 6.

Leclerc bringt Sauber ins Q3

Charles Leclerc - GP Frankreich 2018
sutton-images.com
Charles Leclerc startet sensationell auf Platz 8. Dabei schaut er Kimi Räikkönen in den Diffusor, der von Position 6 losfährt.

Bester Pilot hinter den drei Top-Teams war Carlos Sainz im Renault auf Platz 7. Direkt dahinter stellte Rookie Charles Leclerc seinen Sauber sensationell auf die achte Position. Zuletzt startete ein Auto des Schweizer Rennstalls 2015 in Österreich von so weit vorne. Damals war es Felipe Nasr, der nach Platz 9 im Qualifying durch eine Strafe für Daniil Kvyat noch eine Position nach vorne rutschte.

Das Haas-Duo Kevin Magnussen und Romain Grosjean rundete die Top Ten ab. Eigentlich machte Lokalmatador Grosjean den stärkeren Eindruck. Doch ein Crash im Q3 entschied das teaminterne Duell zu Gunsten von Magnussen.

Nico Hülkenberg verpasste die letzte Runde des Qualifyings dagegen knapp. Sechs Hundertstel fehlten dem Renault-Piloten im entscheidenden Versuch auf das rettende Ufer. Der Pilot wusste anschließend nicht genau, wo er die Zeit liegengelassen hatte. „Das war eigentlich eine gute Runde.“ Um den Rheinländer herum stehen mit Esteban Ocon auf Platz 11 und Sergio Perez auf Rang 13 zwei Piloten seines Ex-Teams Force India.

Ganz am Ende finden sich die beiden ehemaligen Weltmeisterteams McLaren und Williams wieder. Fernando Alonso, Stoffel Vandoorne, Sergey Sirkotkin und Lance Stroll beginnen das Rennen am Sonntag von den Positionen 16 bis 19. Nur Brendon Hartley startet nach seiner Motorenstrafe noch weiter hinten. Der Wechsel der Antriebseinheit wirft den Australier auf den letzten Platz.

GP Frankreich 2018: Ergebnis Qualifikation

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:31.271 1:30.645 1:30.029
2. Valtteri Bottas Mercedes 1:31.776 1:31.227 1:30.147
3. Sebastian Vettel Ferrari 1:31.820 1:30.751 1:30.400
4. Max Verstappen Red Bull 1:31.531 1:30.818 1:30.705
5. Daniel Ricciardo Red Bull 1:31.910 1:31.538 1:30.895
6. Kimi Räikkönen Ferrari 1:31.567 1:30.772 1:31.057
7. Carlos Sainz Renault 1:32.394 1:32.016 1:31.126
8. Charles Leclerc Sauber 1:32.538 1:32.055 1:32.635
9. Kevin Magnussen HaasF1 1:32.169 1:31.510 1:32.930
10. Romain Grosjean HaasF1 1:32.083 1:31.472 ohne Zeit
11. Esteban Ocon Force India 1:32.786 1:32.075
12. Nico Hülkenberg Renault 1:32.949 1:32.115
13. Sergio Perez Force India 1:32.692 1:32.454
14. Pierre Gasly Toro Rosso 1:32.447 1:32.460
15. Marcus Ericsson Sauber 1:32.804 1:32.820
16. Fernando Alonso McLaren 1:32.976
17. Brendon Hartley* Toro Rosso 1:33.025
18. Stoffel Vandoorne McLaren 1:33.162
19. Sergey Sirotkin Williams 1:33.636
20. Lance Stroll Williams 1:33.729
* + 15 Plätze Strafe
Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:31.271 1:30.645 1:30.029
2. Valtteri Bottas Mercedes 1:31.776 1:31.227 1:30.147
3. Sebastian Vettel Ferrari 1:31.820 1:30.751 1:30.400
4. Max Verstappen Red Bull 1:31.531 1:30.818 1:30.705
5. Daniel Ricciardo Red Bull 1:31.910 1:31.538 1:30.895
6. Kimi Räikkönen Ferrari 1:31.567 1:30.772 1:31.057
7. Carlos Sainz Renault 1:32.394 1:32.016 1:31.126
8. Charles Leclerc Sauber 1:32.538 1:32.055 1:32.635
9. Kevin Magnussen HaasF1 1:32.169 1:31.510 1:32.930
10. Romain Grosjean HaasF1 1:32.083 1:31.472 ohne Zeit
11. Esteban Ocon Force India 1:32.786 1:32.075
12. Nico Hülkenberg Renault 1:32.949 1:32.115
13. Sergio Perez Force India 1:32.692 1:32.454
14. Pierre Gasly Toro Rosso 1:32.447 1:32.460
15. Marcus Ericsson Sauber 1:32.804 1:32.820
16. Fernando Alonso McLaren 1:32.976
17. Brendon Hartley* Toro Rosso 1:33.025
18. Stoffel Vandoorne McLaren 1:33.162
19. Sergey Sirotkin Williams 1:33.636
20. Lance Stroll Williams 1:33.729
* + 15 Plätze Strafe

Ergebnis Training 3: Regen stört Test-Programm

Ein kräftiger Regenschauer kurz nach Beginn des dritten Trainings hat das Testprogramm der Teams ordentlich durcheinander gebracht. Valtteri Bottas führte die wenig aussagekräftige Zeitentabelle an. Die Zuschauer schauten wieder in die Röhre.

Wenn die Formel 1 an eine neue Strecke kommt, dann wünschen sich die Ingenieure bei der Setup-Arbeit vor allem konstante Bedingungen. Doch dieser Wunsch wurde den Technikern am Samstag (23.6.2018) nicht erfüllt. Kaum war die Ampel am Boxenausgang zu Beginn des dritten Training auf grün gesprungen, erreichten die ersten dunklen Wolken das westliche Ende der Strecke.

Mehr als eine Handvoll schnelle Runden auf trockener Strecke waren nicht drin. Valtteri Bottas machte sich als einer der ersten auf den Weg und sicherte sich in 1:33.666 Minuten die Trainingsbestzeit. Teamkollege Lewis Hamilton kam etwas langsamer in die Gänge. Als der Weltmeister die Garage verließ, hatte es in Kurve 5 schon angefangen zu tröpfeln.

Kein Betrieb auf feuchter Strecke

Mit zunehmendem Regen kehrte ein Auto nach dem anderen zurück an die Boxen. Die Fans, die am Vortag noch stundenlang in den Staus festgesteckt hatten, bekamen erneut keine Action geboten. Erst 10 Minuten vor dem Ende erbarmten sich einige wenige Piloten, doch noch ein paar Runden zu gehen. Das Lob geht hier vor allem an die beiden Williams, die beiden Toro Rosso sowie Fernando Alonso im McLaren und Charles Leclerc im Sauber.

Die ausgefallene Sitzung könnte sich aber doch noch als Segen herausstellen. Die Piloten konnten ihre Setup-Umbauten in der Nacht zum Samstag nicht wie gewünscht auf trockener Strecke testen. Gut möglich, dass die fehlenden Daten beim Thema Balance, Grip und Reifenabbau im Qualifying und im Rennen noch für Überraschungen sorgen.

Regen auch im Rennen?

Die fehlende Action auf feuchter Strecke könnten einige Fahrer auch noch bereuen. Für den Rennsonntag sind Sommergewitter in der Region Provence vorhergesagt. Wenn die Wolken wieder zufällig die Strecke treffen, dann hätten die Erfahrungswerte aus dem dritten Training sicher geholfen. Aber darauf verzichteten die meisten Piloten wegen des erhöhten Unfallrisikos.

GP Frankreich 2018: Ergebnis 3. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:33.666 Min. 3
2. Carlos Sainz Renault + 1.287 Sek. 3
3. Charles Leclerc Sauber + 1.346 5
4. Fernando Alonso McLaren + 2.699 4
5. Sebastian Vettel Ferrari + 3.090 5
6. Stoffel Vandoorne McLaren + 3.881 4
7. Pierre Gasly Toro Rosso + 4.651 5
8. Marcus Ericsson Sauber + 4.784 3
9. Sergio Perez Force India + 5.975 4
10. Daniel Ricciardo Red Bull + 6.072 3
11. Esteban Ocon Force India + 6.421 4
12. Lewis Hamilton Mercedes + 7.077 3
13. Kimi Räikkönen Ferrari + 16.045 3
14. Lance Stroll Williams + 28.733 4
15. Sergey Sirotkin Williams + 30.427 5
16. Kevin Magnussen HaasF1 ohne Zeit 1
17. Brendon Hartley Toro Rosso ohne Zeit 3
18. Romain Grosjean HaasF1 ohne Zeit 1
19. Nico Hülkenberg Renault ohne Zeit 2
20. Max Verstappen Red Bull ohne Zeit 3

Ergebnis Training 2: Zweite Bestzeit für Hamilton

Nach der Bestzeit im ersten Training konnte Lewis Hamilton auch in der zweiten Session am Nachmittag die schnellste Runde drehen. Erster Verfolger scheint Red Bull. Sebastian Vettel kam noch nicht richtig in Schwung.

Für Lewis Hamilton hätte der erste Trainingstag von Paul Ricard nicht besser laufen können. Nachdem der Weltmeister in der Früh mit einer Trainingsbestzeit in das Frankreich-Wochenende gestartet war, ließ er in der zweiten Sitzung am Nachmittag direkt die nächste Bestmarke folgen. Seine Zeit von 1:32.539 Minuten lag allerdings 3 Zehntel unter der schnellsten Runde vom Auftakt..

Für Teamkollege Valtteri Bottas lief es dagegen gar nicht rund. Der Finne musste sein Trainingsprogramm schon nach 7 Runden beenden. Ein Wasserleck in einem Kühler konnte auf die Schnelle nicht behoben werden. So landete der zweite Silberpfeil nur auf der siebten Position. Es bleibt abzuwarten, wie schwer der Nachteil der verpassten Longruns auf der für alle Piloten neuen Strecke wiegt.

Red Bull 7 Zehntel hinter Hamilton

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Frankreich - Circuit Paul Ricard - 22. Juni 2018
Red Bull
Red Bull landete auf den Plätzen 2 und 3 - konnte das Hamilton-Tempo aber nicht mitgehen.

Durch das Technik-Pech von Bottas machte das Red Bull-Duo die Plätze hinter Hamilton unter sich aus. Daniel Ricciardo gewann das teaminterne Duell gegen Max Verstappen mit 28 Tausendstel Vorsprung. Hamilton konnten beide aber nicht herausfordern. Der Rückstand auf Mercedes betrug mehr als 7 Zehntel.

Auch Ferrari schien das Tempo von Hamilton nicht mitgehen zu können. Kimi Räikkönen auf Rang 5 wies bereits fast 9 Zehntel Rückstand auf. Sebastian Vettel wurde 1,1 Sekunden hinter der Bestzeit nur Fünfter. In der Früh hatte der Heppenheimer mit einem Lenkungsproblem viel Zeit verloren. Am Nachmittag fand er nicht recht den Rhythmus.

„Ich glaube, das Auto ist schnell, aber irgendwie war ich heute zusammen mit dem Auto nicht schnell“, erklärte Vettel anschließend. „Es ist nicht so einfach, hier alles richtig hinzubekommen. Ich habe versucht mit den Linien zu spielen und verschiedene Sachen mit dem Setup auszuprobieren. Ich hoffe, wir ziehen die richtigen Schlüsse und sind morgen etwas besser unterwegs.“

Direkt hinter Vettel landete Lokalmatador Romain Grosjean auf Position 6. Teamkollege Kevin Magnussen auf Rang 9 bestätitgte den guten Eindruck der Haas-Renner. Dazwischen schob sich noch Le-Mans-Sieger Fernando Alonso auf Platz 8. Der McLaren-Pilot fuhr seine schnelle Runde allerdings deutlich später als die Konkurrenz, als die Strecke mehr Grip bot. Am Ende legte Alonso auch noch einen Dreher auf den Asphalt, der allerdings ohne Folgen blieb.

Force India verliert Rad

Pierre Gasly landete noch vor Nico Hülkenberg auf dem zehnten Rang. Toro Rosso scheint also wieder ein Kandidat für WM-Punkte. Allerdings macht die Zuverlässigkeit dem Red Bull-Juniorteam weiter Sorgen. Gaslys Teamkollege Brendon Hartley musste sein Auto 7 Minuten vor der Sitzung mit einem Antriebsproblem abstellen.

Auch bei Force India lief nicht alles glatt. Kurz vor Halbzeit der Sitzung verlor Sergio Perez plötzlich das linke Hinterrad. Offenbar war das Rad nicht richtig befestigt. Die Rennleitung unterbrach das Training für 10 Minuten, bis das losgelöste Rad und das dreirädrige Auto geborgen waren. Dem finanziell angeschlagenen Team droht nun noch eine Geldstrafe für das Verursachen einer gefährlichen Situation.

GP Frankreich 2018: Ergebnis 2. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:32.539 Min. 27
2. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.704 31
3. Max Verstappen Red Bull + 0.732 24
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.887 29
5. Sebastian Vettel Ferrari + 1.150 35
6. Romain Grosjean HaasF1 + 1.160 30
7. Valtteri Bottas Mercedes + 1.617 7
8. Fernando Alonso McLaren + 1.861 24
9. Kevin Magnussen HaasF1 + 1.918 33
10. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.996 35
11. Nico Hülkenberg Renault + 2.528 30
12. Carlos Sainz Renault + 2.547 33
13. Stoffel Vandoorne McLaren + 2.633 28
14. Charles Leclerc Sauber + 3.044 33
15. Brendon Hartley Toro Rosso + 3.158 31
16. Esteban Ocon Force India + 3.166 25
17. Lance Stroll Williams + 3.397 34
18. Sergey Sirotkin Williams + 3.431 35
19. Sergio Perez Force India + 3.541 13
Marcus Ericsson Sauber keine Zeit ---

Ergebnis Training 1: Hamilton setzt erste Bestzeit

Lewis Hamilton hat sich die erste Trainingsbestzeit des Frankreich-Wochenendes gesichert. Der Mercedes-Pilot fuhr auf dem Circuit Paul Ricard 14 Hunderstel schneller als Teamkollege Valtteri Bottas. Sebastian Vettel kam nur auf Rang fünf.

Die Formel 1 ist endgültig zurück in Frankreich. Am Freitag (22.6.2018) durften die 20 Piloten im Auftakttraining die ersten Proberunden auf der renovierten Strecke von Le Castellet drehen. Der Kurs präsentierte dabei größere Herausforderungen, als zuvor prognostiziert. Die Fans bekamen einenen Dreher nach dem anderen geliefert.

Ericsson-Sauber in Flammen

Kimi Räikkönen, Charles Leclerc, Esteban Ocon, Lance Stroll, Stoffel Vandoorne und Brendon Hartley schossen bei der Suche der Limits etwas über das Ziel hinaus und legten Pirouetten auf den noch sehr staubigen Asphalt. Auch der böige Wind erwischte die Fahrer immer wieder auf dem falschen Fuß. Vor allem in der langen Rechtskehre Kurve 6 rutschten die Autos reihenweise neben die Strecke.

Den heftigsten Abflug leistete sich Marcus Ericsson in der Le Beausset-Kurve (T11). Bei mehr als 300 km/h verlor der Schwede die Kontrolle über das Heck seines Saubers. Trotz großflächiger Auslaufzone schlug das Auto noch hart in die Bande an. Zum allem Überfluss fing das Heck des Rennwagens auch noch Feuer. Ericsson konnte zum Glück aus eigener Kraft austeigen, bevor der Brand das Cockpit erreichte.

Mercedes mit Doppelspitze

Lewis Hamilton - GP Frankreich 2018
xpb
Hamilton fand auf dem Circuit Paul Ricard schnell in die Spur.

Auch Lewis Hamilton musste einmal in die Auslaufzone, nachdem er dem langsam bummelnden McLaren von Stoffel Vandoorne kurz vor der Schikane ausweichen musste. Nach dem kurzen Schreckmoment kam der Weltmeister aber immer besser in Schwung. In 1:32.231 Minuten sicherte sich der Mercedes-Pilot die erste Bestzeit des Wochenendes. Mit Valtteri Bottas auf Rang 2 fand sich auch der zweite Mercedes weit vorne im Klassement wieder.

Beide Silberpfeile waren am Freitag mit der neuen Motor-Ausbaustufe unterwegs. Bis zuletzt machte das Weltmeisterteam ein Geheimnis daraus, ob das Upgrade wirklich einsatzbereit ist. Die Konkurrenz war aber nicht weit entfernt. Daniel Ricciardo auf Rang 3 fehlten nur 3 Zehntel zur Bestzeit.

Vettel lässt es ruhig angehen

Dahinter folgten die beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel, die den Rückstand auch noch innerhalb einer Sekunde halten konnten. Die Scuderia-Fans sollten sich keine großen Sorgen machen. Vettel lässt es am Freitag traditionell etwas ruhiger angehen. Der Heppenheimer konnte dieses Jahr noch keine Trainingsbestzeit markieren. Dazu kam noch ein längerer Setup-Umbau, der den 30-Jährigen etwas Zeit auf der Strecke kostete.

Auch Max Verstappen musste eine längere Reparaturpause zwischendurch einlegen. So kam der Red Bull-Pilot hinter Lokalmatador Romain Grosjean im Haas nur auf Rang 7. Dahinter folgte mit Pierre Gasly direkt der nächste Franzose auf Position 8. Die Rundenzeit des Toro-Rosso-Piloten muss sogar noch etwas höher eingeschätzt werden, da er auf den etwas härteren Supersofts unterwegs war, während die Piloten vor ihm auf den in der Theorie etwas schnellern Ultrasofts ihre Bestmarken setzten.

Hülkenberg weit hinten

Dahinter rundeten Sergio Perez (Force India) und Kevin Magnussen (HaasF1) die Top Ten ab. Für Nico Hülkenberg lief es dagegen noch nicht ganz rund. Der Renault-Pilot landete beim ersten Test für das Heimspiel seines Arbeitgebers nur auf Rang 18. Besorgniserregend ist die Situation aber nicht. Teamkollege Carlos Sainz ließ sich immerhin die elftbeste Zeit notieren.

Viele Zuschauer verfolgten das Schauspiel im ersten Training übrigens nicht. Auf den heillos überlasteten Zufahrtsstraßen brach am Vormittag ein großes Verkehrschaos aus. Die Staus führten dazu, dass die meisten Tribünen leer blieben. Der Veranstalter riet allen Fans, am Samstag und Sonntag rechtzeitig loszufahren und Wartezeiten einzukalkulieren.

GP Frankreich 2018: Ergebnis 1. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:32.231 Min. 25
2. Valtteri Bottas Mercedes + 0.140 Sek. 29
3. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.296 25
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.772 23
5. Sebastian Vettel Ferrari + 0.941 19
6. Romain Grosjean HaasF1 + 1.087 22
7. Max Verstappen Red Bull + 1.100 15
8. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.454 23
9. Sergio Perez Force India + 1.488 26
10. Kevin Magnussen HaasF1 + 1.877 23
11. Carlos Sainz Renault + 2.027 25
12. Esteban Ocon Force India + 2.253 14
13. Charles Leclerc Sauber + 2.282 21
14. Marcus Ericsson Sauber + 2.282 21
15. Brendon Hartley Toro Rosso + 2.433 25
16. Fernando Alonso McLaren + 2.433 20
17. Lance Stroll Williams + 2.433 28
18. Nico Hülkenberg Renault + 2.762 24
19. Stoffel Vandoorne McLaren + 2.790 24
20. Sergey Sirotkin Williams + 2.874 25
Zur Startseite
Motorsport Aktuell Sebastian Vettel - GP Frankreich 2018 Fahrer wollen keine Schikane Kritik an Paul Ricard-Layout
Mehr zum Thema GP Frankreich (Formel 1)
F1-Tagebuch - GP Frankreich 2018
Aktuell
F1-Triple-Header - Frankreich, Österreich, England 2018
Aktuell
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich - 28. Juni 2018
Aktuell