Max Verstappen - GP Österreich 2018 sutton-images.com
Girls - Formel 1 - GP Österreich - 1. Juli 2018
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Österreich - 1. Juli 2018
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Österreich - 1. Juli 2018
Sebastian Vettel - Thomas Dreßen - Formel 1 - GP Österreich - 1. Juli 2018 66 Bilder

Ergebnis Formel 1 GP Österreich 2018

Resultate Training, Qualifying & Rennen

Was für ein verrücktes Rennen! Max Verstappen siegt vor tausenden von Fans in Spielberg und sicherte sich damit seinen ersten Triumph der Saison vor den beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel. Mercedes erlebt eine Pleite.

Mit einem Red Bull-Sieg hätte in Spielberg vor dem Start wohl niemand gerechnet. Max Verstappen übernahm in Runde 26 zunächst mit Teamkollege Daniel Ricciardo die Doppelführung und gab die Spitzenposition bis im Ziel nicht mehr ab. Der Sieg des Holländers ist eine echte Überraschung. Denn erst gingen die Silberpfeile mit Lewis Hamilton vor Valtteri Bottas in Doppelführung nachdem man sich erfolgreich gegen einen Angriff am Start von Räikkönen gewehrt hatte. Doch das Unglück bei Mercedes nahm früh seinen Lauf. In Runde 14 schied Bottas wegen eines Hydraulikproblems aus.

Strategiefehler bei Mercedes

Das lenkte die Ingenieure bei Mercedes offenbar so ab, dass man völlig verschlief, Hamilton wie die anderen Fahrer aus der Spitzengruppe während der Virtual Safety Car-Phase an die Box zu holen. Strategie-Chef James Vowles entschuldigte sich sogar mehrmals am Funk. Hamilton fiel nach dem eigenen Boxenstopp schließlich auf Platz 4 zurück, Red Bull ging in Führung. Dem Strategiefehler setzte der Ausfall in Runde 64 schließlich die Krone auf. Es war Hamiltons erster seit Malaysia 2016.

Mercedes war nicht als einziges Team im Pech. Auch Daniel Ricciardo musste sein Auto vorzeitig wegen eines Defekts am Auspuff abstellen. Der Australier kämpfte das gesamte Rennen über mit Blasenbildung an den Reifen. Dieses Problem hatte zwar auch Verstappen, doch der Holländer rettete sich am Ende mit 1,5 Sekunden Vorsprung vor Räikkönen ins Ziel. „Es war sehr schwierig die Reifen zu managen. Die letzten zehn Runden waren nicht einfach”, sagte er. “Hier am Red Bull Ring mit einem Red Bull zu gewinnen, ist irre.”

Keine Stallorder bei Ferrari

Bei Ferrari entschied man sich gegen eine Stallregie und winkte Vettel nicht am Teamkollegen vorbei, sondern behielt die Reihenfolge bei. Der Heppenheimer ist trotzdem neuer WM-Führender – mit einem Punkt Vorsprung vor Hamilton. „Leider haben wir Max und seinen Anhänger, seinen Camper, nicht mehr gekriegt“, sagte er. „Für uns war das Schadensbegrenzung. Kimi und ich waren gleich schnell. Es war schwer die Lücke zuzufahren. Ich habe versucht ins DRS-Fenster zu kommen, aber das war nicht drin.“

Eine echte Meisterleistung vollbrachte Haas F1 beim 50. Grand Prix der Teamgeschichte, Romain Grosjean und Kevin Magnussen kamen auf den Plätzen 4 und 5 ins Ziel. Ebenfalls eine geschlossene Teamleistung schaffte Force India, die sich dahinter mit Esteban Ocon und Sergio Perez einreihten. Fernando Alonso schaffte es trotz Start aus der Boxengasse noch auf Rang 8 vor Charles Leclerc und Marcus Ericsson im Sauber.

Die Chancen für die Hinterbänkler standen auch deshalb gut, weil es so viele Ausfälle gab. Insgesamt erwischte es fünf Autos. Nico Hülkenberg stellte seinen Renault als Erster mit einem kapitalen Motorschaden und Feuer im Heck schon in Runde 12 ab.

GP Österreich 2018: Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Max Verstappen Red Bull 1:21.56,024 Std.
2. Kimi Räikkönen Ferrari + 0:01.504 Min.
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0:03.181
4. Romain Grosjean HaasF1 + 1 Runde
5. Kevin Magnussen HaasF1 + 1 Runde
6. Esteban Ocon Force India + 1 Runde
7. Sergio Perez Force India + 1 Runde
8. Fernando Alonso McLaren + 1 Runde
9. Charles Leclerc Sauber + 1 Runde
10. Marcus Ericsson Sauber + 1 Runde
11. Pierre Gasly Toro Rosso + 1 Runde
12. Carlos Sainz Renault + 1 Runde
13. Lance Stroll Williams + 2 Runden
14. Sergey Sirotkin Williams + 2 Runden
15. Stoffel Vandoorne McLaren Ausfall
16. Lewis Hamilton Mercedes Ausfall
17. Brendon Hartley Toro Rosso Ausfall
18. Daniel Ricciardo Red Bull Ausfall
19. Valtteri Bottas Mercedes Ausfall
20. Nico Hülkenberg Renault Ausfall

Ergebnis Qualifying: Bottas holt erste Saison-Pole

Valtteri Bottas nimmt den Grand Prix von Österreich wie im Vorjahr von der Pole-Position in Angriff. Der Mercedes-Pilot setzte sich gegen Teamkollege Lewis Hamilton und Sebastian Vettel im Ferrari durch, der nachträglich eine Strafe bekam.

Dass der Red Bull Ring zu den Lieblingsstrecken von Valtteri Bottas gehört, ist kein Geheimnis. Doch erst im Qualifying ließ der Finne zum ersten Mal mit einer Bestzeit beim diesjährigen Grand Prix von Österreich aufhorchen. Der Mercedes-Pilot steigerte sich in seinem letzten Versuch noch einmal um rund eine Zehntelsekunde und legte eine Rundenzeit von 1.03,130 Minuten aufs Parkett. Das bedeutete einen neuen Streckenrekord auf der 4,326 Kilometer langen Bahn. Für Bottas ist es die erste Pole der Saison und die fünfte seiner Karriere.

0,019 Sekunden fehlen Hamilton

„Wir haben das ganze Wochenende gute Fortschritte mit dem Setup gemacht”, sagte Bottas nach dem Qualifying. “Das Auto hat sich mit den Upgrades richtig gut angefühlt. Ich habe im letzten Anlauf gemerkt, dass ich mich noch einmal verbessern kann. Und ich bin hungriger als jeder andere im Feld auf einen Sieg.”

Dem WM-Führenden Lewis Hamilton blieb das Nachsehen mit dem zweiten Rang. Nur 0,019 Sekunden machten den Unterschied zwischen den beiden Silberpfeil-Piloten. Hamilton hatte in seinem ersten Versuch einen Quersteher in Kurve 3, konnte sich im zweiten Anlauf aber noch einmal steigern – doch nicht genug, um Bottas zu schlagen. „Das ist nicht so schlecht, ich bin happy damit. Es ist ein gutes Resultat für das Team”, meinte er.

Vettel drei Plätze Strafe

Sebastian Vettel erging es ähnlich wie Hamilton. Auch er hatte im ersten Anlauf einen Fehler in Kurve 4 eingebaut. “Das war ein harter Start in Q3. Im zweiten Run konnte ich nicht alles riskieren. Aber die Mercedes waren sowieso außer Reichweite. Das ist nun schon das zweite Rennen in Folge. Da müssen wir arbeiten, um es wieder umzudrehen”, meinte der 30-Jährige.

Eigentlich stand für Ferrari die zweite Startreihe zu Buche. Doch nach einer Untersuchung gegen den Heppenheimer, weil er Renault-Pilot Carlos Sainz blockiert hat, muss er nun drei Plätze weiter hinten starten. Damit rücken Kimi Räikkönen, Max Verstappen und Romain Grosjean auf. „Ich habe ihn in meiner schnellen Runde in Kurve 7 und 8 überholt”, sagte Vettel in der Presskonferenz noch vor dem Urteil. “Dann habe ich ihn nicht mehr gesehen. Mir wurde über Funk nichts gesagt. Ich kann mich nur entschuldigen. Das war keine Absicht.” Mercedes wird im Rennen mit den Supersoft-Reifen starten, die man in Q2 montiert hatte. Bei Ferrari setzt man wie in Paul Ricard wieder auf eine Startphase mit den noch weicheren Ultrasoft-Pneus.

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich - 30. Juni 2018
Aktuell

Red Bull konnte das Tempo der Spitze nie mitgehen. Zwischen Bottas und Verstappen liegen 0,7 Sekunden. Für Stallrivale Daniel Ricciardo lief es mit Platz 7 sogar noch schlechter. Als einziges Team unternahm man sogar drei Versuche in Q3, um eine schnelle Runde hinzubekommen. Das Heimteam setzt wie Mercedes auf Supersoft-Reifen für den Start. Kevin Magnussen bestätigt Haas F1 als vierte Kraft mit Position 8. Das Renault-Duo Carlos Sainz und Nico Hülkenberg nimmt die fünfte Reihe ein.

Esteban Ocon hatte etwas Pech, nachdem er in Q2 von Lance Stroll im Williams aufgehalten wurde. Der Franzose verpasste die Top Ten auf Rang 11 nur knapp. Und das ausgerechnet neben seinem Erzrivalen Pierre Gasly im Toro Rosso, mit dem er schon beim Heimrennen in Paul Ricard aneinander rauschte. Der Start dürfte in Reihe 6 also sehr interessant werden. Dahinter reihte sich eigentlich Charles Leclerc im Sauber ein, doch ein Getriebewechsel wegen einer defekten Antriebswelle lässt den Monegassen um 5 Plätze bis auf 18 nach hinten rücken.

McLaren hinkt hinterher

Fernando Alonso dürfte so richtig Frust schieben. Der Le Mans-Sieger kam nicht über den 14. Platz hinaus, auch wenn er von der Versetzung Leclercs profitiert. Der Le Mans-Sieger rutschte zwischendurch einen klein wenig zu weit über die Kerbs, wodurch ein Teil seines McLarens fliegen ging. Immerhin schaffte er im Gegensatz zu Stoffel Vandoorne überhaupt den Einzug in Q2. Das war zu Beginn der Saison allerdings nicht ganz der Anspruch von McLaren. Hinter dem Spanier landete Lance Stroll im Williams.

Im ersten Qualifying-Abschnitt musste wie bereits erwähnt Vandoorne dran glauben. Der Belgier hatte das gesamte Wochenende über Probleme mit dem Red Bull Ring, fuhr sich unter anderem zwei Mal den Frontflügel in den Trainings kaputt. Lediglich 0,007 Sekunden fehlten ihm auf den Einzug in Q2. Mit ihm musste Sergio Perez im Force India die Segel vorzeitig streichen. Auch der Mexikaner haderte schon am Freitag mit der Pace in den Kurven. Sergey Sirotkin schaffte es im Williams immerhin noch vor Brendon Hartley im Toro Rosso. Das Schlusslicht im Sauber bildet Marcus Ericsson, der im Vergleich zu Leclerc bisher ziemlich blass in Spielberg blieb.

GP Österreich 2018: Ergebnis Qualifikation

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:04.175 1:03.756 1:03.130
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:04.080 1:03.577 1:03.149
3. Sebastian Vettel Ferrari 1:04.347 1:03.544 1:03.464
4. Kimi Räikkönen Ferrari 1:04.234 1:03.975 1:03.660
5. Max Verstappen Red Bull 1:04.273 1:04.001 1:03.840
6. Romain Grosjean HaasF1 1:04.242 1:04.059 1:03.892
7. Daniel Ricciardo Red Bull 1:04.723 1:04.403 1:03.996
8. Kevin Magnussen HaasF1 1:04.460 1:04.291 1:04.051
9. Carlos Sainz Renault 1:04.948 1:04.561 1:04.725
10. Nico Hülkenberg Renault 1:04.864 1:04.676 1:05.019
11. Esteban Ocon Force India 1:05.148 1:04.845
12. Pierre Gasly Toro Rosso 1:05.011 1:04.874
13. Charles Leclerc* Sauber 1:04.967 1:04.979 1:04.635
14. Fernando Alonso McLaren 1:04.965 1:05.058
15. Lance Stroll Williams 1:05.264 1:05.286  
16. Stoffel Vandoorne McLaren 1:05.271  
17. Sergio Perez Force India 1:05.279
18. Sergey Sirotkin Williams 1:05.322  
19. Brendon Hartley Toro Rosso 1:05.366  
20. Marcus Ericsson Sauber 1:05.479  
* + 5 Plätze Strafe
Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:04.175 1:03.756 1:03.130
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:04.080 1:03.577 1:03.149
3. Sebastian Vettel Ferrari 1:04.347 1:03.544 1:03.464
4. Kimi Räikkönen Ferrari 1:04.234 1:03.975 1:03.660
5. Max Verstappen Red Bull 1:04.273 1:04.001 1:03.840
6. Romain Grosjean HaasF1 1:04.242 1:04.059 1:03.892
7. Daniel Ricciardo Red Bull 1:04.723 1:04.403 1:03.996
8. Kevin Magnussen HaasF1 1:04.460 1:04.291 1:04.051
9. Carlos Sainz Renault 1:04.948 1:04.561 1:04.725
10. Nico Hülkenberg Renault 1:04.864 1:04.676 1:05.019
11. Esteban Ocon Force India 1:05.148 1:04.845
12. Pierre Gasly Toro Rosso 1:05.011 1:04.874
13. Charles Leclerc* Sauber 1:04.967 1:04.979 1:04.635
14. Fernando Alonso McLaren 1:04.965 1:05.058
15. Lance Stroll Williams 1:05.264 1:05.286  
16. Stoffel Vandoorne McLaren 1:05.271  
17. Sergio Perez Force India 1:05.279
18. Sergey Sirotkin Williams 1:05.322  
19. Brendon Hartley Toro Rosso 1:05.366  
20. Marcus Ericsson Sauber 1:05.479  
* + 5 Plätze Strafe

Vettel schlägt zurück

Im dritten Training zum GP Österreich meldete sich Sebastian Vettel an der Spitze zurück. Der Ferrari-Pilot verwies die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas auf die Ränge zwei und drei.

Die Formel 1 sieht im Abschlusstraining zum GP Österreich wieder rot. Zum ersten Mal an diesem Wochenende musste Mercedes die Doppelführung abgeben. Sebastian Vettel ergatterte am Samstagmorgen die Bestzeit mit 1.04,070 Minuten. Der Ferrari-Pilot erzielte seinen schnellsten Umlauf im zweiten Versuch auf neuen Ultrasoft-Reifen, die offenbar ein Fenster von mehreren Runden haben, um auf Zeitenjagd zu gehen.

Enges Qualifying garantiert

Lewis Hamilton versuchte natürlich gegen zu halten, nachdem er am Freitag mit dem neuen Mercedes-Upgrade beide Bestzeiten für sich notieren ließ. Doch auch im zweiten Versuch kämpfte er erfolglos gegen die Vorlage von Vettel an. Allerdings verpasste er sie auch nur um 0,029 Sekunden. Es dürfte also verdammt eng im Qualifying werden, wenn es um die Pole-Position geht. Hamilton verlor die meiste Zeit in den ersten beiden Sektoren, der dritte kurvenreichere scheint den Silberpfeilen besser zu liegen. Auch Vorjahressieger Valtteri Bottas will noch ein Wörtchen um den besten Startplatz mitreden. Er büsste auf seinen Stallrivalen 0,105 Sekunden ein, auf Vettel waren es 0,134 Sekunden.

Hinter den drei bestplatzierten Fahrern klafft eine kleine Lücke. Kimi Räikkönen musste sich von Vettel 0,4 Sekunden einschenken lassen. Der Finne war einer der ersten, die mit neuen Ultrasoft-Reifen auf eine schnelle Runde gingen und mischte am Ende nicht mehr mit. Enttäuschend verlief die dritte Trainingssitzung für Red Bull. Sah man die Stärke der Lokalmatadoren am Vortag noch in der Disziplin auf eine Runde, fehlten Max Verstappen heute trotzdem noch 0,721 Sekunden auf die Spitze.

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Österreich - 29. Juni 2018
Aktuell

Verstappen rollt aus

Überhaupt verlief die Session nicht gut für den Holländer. Zunächst sorgte er mit einem Ritt durch den Kies in Kurve 4 für offene Münder bei den holländischen Fans, acht Minuten vor Schluss rollte er in Kurve 5 ohne Vortrieb aus. „Der Motor hat sich einfach ausgeschaltet”, sagte Verstappen über Funk. Es machte den Eindruck, als habe die komplette Elektronik ausgesetzt, schließlich blinkten auch am Lenkrad keine Leuchten mehr. Hinterher stellte sich heraus, dass es just in dem Moment passierte, als er den “Party-Modus„ aktivierte. Daniel Ricciardo hatte zwar keine größeren Zwischenfälle, konnte sich aber auch nur die sechstbeste Zeit notieren lassen.

Haas F1 darf sich als “Best of the Rest” feiern lassen. Romain Grosjean erzielte den siebten Rang mit 0,846 Sekunden Rückstand, es folgt Kevin Magnussen mit 0,943 Sekunden. Im internen Duell trennen die beiden gerade mal 0,097 Sekunden. Während man zu Beginn des Trainings als einziges Team auch mit Supersoft experimentierte, kamen am Ende die Ultrasoft-Pneus noch zum Einsatz.

Leclerc mit Problemen

Die Renault-Ehre rettete Carlos Sainz mit Platz 9, wohingegen Nico Hülkenberg die Top-Ten mit dem 11. Rang knapp verpasste. Zwischen die beiden schob sich Charles Leclerc, der seine starke Vorstellung im Sauber fortsetzt. Er rollte jedoch auf der Strecke mit einer defekten Antriebswelle aus. Für das Qualifying musste man ein neues Getriebe einbauen, was eine Startplatzstrafe von 5 Plätzen bedeutet. Der Wechsel geht schneller als der der Antriebswelle alleine.

Auch wenn Toro Rosso, McLaren, Force India und Williams außerhalb der zehn Besten liegen, geht es verdammt eng zu. Nur 1,09 Sekunden liegen zwischen Position 11 und 20. Vor allem Force India wird weiter rätseln. Schon am Freitag fehlte es vor allem an Abtrieb für den dritten Sektor, mit den Plätzen 13 für Ocon und 15 für Perez konnte man sich nicht wirklich verbessern. Bei McLaren war ebenfalls wieder der Wurm drin. Stoffel Vandoorne fuhr sich wie am Trainingsfreitag einen Teil des Frontflügels auf den Kerbs ab. Williams bildet das Schlusslicht.

GP Österreich 2018: Ergebnis 3. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Sebastian Vettel Ferrari 1.04,070 Min. 22
2. Lewis Hamilton Mercedes + 0,029 sek. 24
3. Valtteri Bottas Mercedes + 0,134 24
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0,400 22
5. Max Verstappen Red Bull + 0,721 14
6. Daniel Ricciardo Red Bull + 0,821 18
7. Romain Grosjean HaasF1 + 0,846 17
8. Kevin Magnussen HaasF1 + 0,943 16
9. Carlos Sainz Renault + 1,016 22
10. Charles Leclerc Sauber + 1,149 25
11. Nico Hülkenberg Renault + 1,158 19
12. Pierre Gasly Toro Rosso + 1,194 25
13. Esteban Ocon Force India + 1,374 21
14. Fernando Alonso McLaren + 1,378 19
15. Sergio Perez Force India + 1,432 24
16. Marcus Ericsson Sauber + 1,629 27
17. Brendon Hartley Toro Rosso + 1,635 23
18. Stoffel Vandoorne McLaren + 1,767 16
19. Lance Stroll Williams + 1,959 23
20. Sergey Sirotkin Williams + 2,248 22

Ergebnis Training 2: Mercedes startet mit zwei Bestzeiten

Das zweite Training in Spielberg bot ein ähnliches Bild wie der Auftakt am Vormittag. Mercedes hat alles im Griff. Sebastian Vettel gibt mit der drittschnellsten Runde ein erstes Lebenszeichen ab. Pierre Gasly sorgt für eine Unterbrechung.

Runde 2 in Spielberg war ein Abziehbild des Geschehens im ersten Training. Lewis Hamilton gibt an der Spitze das Tempo vor, Teamkollege Valtteri Bottas zieht nach. Der WM-Führende schenkte Bottas 0,176 Sekunden ein und drehte eine Bestzeit von 1.04,579 Minuten. Etwas außergewöhnlich: Er absolvierte seinen schnellsten Umlauf auf Soft-Reifen. Keiner der Spitzengruppe konnte sich mit den Ultrasoft-Reifen signifikant steigern.

Gasly sorgt für rote Flagge

Mitten in die Qualifying-Simulation einiger Fahrer kam die Unterbrechung durch rote Flaggen. Auslöser war Pierre Gasly im Toro Rosso, dem wie schon in der Früh bei Stoffel Vandoorne die Kerbs zum Verhängnis wurden. Der Franzose brach sich 53 Minuten vor Schluss die Aufhängung und rollte zwischen Kurve 9 und 10 geradeaus. Danach hatten die Fahrer fünf Minuten Pause, ehe alles wieder aufgeräumt war.

Unter anderem war auch Sebastian Vettels Quali-Versuch davon betroffen. Der Ferrari-Pilot beendete das zweite Training auf der dritten Position mit 0,236 Sekunden Rückstand. Vor allem die Longrun-Zeiten auf Ultrasoft sahen bei den Roten vielversprechend aus.

Von Red Bull kann man das nicht behaupten. Daniel Ricciardo schaffte zwar den viertschnellsten Umlauf und Max Verstappen die fünftschnellste Zeit, doch über die Distanz hatte man das Nachsehen gegenüber Ferrari. Das bestätigt die Aussage von Red Bull-Berater Helmut Marko in der Mittagspause: „Wir sind auf eine Runde überraschend schnell, im Longrun aber überraschend schlecht.“ Verstappen beschwerte sich zwischenzeitlich auch über die Soft-Reifen über Funk. „Meine Vorderreifen brechen ständig ein”, sagte er.

Haas F1 vierte Kraft

Kimi Räikkönen bildete wie am Vormittag das Schlusslicht innerhalb der drei Top-Teams. Und wieder war ihm Romain Grosjean auf den Fersen. Der Finne rückte dieses Mal mit Unterstützung an. Auch Haas F1-Kollege Kevin Magnussen positionierte sich direkt dahinter auf Rang 8, obwohl er auch einen Ausritt zu Verzeichnen hatte. Später sorgte HaasF1 noch in der Boxengasse für Aufregung, weil bei Magnussen offenbar ein Rad nicht richtig angezogen war. Gasly nimmt trotz seines Fehlers noch Rang 9 ein, Stallgefährte Brendon Hartley kam nicht über Platz 17 hinaus. Das muss aber nichts heißen. Schon am Vormittag splittete man bei Toro Rosso die Programme.

Impressionen - Formel 1 - GP Österreich - 29. Juni 2018
Wilhelm
Mercedes hat am Red Bull Ring am Trainingsfreitag alles im Griff gehabt.

Während Stoffel Vandoorne etwas ruppig mit dem Frontflügelschaden in Spielberg begonnen hatte, reichte es in der zweiten Sitzung für den letzten Rang in den Top Ten. Dafür befand sich Fernando Alonso in Schwierigkeiten. Bei einem Ausrutscher beschädigte er sich den Unterboden, den die Mechaniker während des Trainings tauschen mussten. So blieb dem Spanier nur der vorletzte Platz. McLaren hatte im ersten Training noch ein Upgrade, das unter anderem aus einem neuen Frontflügel besteht, an Alonsos Auto getestet, das aber wieder abmontiert wurde, weil es in Spielberg ohnehin noch nicht zum Einsatz kommen soll.

Renault ist nach wie vor nicht in Form. Das französische Werksteam musste sich mit den Plätzen 11 für Carlos Sainz und 15 für Nico Hülkenberg begnügen. Sainz erkundete zu Beginn auch mal das Kiesbett. Ähnlich enttäuscht dürfte Force India über die Ränge 13 für Esteban Ocon und 18 für Sergio Perez sein.

GP Österreich 2018: Ergebnis 2. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:04.579 Min. 37
2. Valtteri Bottas Mercedes + 0.176 Sek. 42
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0.236 53
4. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.452 48
5. Max Verstappen Red Bull + 0.546 48
6. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.686 42
7. Romain Grosjean HaasF1 + 0.850 38
8. Kevin Magnussen HaasF1 + 0.980 41
9. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.179 31
10. Stoffel Vandoorne McLaren + 1.351 47
11. Carlos Sainz Renault + 1.420 38
12. Charles Leclerc Sauber + 1.517 30
13. Esteban Ocon Force India + 1.554 43
14. Marcus Ericsson Sauber + 1.620 29
15. Nico Hülkenberg Renault + 1.694 42
16. Sergey Sirotkin Williams + 1.747 49
17. Brendon Hartley Toro Rosso + 1.753 55
18. Sergio Perez Force India + 1.775 48
19. Fernando Alonso McLaren + 1.850 33
20. Lance Stroll Williams + 2.047 44

Ergebnis Training 1: Mercedes diktiert das Tempo

Zum Auftakt zum GP Österreich hat Lewis Hamilton die erste Bestzeit gesetzt – vor Teamkollege Valtteri Bottas. Das Aerodynamik-Upgrade bei Mercedes scheint also zu funktionieren. Max Verstappen kam vor Sebastian Vettel auf Platz drei.

Das erste Kräftemessen in Spielberg ist erledigt. Das Fazit? Mercedes sind ziemlich gut aus. Doch die Abstände sind auf der nur 4,318 Kilometer kurzen Strecke knapp. Das umfangreiche Aero-Upgrade, das aus neu designten Seitenkästen, Spiegeln, Unterboden und Bardgeboards besteht, scheint seine Wirkung zu zeigen. Lewis Hamilton beendete die 90-minütige Sitzung mit einer Bestzeit von 1.04,839 Minuten.

Der Brite, der bei seinen schnellsten Runden auf Ultrasoft-Reifen unterwegs war, egalisierte damit mal eben den bisherigen Rekord aus dem 2017er Rennen von 1.07,411 Minuten. Härtester Verfolger war Stallgefährte Valtteri Bottas. Dem Finnen fehlten nur 0,127 Sekunden auf Hamilton. Er hatte ebenfalls die weichste Mischung des Wochenendes aufgeschnallt.

Vettel kracht fast in Vandoorne

Zwar nimmt Mercedes die Spitze ein, doch es verspricht ein enger Kampf zu werden. Red Bull ließ mit Max Verstappen auf Rang drei aufhorchen. Der Niederländer büßte auf die Bestzeit von Hamilton nur 0,233 Sekunden ein. Im Qualifying hofft man bei Red Bull auf den “Party-Modus” von Renault, der für Spielberg erstmals einsatzbereit ist. Verstappen unterhielt die zahlreichen holländischen Fans zudem mit einem Dreher. „Alles gut”, gab er über Funk durch. “Ich habe nur einen 360er gemacht.” Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko meinte nach dem Training: „Wir sind auf eine Runde überraschend gut, auf dem Longrun überraschend schlecht. Also genau andersherum als sonst.“

Auch Ferrari ist mit Sebastian Vettel auf Rang vier mit 0,341 Sekunden Rückstand bei der Musik. Vettel betonte am Vortag noch, dass er durchaus optimistisch sei, sollte Ferrari am Freitag problemlos das Programm abspulen können. Einen Schreckmoment erlebte er, als McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne in der Boxengasse direkt vor seiner Nase herausfuhr. McLaren bekam wegen Unsafe Release eine Strafe von 10.000 Euro aufgebrummt.

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich - 28. Juni 2018
Aktuell

Nicht ganz ohne Probleme ging es bei Daniel Ricciardo zu. Der Australier, der momentan immer wieder zu seiner Zukunft befragt wird, musste längere Zeit wegen Reparaturen am Red Bull in der Box ausharren. Am Ende wechselte er auf Ultrasoft-Reifen, doch bereits seine auf Soft-Reifen abgelieferte Zeit war vielversprechend. Ein Taktik-Vorteil für das Rennen?

Enger Mittelfeld-Kampf

Hinter Ricciardo reihte sich Kimi Räikkönen ein, der derzeit ebenfalls immer wieder gelöchert wird, wie es um seinen Verbleib bei Ferrari steht. Mit 0,937 Sekunden Rückstand wies der Iceman schon eine beachtliche Lücke nach vorne auf. Romain Grosjean im Haas F1 fehlten auf Position 7 nur 2 Zehntel auf den Finnen. Der Mittelfeld-Kampf wird spannend werden, denn auch Force India, Sauber und Toro Rosso schafften es in die Top-Ten. Esteban Ocon nahm die achte Position vor Charles Leclerc und Pierre Gasly ein. Toro Rosso hat einen neuen Frontflügel mit nach Österreich gebracht.

Etwas enttäuschend trat hingegen Renault auf. Für Carlos Sainz und Nico Hülkenberg reicht es nur für die Plätze 13 und 15. Ebenfalls mehr hätten sich einige Fans von Robert Kubica erwartet. Der Pole ersetzte Sergey Sirotkin bei Williams, kam aber nicht über den letzten Platz hinaus. Stallrivale Lance Stroll knöpfte ihm rund 8 Zehntel ab. Allerdings war es auch die Premiere für Kubica in Spielberg. Insgesamt war es der zweite Freitagseinsatz nach Barcelona.

Sauber - Formel 1 - GP Österreich - 27. Juni 2018
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McLaren mit Upgrade

Bei McLaren verlief der Freitag insgesamt chaotisch. Ob sich der Österreich-Fluch, der auf Fernando Alonso lastet, fortsetzt? Der Spanier fiel in fünf von sechs Rennen in der Steiermark aus. Im ersten Training testete er am MCL33 einen neuen Frontflügel, Unterboden und Bardgeboards. Die Aero-Testarbeit war an der Flowviz-Farbe vorne links zu erkennen. Am Ende bedeutete es Platz 17. Vandoorne folgt auf 18, muss sich aber wie erwähnt noch für den Vorfall mit Vettel rechtfertigen und brachte darüber hinaus einen Frontflügel zu Bruch, weil er zu weit über die Kerbs kam.

GP Österreich 2018: Ergebnis 1. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:04.839 Min. 39
2. Valtteri Bottas Mercedes + 0.127 Sek. 39
3. Max Verstappen Red Bull + 0.233 42
4. Sebastian Vettel Ferrari + 0.341 29
5. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.644 22
6. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.937 31
7. Romain Grosjean HaasF1 + 1.189 31
8. Esteban Ocon Force India + 1.216 40
9. Charles Leclerc Sauber + 1.376 31
10. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.555 36
11. Marcus Ericsson Sauber + 1.561 32
12. Kevin Magnussen HaasF1 + 1.565 23
13. Carlos Sainz Renault + 1.588 29
14. Sergio Perez Force India + 1.616 42
15. Nico Hülkenberg Renault + 1.640 35
16. Lance Stroll Williams + 1.728 32
17. Fernando Alonso McLaren + 1.773 30
18. Stoffel Vandoorne McLaren + 1.859 30
19. Brendon Hartley Toro Rosso + 2.032 45
20. Robert Kubica Williams + 2.585 38
Motorsport Aktuell Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1- GP Österreich - 30. Juni 2018 Vettel muss drei Plätze zurück Sainz versuchte zu helfen

Um 18.04 Uhr kam die schlechte Nachricht für Sebastian Vettel.

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