Ergebnis Formel 1 GP Monaco 2018

Resultate Training, Qualifying & Rennen

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2018 - Rennen Foto: sutton-images.com 61 Bilder

Daniel Ricciardo hat den GP Monaco 2018 gewonnen. Ein Spaziergang war es aber nicht. Ein Problem mit der Power Unit schränkte den Speed des Red Bull beträchtlich ein. Sebastian Vettel konnte trotzdem nicht profitieren.

Es war eine Verteidigungsschlacht von Daniel Ricciardo. Mit einem krönenden Abschluss. Nach 78 Runden kreuzte der Australier als erster Fahrer den Zielstrich im Fürstentum. Für den Mann aus Perth ist es der siebte Sieg der Karriere und der erste in Monte Carlo. Mit Sicherheit der prestigeträchtigste Erfolg für ihn. „Ich musste zwei Jahre lang auf die Wiedergutmachung warten“, sprach der Sieger den GP Monaco 2016 an, als er durch einen verpatzten Boxenstopp den sicher geglaubten ersten Platz verloren hatte. „Es fühlt sich unglaublich an. Nachdem ich Leistung verlor, dachte ich, das Rennen sei gelaufen. Aber ich habe es nach Hause gebracht.“

Power Unit lässt Ricciardo zittern

Die ersten 17 Runden kontrollierte der Pole-Mann nach gewonnenem Start das Geschehen. Dann wechselte Ricciardo von Hypersofts auf Ultrasofts und die Probleme begannen. Plötzlich büßte das Auto mit der Startnummer 3 massiv an Performance ein. Ein Problem mit der Antriebseinheit ließ Ricciardo schwitzen. Es fehlte Leistung. Sebastian Vettel klebte ihm im Heck, konnte aber kein Überholmanöver setzen. In der Schlussphase musste Vettel nach einer VSC-Phase abreißen lassen. Immerhin verkürzte der Ferrari-Pilot durch den zweiten Rang den Rückstand in der Weltmeisterschaft um drei Punkte gegen Lewis Hamilton.

Der Mercedes-Pilot wurde Dritter. Hamilton wechselte bereits in Runde 12 als Erster der Spitzengruppe die Reifen. Es half dem WM-Führenden nicht, Positionen zu gewinnen. Für kurze Zeit robbte Hamilton zwar an das Spitzenduo heran, fiel im Schlussabschnitt jedoch wieder zurück. Hamilton klagte über Reifenprobleme.

Bottas taktiert richtig, hat aber Pech

Kimi Räikkönen behielt seinen vierten Startplatz vom Start bis ins Ziel. Valtteri Bottas hatte zwar die bessere Geschwindigkeit und mit dem Supersoftreifen auch den besseren Gummi für den zweiten Rennstint, doch am finnischen Landsmann gab es kein Vorbeikommen.

Eine Kollision zwischen Charles Leclerc und Brendon Hartley in der 72. Runde schien das Rennen kurz vor Schluss noch einmal zu würzen. Doch die Rennleitung entschied sich gegen ein echtes Safety Car und rief stattdessen eine VSC-Phase auf. Keiner wechselte in dieser Phase die Reifen. So blieb es bei der Reihenfolge. Leclerc war dem Toro Rosso mit voller Wucht ins Heck gekracht, nachdem die Bremse am Sauber vorne links versagt hatte.

Esteban Ocon sicherte sich im Force India den sechsten Rang. Vor Pierre Gasly, den ein später Reifentausch von Rang zehn nach vorne spülte. Nico Hülkenberg kam sogar noch später zum einigen Reifentausch (Runde 50) und schaffte es auf die achte Position. Max Verstappen zeigte einige Überholmanöver. Dazu halfen ihm die Strategen, um vom letzten Rang in die Punkte zu gelangen. Den letzten Zähler ergatterte Carlos Sainz im zweiten Renault.

GP Monaco 2018: Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Daniel Ricciardo Red Bull 1:42.54,807 Std.
2. Sebastian Vettel Ferrari + 0:07.336 Min.
3. Lewis Hamilton Mercedes + 0:17.013
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0:18.127
5. Valtteri Bottas Mercedes + 0:18.822
6. Esteban Ocon Force India + 0:23.667
7. Pierre Gasly Toro Rosso + 0:24.331
8. Nico Hülkenberg Renault + 0:24.839
9. Max Verstappen Red Bull + 0:25.317
10. Carlos Sainz Renault + 1:09.013
11. Marcus Ericsson Sauber + 1:09.864
12. Sergio Perez Force India + 1:10.461
13. Kevin Magnussen HaasF1 + 1:14.823
14. Stoffel Vandoorne McLaren + 1 Runde
15. Romain Grosjean HaasF1 + 1 Runde
16. Sergey Sirotkin Williams + 1 Runde
17. Lance Stroll Williams + 2 Runden
18. Brendon Hartley Toro Rosso Ausfall
19. Charles Leclerc Sauber Ausfall
20. Fernando Alonso McLaren Ausfall

GP Monaco 2018 – Ergebnis Qualifying

Ricciardo holt die Pole

Der eine Red Bull startet von ganz vorn, der andere von ganz hinten. Während Daniel Ricciardo über die zweite Karriere-Pole strahlt, schaute Max Verstappen in der Qualifikation zu. Sebastian Vettel stellte seinen Ferrari vor Lewis Hamilton in die erste Startreihe.

Daniel Ricciardo ist in Monte Carlos Straßen bislang nicht zu bezwingen. Nach den drei Trainingssitzungen bestimmte der Australier auch alle drei Qualifikationsteile und angelte sich die beste Ausgangsposition für die Leitplanken-Schlacht im Fürstentum am Sonntag. Im entscheidenden Quali-Durchgang saß bereits der erste Schuss. Die Kontrahenten bissen sich an der Rundenzeit von 1:10.810 Minuten die Zähne aus.

Ricciardos zweite Pole im Fürstentum

Für den sechsmaligen GP Sieger ist es die zweite Pole-Position der Laufbahn. Seine erste hatte er vor zwei Jahren ebenfalls in Monaco eingefahren. Das war auch gleichzeitig die letzte Pole für Red Bull, das an diesem Wochenende den 250. GP-Start feiert.

Ferrari und Sebastian Vettel fehlten 0,229 Sekunden auf den Spitzenrang. Immerhin qualifizierte sich der Heppenheimer vor seinem WM-Rivalen Lewis Hamilton. Es ist eine gute Chance für Vettel, den Rückstand in der Weltmeisterschaft von aktuell 17 Punkten zu verkürzen.

Valtteri Bottas - Mercedes  - GP Monaco - Formel 1 - Samstag - 26.5.2018 Foto: Wilhelm
Sebastian Vettel hatte wie Lewis Hamilton keine Chance gegen Daniel Ricciardo.

Hamilton teilt sich die zweite Startreihe mit Kimi Räikkönen. Der Finne verlor bereits das fünfte Quali-Duell in dieser Saison gegen den Teamkollegen. Valtteri Bottas fehlte nach dem kleinen Ausrutscher im dritten Training das volle Vertrauen in den Silberpfeil. Er wurde Fünfter.

Im Mittelfeld ging es unheimlich eng zu. Zwischen Rang sechs und Rang zehn lagen nur rund eineinhalb Zehntel. Esteban Ocon ließ Force India jubeln. Im letzten Moment quetschte sich der Franzose vorbei an Fernando Alonso und Carlos Sainz. Die Top 10 rundeten Sergio Perez und Pierre Gasly ab.

Alle Autos aus Q3 gehen mit den Hypersofts in den ersten Rennteil. Mercedes versuchte sich in Quali zwei zwar mit den Ultrasofts, wechselte zur Sicherheit aber doch auf den weichsten Pirelli-Kleber zurück, um sich ins Q3 zu schieben.

Hülkenberg in Q2 raus

Nico Hülkenberg startet den GP Monaco 2018 auf dem elften Rang und hat damit als erster Fahrer freie Reifenwahl. Am Einzug in den letzten Quali-Durchgang schrammte der Renault-Pilot um knapp eine Zehntelsekunde vorbei.

Stoffel Vandoorne kassierte die sechste Trainingsniederlage im sechsten Rennen gegen Alonso. Diesmal war der erfahrene Teamkollege um fast zwei Zehntel schneller. Hinter dem Belgier sortierte sich Williams-Mann Sergey Sirotkin mit einer guten Leistung ein. Der Russe hat Teamkollege Lance Stroll an diesem Wochenende klar im Griff und gleicht im teaminternen Quali-Duell 2018 aus. Im Vergleich zum GP Spanien kann Williams diesmal im Mittelfeld mitmischen. Obwohl die Strecke in Monte Carlo den weiß-blauen Rennwagen in der Vergangenheit nicht gelegen hatten.

Immerhin schaffte es Charles Leclerc ins Q2. Vor heimischem Publikum war aber an den Aufstieg in den Final-Teil nicht zu denken. Dafür war der Monegasse im Sauber C37 rund vier Zehntel zu langsam. Romain Grosjean plagte sich auf die 15. Position. HaasF1 grübelt. „Wir sind einfach saulangsam und wissen nicht warum“, berichtete Teamchef Guenther Steiner schon vor dem Qualifying. Durch seine Strafe nach dem GP Spanien rückt Grosjean noch um drei Startpositionen zurück.

Red Bull wird nicht rechtzeitig fertig

Max Verstappen konnte nach seinem Leitplankeneinschlag im dritten Training nicht am Qualifying teilnehmen. Die Red Bull-Mechaniker bekamen das Auto mit der Startnummer 33 nicht rechtzeitig repariert. Schuld daran waren das kaputte Getriebe und die Vorderradaufhängung. Eine rettende Rotphase, die zusätzliche Reparaturzeit gewährt hätte, gab es im ersten Durchgang nicht. Die Konsequenz ist der letzte Startplatz. Das denkbar größte Malheur auf einer Strecke, wo Überholen praktisch unmöglich ist.

Brendon Hartley verabschiedete sich ebenfalls nach den ersten 18 Minuten. Dabei war der Toro Rosso-Fahrer in der dritten Übungseinheit noch erster Verfolger der drei Topteams gewesen. In seinem letzten Versuch lief er im Tunnel auf einen der Force India auf. Auf Teamkollege Pierre Gasly büßte Hartley etwas mehr als zwei Zehntelsekunden ein. Zu viel auf einem kurzen Kurs wie Monte Carlo.

Marcus Ericsson erzielte im zweiten Sauber die 17. langsamste Rundezeit des Nachmittages. Es reichte, um immerhin Lance Stroll und Kevin Magnussen hinter sich zu halten. Für den Dänen geht ein verkorkstes Wochenende weiter. Ein Punkte-Resultat wie noch zwei Wochen zuvor in Barcelona kann Magnussen ohne Zwischenfälle im Rennen abschreiben. Wie auch Stroll.

GP Monaco 2018: Ergebnis Qualifikation

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Daniel Ricciardo Red Bull 1:12.013 1:11.278 1:10.810
2. Sebastian Vettel Ferrari 1:12.415 1:11.518 1:11.039
3. Lewis Hamilton Mercedes 1:12.460 1:11.584 1:11.232
4. Kimi Räikkönen Ferrari 1:12.639 1:11.391 1:11.266
5. Valtteri Bottas Mercedes 1:12.434 1:12.002 1:11.441
6. Esteban Ocon Force India 1:13.028 1:12.188 1:12.061
7. Fernando Alonso McLaren 1:12.657 1:12.269 1:12.110
8. Carlos Sainz Renault 1:12.950 1:12.286 1:12.130
9. Sergio Perez Force India 1:12.848 1:12.194 1:12.154
10. Pierre Gasly Toro Rosso 1:12.941 1:12.313 1:12.221
11. Nico Hülkenberg Renault 1:13.065 1:12.411
12. Stoffel Vandoorne McLaren 1:12.463 1:12.440
13. Sergey Sirotkin Williams 1:12.706 1:12.521
14. Charles Leclerc Sauber 1:12.829 1:12.714
15. Romain Grosjean* HaasF1 1:12.930 1:12.728
16. Brendon Hartley Toro Rosso 1:13.179
17. Marcus Ericsson Sauber 1:13.265
18. Lance Stroll Williams 1:13.323
19. Kevin Magnussen HaasF1 1:13.393
20. Max Verstappen** Red Bull keine Zeit
* + 3 Plätze Strafe
** + 5 Plätze Strafe

GP Monaco 2018 – Ergebnis 3. Training

Verstappen crasht in Monte Carlo

Daniel Ricciardo bleibt der Mann des Monaco-Wochenendes. Der Australier sicherte sich die dritte Bestzeit. Max Verstappen hingegen feuerte seinen Red Bull in die Leitplanken. Er muss zittern, überhaupt an der Qualifikation teilnehmen zu können. Ferrari rückte näher an Red Bull heran.

Für die Red Bull-Mechaniker beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Es bleiben nicht einmal zwei Stunden, um den RB14 von Max Verstappen für die Qualifikation flott zu bekommen. Der WM-Sechste verunfallte acht Minuten vor dem Ende des dritten Trainings. Es passt zu seinem bisherigen Jahr, dass ausgerechnet er den ersten echten Unfall des Monaco-Wochenendes hinlegte.

Unfallort war die zweite Schwimmbad-Schikane. Verstappen, dessen Auto einen neuen Turbolader trägt, verschätzte sich mit dem Einlenkpunkt und traf mit dem rechten Vorderrad die Leitplanke. Bei dem Kontakt bracht die Aufhängung. Danach konnte Verstappen nicht mehr lenken und war nur noch Passagier. Zunächst hoppelte sein Red Bull über die Kerbs, um wenige Meter später in die Leitplanken am Kurvenausgang zu krachen. Verstappen hatte Pech, dass er die TecPro-Barriere knapp verfehlte. Sie hätte den Einschlag abgemildert. Es könnte noch schlimmer kommen. Sollte sich bei dem Einschlag die hintere rechte Antriebswelle ins Getriebe gedrückt haben, droht ein Getriebetausch, was Verstappen um fünf Plätze zurückwerfen würde.

Ricciardo wieder vorn in Monte Carlo

Vier Minuten vor dem Abpfiff gab die Rennleitung um Charlie Whiting die Strecke nach der kurzen Rotphase wieder frei. Daniel Ricciardo nutzte die Gelegenheit, seinem Teamkollegen psychologisch noch einen weiteren Dämpfer zu verpassen. Der Australier umrundete den 3,337 Kilometer langen Kurs um eine Tausendstel schneller und schnappte sich die dritte Bestzeit.

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco - Formel 1 Foto: sutton-images.com
Daniel Ricciardo unterbot Verstappen in den Schlussminuten um eine Tausendstel.

Red Bull bleibt dominant. Immer wenn die dunkelblauen Rennwagen auf der Strecke sind, fallen die Bestmarken. Ferrari halbierte immerhin den Rückstand verglichen mit dem Trainingsdonnerstag. Sebastian Vettel, Sieger des GP Monaco 2011 und 2017, reihte sich mit einem Abstand von 0,237 Sekunden auf dem dritten Rang ein.

Kimi Räikkönen belegte die vierte Position. Mit einem Rückstand von 0,356 Sekunden. Ferrari verbaute vor dem dritten Training im Auto des Finnen die zweite Steuereinheit.

Mercedes dritte Kraft

Mercedes muss sich strecken, um nicht als dritte Kraft zu enden. Lewis Hamilton kämpfte sichtbar mit seinem Silberpfeil. Mercedes fehlt knapp eine halbe Sekunde. Die scheint schwer aufholbar. Valtteri Bottas unterlief in der ersten Viertelstunde des einstündigen Trainings ein Malheur. Bei einer 180-Grad-Drehung im Notausgang von Sainte Devote eckte er mit dem Hinterteil seines W09 am Reifenstapel an. Die Mechaniker mussten daraufhin den Heckflügel tauschen.

Hinter den drei Topteams etablierte sich etwas überraschend Toro Rosso als die vierte Kraft im Feld. Brendon Hartley wirkt durch die Gerüchte um seine Person, er könne vorzeitig aus dem Cockpit fliegen, angestachelt. Der Neuseeländer verwies Garagennachbar Pierre Gasly um neun Tausendstel auf den achten Platz. Carlos Sainz wurde Neunter. Nico Hülkenberg hingegen kam nicht über den 14. Rang hinaus.

McLaren mit neuem Frontflügel

Eine Überraschung gelang Sergey Sirotkin, der im Williams unter die besten zehn raste. Teamkollege Lance Stroll bewegte sich dagegen in den unteren Tabellenregionen. Wie für Williams üblich in dieser Saison. Wie Bottas und Sainz musste auch der Kanadier einmal in den Notausgang der ersten Kurve. Romain Grosjean rodelte in Kurve fünf geradeaus. Der Franzose fluchte über den HaasF1 VF18. „Ich spüre absolut keinen Grip vom Chassis.“ Die Plätze 18 und 19 spiegeln die Probleme der US-Renner wider. Nur Marcus Ericsson im Sauber war langsamer. Lokalmatador Charles Leclerc platzierte sich vor den HaasF1.

McLaren, mit 15 Siegen das erfolgreichste Team der Monaco-Geschichte, muss zulegen. Trotz eines neuen Frontflügels kam Fernando Alonso nicht über Platz 15 hinaus. Stoffel Vandoorne wurde mit dem alten Flügel 11. Auch Force India muss noch die Köpfe zusammenstecken, um mehr Performance aus dem VJM11 zu quetschen.

GP Monaco 2018: Ergebnis 3. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Daniel Ricciardo Red Bull 1:11.786 Min. 22
2. Max Verstappen Red Bull + 0.001 Sek. 14
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0.237 23
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.356 26
5. Lewis Hamilton Mercedes + 0.487 25
6. Valtteri Bottas Mercedes + 0.570 27
7. Brendon Hartley Toro Rosso + 0.966 24
8. Pierre Gasly Toro Rosso + 0.975 22
9. Carlos Sainz Renault + 1.064 24
10. Sergey Sirotkin Williams + 1.068 23
11. Stoffel Vandoorne McLaren + 1.088 24
12. Esteban Ocon Force India + 1.154 23
13. Sergio Perez Force India + 1.239 21
14. Nico Hülkenberg Renault + 1.326 26
15. Fernando Alonso McLaren + 1.493 24
16. Lance Stroll Williams + 1.809 25
17. Charles Leclerc Sauber + 1.858 35
18. Romain Grosjean HaasF1 + 2.095 20
19. Kevin Magnussen HaasF1 + 2.406 19
20. Marcus Ericsson Sauber + 2.435 28

GP Monaco 2018 – Ergebnis 2. Training

Ricciardo dominiert in Monte Carlo

Red Bull hat sich in Monaco auch im zweiten Training durchgesetzt. Wieder gelang eine Doppelspitze. Wieder mit Daniel Ricciardo vor Max Verstappen. Sebastian Vettel wurde Dritter. Das Mittelfeld führt Renault an.

Daniel Ricciardo wittert die Chance auf den siebten GP-Sieg. Und den ersten in Monte Carlo. Auf die Bestzeit im ersten Training ließ der Australier die nächste Bestmarke folgen. Am Donnerstag-Nachmittag umrundete der Sieger des GP China 2018 die Strecke als einziger Fahrer in unter 1:12 Minuten. Die Stoppuhr blieb exakt nach 1:11.841 Minuten stehen. Das ist ein neuer Streckenrekord im Fürstentum.

Wie stark ist Red Bull in der Quali?

Allerdings drehte Ricciardo seinen schnellsten Umlauf erst rund 20 Minuten vor dem Ende. Was seine Dauerläufe etwas einschränkte. Teamkollege Max Verstappen war fast zwei Zehntel langsamer. Die Motivation ist auch bei ihm groß. Verstappen giert nach seinem vierten Karriere-Sieg. Zuletzt stand der 20-Jährige beim GP Mexiko 2017 auf dem obersten Treppchen. Für den ehrgeizigen und verbissenen Niederländer ist das eine zu lange Wartezeit. Die will Verstappen in Monaco beenden. Sein härtester Rivale scheint aus dem eigenen Rennstall zu kommen. Doch es ist Vorsicht geboten. Red Bull war in diesem Jahr schon einige Mal Trainingsmeister. Im Qualifying fiel man aber hinter Ferrari und Mercedes zurück.

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Red Bull kann nach den Trainings aber optimistisch gestimmt sein. Erstens hatten die dunkelblauen Rennwagen alle drei Sektoren fest im Griff. Zweitens wirkt sich in Monte Carlo das Power-Defizit des Renault-V6 nicht so stark aus wie auf anderen Rennstrecken. Man spricht von zwei Zehntelsekunden. Drittens ist die Lücke zu den Verfolgern recht groß. Vorjahressieger Sebastian Vettel hinkte als Dritter bereits über eine halbe Sekunde zurück. Wie die beiden Red Bulls und die anderen Fahrer im Feld spulte der Heppenheimer seinen schnellsten Umlauf auf den Hypersoft-Reifen ab. Es ist der klebrigste Gummi in Pirellis Sortiment.

Hamilton langsamer als am Vormittag

Verkehr erschwerte vielen Piloten die Qualifying-Simulationen. Lewis Hamilton reihte sich hinter Vettel auf dem vierten Rang ein. Bei 21 Grad Luft- und 39 Grad Asphalttemperatur – plus sieben Grad verglichen mit dem Vormittag – steigerte sich der Weltmeister nicht. Er war gut ein halbes Zehntel langsamer als in der ersten Session. Der Rückstand von fast sieben Zehntelsekunden auf Ricciardo bestätigt die schlimmsten Mercedes-Befürchtungen, dass auch 2018 ein schwerer Grand Prix in Monaco auf die Silberpfeile wartet. Obwohl man sich besser vorbereitet sieht als in der Vorsaison. Valtteri Bottas war der langsamste Fahrer in der Riege der drei Top-Teams. Ins Mercedes-Sandwich presste sich Kimi Räikkönen, dem Sergey Sirotkin zwei schnelle Runden jeweils im letzten Sektor vermasselte.

Das dicht gedrängte Mittelfeld führt Renault an. Zwischen Platz sieben und Rang 17 liegt gerade einmal eine halbe Sekunde. Nico Hülkenberg setzte sich gegen die beiden McLaren von Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso durch. McLaren tat sich lange Zeit schwer, bis sich beide Piloten in der zweiten Hälfte des Trainings endlich unter die besten Zehn schieben konnten. Carlos Sainz rundete die Top 10 ab – obwohl der Spanier noch auf die neuen Bargeboards verzichten muss. „Wir haben nur ein Set. Das zweite kommt am Samstag“, berichtet Renaults Einsatzleiter Alan Permane. Sainz fährt es ab dem dritten Training.

Hartley formverbessert

Brendon Hartley zeigte sich als Elfter formverbessert. Toro Rosso hat mit Retuschen an Leitblechen, Unterboden und am Batwing vermutlich das größte Upgrade für Monte Carlo geschnürt. HaasF1 enttäuschte. Vielleicht bewegten sich Kevin Magnussen und Romain Grosjean im hinteren Mittelfeld, weil Teamchef Guenther Steiner ihnen einen klaren Auftrag mitgab. „Lasst bloß das Auto heil.“ Das Ersatzteillager des US-Rennstalls ist fast geplündert. Während Force India eine solide Vorstellung zeigte, präsentierte sich Williams wieder schwach. Wobei Sirotkin das Trainingsduell mit Lance Stroll klar für sich entschied. Sauber muss sich ebenfalls steigern.

Die einzige Unterbrechung in einem ereignislosen Training verursachte kein Fahrer, sondern ein loser Kanaldeckel auf der Anfahrt zu Mirabeau. Es kostete die Teams rund 15 Minuten Trainingszeit. Die Piloten werden sich ärgern. Sie brauchen jede Minute, um sich in Monaco einzuschießen und die bestmögliche Fahrzeugbalance zu finden.

GP Monaco 2018: Ergebnis 2. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Daniel Ricciardo Red Bull 1:11.841 Min. 33
2. Max Verstappen Red Bull + 0.194 41
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0.572 42
4. Lewis Hamilton Mercedes + 0.695 34
5. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.702 36
6. Valtteri Bottas Mercedes + 0.801 38
7. Nico Hülkenberg Renault + 1.206 30
8. Stoffel Vandoorne McLaren + 1.236 40
9. Fernando Alonso McLaren + 1.274 42
10. Carlos Sainz Renault + 1.359 34
11. Brendon Hartley Toro Rosso + 1.381 47
12. Sergio Perez Force India + 1.529 39
13. Esteban Ocon Force India + 1.541 47
14. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.569 32
15. Sergey Sirotkin Williams + 1.706 44
16. Kevin Magnussen HaasF1 + 1.731 41
17. Charles Leclerc Sauber + 1.734 45
18. Romain Grosjean HaasF1 + 1.922 37
19. Lance Stroll Williams + 2.170 34
20. Marcus Ericsson Sauber + 2.332 46

GP Monaco 2018 – Ergebnis 1. Training

Erste Bestzeit für Ricciardo

Daniel Ricciardo hat sich die erste Trainingsbestzeit des GP Monaco 2018 gesichert. Der Australier verwies Teamkollege Max Verstappen auf Rang zwei. Lewis Hamilton konnte das Tempo der Red Bull mitgehen – im Gegensatz zu Ferrari.

Red Bull gilt auf dem winkeligen Kurs von Monte Carlo als der erste Sieganwärter. Im ersten freien Training zum GP Monaco unterstrich der Rennstall aus Milton Keynes seine Ambitionen auf den zweiten Saisonsieg. Daniel Ricciardo schnappte sich die Spitzenposition. Der Monaco-Zweite von 2016 und Drittplatzierte des Vorjahres umrundete die 19 Kurven in 1:12.126 Minuten.

Pole-Rekord schon unterboten

Ricciardo unterbot mit dieser Rundenzeit bereits die Pole-Marke von 2017. Diese hatte Kimi Räikkönen in 1:12.178 Minuten aufgestellt. Es ist zu erwarten, dass die Rekorde in diesem Jahr noch weiter fallen werden. Weil die Autos mehr Anpressdruck erzeugen. Aber vor allem aufgrund von Pirellis neuem Superkleber „Hypersoft“, der deutlich schnellere Runden erlaubt als die zweitweichste Mischung Ultrasoft. Bis auf Kevin Magnussen ließen bereits im ersten Training alle Piloten den Reifen mit den rosa Markierungen aufschnallen.

GP Monaco - Formel 1 - Monte Carlo - Mittwoch - 23.5.2018 Rekord für Monte Carlo erwartet Ein bis zwei Sekunden schneller

Teamkollege Max Verstappen war ebenfalls schnell unterwegs. Der Niederländer büßte in seinem schnellsten Versuch 0,154 Sekunden ein. FloViz-Farbe an Heckflügel und Diffusor deuten auf Neuteile bei Red Bull hin. Jedoch sorgte Mad Max auch für Ärger. Nach einem heftigen Verbremser rollte Verstappen rückwärts aus Sainte Devote. Sebastian Vettel musste deshalb die erste Kurve abkürzen. Die Rennkommissare leiteten eine Untersuchung ein. Mit der Begründung, Verstappen sei auf unsichere Art zurück auf die Strecke zurückgekehrt. Was ein Verstoß gegen die Artikel 27.3 und 27.4 des Sportgesetzes wäre.

Lewis Hamilton stellte seinen Mercedes auf die dritte Position. Der zweimalige Monaco-Sieger (2008 und 2016) verlor etwas mehr als dreieinhalb Zehntelsekunden auf Ricciardo. Die Silberpfeile rechnen mit einem schwierigen Wochenende. „Vielleicht werden wir nicht die Pace von Red Bull und Ferrari haben“, sagte Hamilton am Mittwoch. Das Auto mit dem längsten Radstand im Feld harmonierte im Vorjahr nicht mit langsamen Strecken vom Schlag Monaco. Der siebte Platz von Valtteri Bottas ist wohl trotzdem ein Ausreißer nach unten.

Ferrari liegt zurück

Immerhin distanzierte Hamilton seinen WM-Rivalen Vettel deutlich. Die vierte Position brachte dem WM-Zweiten bereits einen Rückstand von über 9 Zehntelsekunden ein. Stallgefährte Kimi Räikkönen landete mit knappem Abstand dahinter. Zwischen die beiden Finnen im Ferrari und Mercedes schob sich Carlos Sainz. Dessen Teamkollege Nico Hülkenberg hingegen verpasste die Top 10. Renault rüstet den R.S.18 an diesem Wochenende mit neuen Bargeboards auf. Für Vergleichsfahrten war zunächst nur Hülkenberg mit den neuen Leitblechen vor dem Seitenkasten unterwegs.

Auch Force India drückt weiter auf das Entwicklungstempo, um dem VJM11 die Schwächen auszutreiben. Das rosa Auto produziert noch zu wenig Anpressdruck im Heck. Die Techniker retuschierten die Ausläufer der Seitenkästen und verpflanzten einen doppelten T-Flügel. Für den ersten Run des Tages rückte Esteban Ocon mit einem grün besprühten Heckflügel aus. FloViz-Farbe deckte auch den rechten Teil des Diffusors ein. Der Franzose war zudem mit dem neuen Frontflügel auf der Piste. Sergio Perez fuhr für den direkten Vergleich die alte Version. Der Mexikaner platzierte sich als Achter. Ocon wurde 11.

Sirotkin in der Wand

Unter die besten Zehn schafften es Romain Grosjean und Sergey Sirotkin. Beide erlebten trotzdem keinen reibungslosen Start ins Wochenende. Grosjean beschädigte sich bei einem Mauerkuss in Kurve 12 den Unterboden, den die Mechaniker dann austauschen mussten. Sirotkin knallte gleich in der Anfangsviertelstunde am Ausgang der Zielkurve in die Mauer. Danach war das rechte Hinterrad platt.

Arbeit bescherte den Haas-Mechanikern auch das Auto von Kevin Magnussen. Eine Streckverbindung machte Ärger und schränkte das Programm ein. Die Folge waren nur sieben Trainingsrunden und der letzte Rang. Fernando Alonso drehte nach einem Problem mit dem Brake-by-Wire nur 16 Umläufe.

Beide Haas und beide Sauber fahren in Monaco mit dem jeweils zweiten Motor, zweiten Turbo und der zweiten MGU-H. Verstappen bekommt die zweite Elektromaschine MGU-K. Perez die zweite Batterie.

GP Monaco 2018: Ergebnis 1. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Daniel Ricciardo Red Bull 1:12.126 Min. 36
2. Max Verstappen Red Bull + 0.154 25
3. Lewis Hamilton Mercedes + 0.354 34
4. Sebastian Vettel Ferrari + 0.915 40
5. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.940 38
6. Carlos Sainz Renault + 1.330 40
7. Valtteri Bottas Mercedes + 1.376 39
8. Sergio Perez Force India + 1.591 39
9. Romain Grosjean HaasF1 + 1.817 24
10. Sergey Sirotkin Williams + 1.836 40
11. Esteban Ocon Force India + 1.874 39
12. Brendon Hartley Toro Rosso + 1.908 46
13. Nico Hülkenberg Renault + 2.008 38
14. Pierre Gasly Toro Rosso + 2.114 38
15. Stoffel Vandoorne McLaren + 2.165 37
16. Charles Leclerc Sauber + 2.395 39
17. Fernando Alonso McLaren + 2.511 16
18. Lance Stroll Williams + 2.656 43
19. Marcus Ericsson Sauber + 3.080 39
20. Kevin Magnussen HaasF1 + 6.675 7
Neuester Kommentar

@proesterchen 😂
@nabob ach halt die fresse

AyrtonSeninha 28. Mai 2018, 06:28 Uhr
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