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Ergebnis Formel 1 GP Spanien 2018

Resultate Training, Qualifying & Rennen

Lewis Hamilton - GP Spanien 2018 Foto: sutton-images.com 62 Bilder

Lewis Hamilton und Valtteri Bottas haben Mercedes beim GP Spanien einen Doppelsieg beschert. Sebastian Vettel verlor einen möglichen Podiumsplatz durch eine unglückliche Zweistopp-Strategie.

13.05.2018 Tobias Grüner

Lewis Hamilton hat den Grand Prix von Spanien gewonnen. Der Weltmeister feierte einen relativ ungefährdeten Sieg beim Europa-Auftakt in Barcelona. Nach einem guten Start von Pole Position kontrollierte der Mercedes-Pilot das Geschehen von der Spitze. Nur wegen seines etwas vorgezogenen Boxenstopps fiel er kurz hinter Max Verstappen zurück. Doch als auch der Red Bull zum Reifenwechsel ging, war die alte Reihenfolge wieder hergestellt.

Um Platz 2 wurde dahinter deutlich härter gekämpft. Am Start konnte zunächst Sebastian Vettel an Valtteri Bottas im zweiten Mercedes vorbeigehen. Mit einem ganz frühen Boxenstopp in Runde 17 versuchte Ferrari die Mercedes unter Druck zu setzen. Bottas zog direkt nach, blieb aber zunächst hinter dem Heppenheimer.

Vettel setzt auf Zweistopp-Taktik

Doch als in Runde 38 der Force India von Esteban Ocon ausrollte, machte Ferrari den entscheidenden Strategie-Fehler. Die italienischen Taktiker versuchten die Virtuelle Safety-Car-Phase zu einem zweiten Reifenwechsel zu nutzen. Doch der Stopp klappte nicht ganz wie geplant und Vettel fiel sogar noch hinter Max Verstappen zurück.

Der Red Bull-Pilot hatte seine Reifen erst zur Rennmitte gewechselt und von Beginn an auf eine Einstopp-Strategie gesetzt. Obwohl er sich bei einer Kollision mit Williams-Pilot Lance Stroll den Frontflügel beschädigt hatte, hielt sich Verstappen auf Rang 3 bis zum Ziel locker vor dem Ferrari von Vettel.

Bottas kommt mit einem Stopp über die Distanz

Valtteri Bottas fuhr trotz seines frühen Stopps ohne weitere Reifenwechsel ins Ziel und sicherte Mercedes den Doppelsieg. Vettel wollte anschließend nicht von einem Taktik-Fehler reden: „Es war für uns keine Option mit den Reifen bis zum Ende draußenzubleiben. Unser Verschleiß war einfach zu hoch. Gegen Max hatte ich am Ende keine Chance. Obwohl sein Frontflügel beschädigt war, konnte ich keinen Angriff starten. Uns hat einfach die Pace gefehlt. Wir müssen jetzt verstehen, wie wir mit diesen Reifen umgehen müssen. Wir haben diese Art Reifen ja in Silverstone noch einmal.“

Daniel Ricciardo konnte wegen eines Drehers nicht in den Kampf des Spirtzenquartetts eingreifen. Er wurde Fünfter. Bester Mittelfeld-Pilot war Kevin Magnusse im Haas auf Position 6. Dahinter folgten die beiden spanischen Lokalmatadoren Carlos Sainz und Fernando Alonso auf 7 und 8. Die letzten Plätze in den Top Ten belegten Sergio Perez im Force India und Charles Leclerc im Sauber.

Hülkenberg von Grosjean rausgekegelt

Für Nico Hülkenberg war das Rennen schon nach wenigen Metern beendet. Romain Grosjean hatte sich in Kurve 2 gedreht und dabei den Renault des Deutschen sowie den Toro Rosso von Pierre Gasly gleich mit rausgekegelt. „Das hat er wieder gut hinbekommen, der Fliegenfänger“, schimpfte Hülk anschließend. „Es ist immer das gleiche. Ich weiß nicht wie oft er sich am Wochenende dreht. Wenn er das nur für sich macht, dann ist das okay. Aber wenn er damit andere aus dem Rennen nimmt, ist es nicht mehr in Ordnung.“

GP Spanien 2018: Ergebnis Rennen

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Lewis HamiltonMercedes1:35.29,972 Std.
2. Valtteri BottasMercedes+ 0:20.593 Min.
3. Max VerstappenRed Bull+ 0:26.873
4. Sebastian VettelFerrari+ 0:27.584
5. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:50.058
6. Kevin MagnussenHaasF1+ 1 Runde
7. Carlos SainzRenault+ 1 Runde
8. Fernando AlonsoMcLaren+ 1 Runde
9. Sergio PerezForce India+ 2 Runden
10. Charles LeclercSauber+ 2 Runden
11. Lance StrollWilliams+ 2 Runden
12. Brendon HartleyToro Rosso+ 2 Runden
13. Marcus EricssonSauber+ 2 Runden
14. Sergey SirotkinWilliams+ 3 Runden
15. Stoffel VandoorneMcLarenAusfall
16. Esteban OconForce IndiaAusfall
17. Kimi RäikkönenFerrariAusfall
18. Nico HülkenbergRenaultAusfall
19. Pierre GaslyToro RossoAusfall
20. Romain GrosjeanHaasF1Ausfall

Ergebnis Qualifying: Hamilton sichert Pole Position

Lewis Hamilton startet beim GP Spanien von der Pole Position. Im Qualifying verwies der Weltmeister seinen Teamkollegen Valtteri Bottas mit 4 Hundertsteln Vorsprung auf Rang 2. Vettel fehlten auf Rang 3 auch nur anderthalb Zehntel zur Pole.

Die Qualifikation für den Grand Prix von Spanien am Samstag (12.5.2018) entwickelte sich zum prognostizierten Krimi. Nach ganz knappen Abständen zwischen den Top-Teams in den Freien Trainings ging es auch eng zur Sache, als die Startplätze für das Rennen am Sonntag ausgefahren wurden. Am Ende setzte sich Lewis Hamilton mal wieder durch. Mit einer Zeit von 1.16.173 Minuten in seinem letzten Versuch sicherte sich der Mercedes-Pilot die 74. Pole Position seiner Karriere.

„Das Team hat in den letzten Wochen hart gearbeitet. Wir versuchen immer noch unsere Probleme zu verstehen. Deshalb ein großes Dankeschön an alle“, lobte Hamilton sein Team nach der ersten Pole Position seit Australien.

Bottas verpasst Pole Position nur knapp

Valtteri Bottas bot seinem Teamkollegen bis zum Ende einen harten Kampf. Nur 4 Hunderstel entschieden das Duell am Ende zugunsten von Hamilton. „Das war echt knapp, so wie schon das ganze Wochenende. Schade, dass es nicht ganz geklappt hat. Aber für das Team ist das Ergebnis natürlich super. Und das Rennen kommt erst morgen. Das wird ein heißer Kampf“, prognostiziert der Finne.

Sebastian Vettel musste sich hinter der silbernen Wand mit dem dritten Startplatz zufrieden geben. Mit knapp anderthalb Zehntel fiel auch der Rückstand des Heppenheimers äußerst knapp aus. „Ich war mit meiner Runde eigentlich zufrieden. Das Auto hat sich bis zum Ende gut angefühlt. Ich habe nach der Zieldurchfahrt auf die Anzeige geschaut, aber mein Name ist leider nicht ganz oben in der Tabelle aufgetaucht. Trotzdem denke ich, dass wir morgen ein gutes Rennen sehen werden.“

Vettel teilt sich die zweite Reihe mit Teamkollege Kimi Räikkönen. Im Gegensatz zu den Silberpfeilen entschieden sich die Ferrari-Piloten in der letzten K.O.-Runde überraschenderweise für die Soft-Reifen und nicht für die etwas weicheren Supersofts. Der Abstand der beiden Pirelli-Mischungen ist auf der frisch asphaltierten Strecke von Barcelona nicht so groß wie sonst.

Verstappen im Red Bull-Duell hauchdünn vorne

Bei Red Bull überließ man den Piloten die Wahl. Max Verstappen entschied sich für Supersofts, Daniel Ricciardo fuhr seine schnellste Runde auf Softs. Am Ende ging der Kampf um Startplatz 5 zugunsten von Verstappen aus. Der Abstand der beiden Red Bull-Autos betrug allerdings nur 2 Tausendstel.

Durch das Upgrade-Paket hielt sich der Abstand der beiden Red Bull-Piloten zur Spitze in Grenzen. „Wir sind im Qualifying nur noch zwei Zehntel von den anderen Teams vor uns weg und nicht mehr sechs Zehntel“, freute sich Ricciardo. Verstappen ergänzte: „Uns fehlt jetzt nur noch der Power-Modus. Auf den Geraden verlieren wir noch zu viel Zeit. Die ersten drei Plätze waren deshalb außer Reichweite heute.“

Kevin Magnussen zeigte auf Rang 7, dass HaasF1 in Barcelona das Mittelfeld anführt. Teamkollege Romain Grosjean konnte das Potenzial des Autos allerdings nicht ganz ausspielen. Der Franzose startet nur von Rang 10. Dazwischen schoben sich noch die beiden spanischen Lokalmatadoren Fernando Alonso (McLaren) und Carlos Sainz (Renault).

Hülkenberg scheitert überraschend im Q1

Für Nico Hülkenberg im zweiten Renault war schon nach der ersten Quali-Runde Schluss. Allerdings wurde der Rheinländer beim Kampf um die Startplätze auch von der Technik im Stich gelassen. Den ersten Versuch musste der Pilot wegen Problemen mit dem Benzindruck abbrechen. Nach einem kurzen, hektischen Stopp in der Garage verpasste Hülkenberg bei seinem zweiten Versuch die Q2-Marke um hauchdünne 38 Tausendstel.

„Wir hatten schon im dritten Freien Training ein Problem mit dem Benzindruck. Eigentlich dachten wir, dass wir es behoben hätten“, klagte der Emmericher. Von Rang 16 wird es am Sonntag kein leichter Weg in die Punkte. Hinter Hülkenberg stehen noch Marcus Ericsson im Sauber, die beiden Williams sowie Brendon Hartley, dessen Toro Rosso nach dem heftigen Crash im dritten Training nicht rechtzeitig zum Qualifying repariert werden konnte.

GP Spanien 2018: Ergebnis Qualifikation

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Lewis HamiltonMercedes1:17.6331:17.1661:16.173
2. Valtteri BottasMercedes1:17.6741:17.1111:16.213
3. Sebastian VettelFerrari1:17.0311:16.8021:16.305
4. Kimi RäikkönenFerrari1:17.4831:17.0711:16.612
5. Max VerstappenRed Bull1:17.4111:17.2661:16.816
6. Daniel RicciardoRed Bull1:17.6231:17.6381:16.818
7. Kevin MagnussenHaasF11:18.1691:17.6181:17.676
8. Carlos SainzRenault1:18.4801:17.8031:17.721
9. Fernando AlonsoMcLaren1:18.2761:18.1001:17.790
10. Romain GrosjeanHaasF11:18.3051:17.6991:17.835
11. Stoffel VandoorneMcLaren1:18.8851:18.323
12. Pierre GaslyToro Rosso1:18.5501:18.463
13. Esteban OconForce India1:18.8131:18.696
14. Charles LeclercSauber1:18.6611:18.910
15. Sergio PerezForce India1:18.7401:19.098
16. Nico HülkenbergRenault1:18.923
17. Marcus EricssonSauber1:19.493
18. Sergei Sirotkin*Williams1:19.695
19. Lance StrollWilliams1:20.225
20. Brendon HartleyToro Rossoohne Zeit
* + 3 Plätze Strafe

Ergebnis Training 3: Hamilton vorn, Hartley crasht

Lewis Hamilton hat sich im dritten Freien Training zum GP Spanien die Bestzeit gesichert. Der Abstand zu Ferrari blieb aber nach wie vor klein. Red Bull hatte mit Problemen zu kämpfen. Für einen Schreckmoment sorgte Brendon Hartley.

Auch nach der Generalprobe zum Qualifying gibt es in Barcelona noch keinen klaren Favoriten auf die Pole Position. Lewis Hamilton konnte zwar am Samstag (12.5.2018) wie schon am Freitagnachmittag die schnellste Runde der Session setzen, der Vorsprung vor Teamkollege Valtteri Bottas betrug aber nur 13 Tausendstel.

Die Mercedes-Piloten müssen aber nicht nur die teaminterne Konkurrenz fürchten. Auch Ferrari konnte im dritten Training überzeugen. Sebastian Vettel blieb auf Rang 3 nur zweieinhalb Zehntel entfernt. Direkt dahinter belegte Kimi Räikkönen im zweiten roten Renner mit drei Zehntlen Rückstand Platz 3. Beim Finnen musste nach seinen Antriebsproblemen im zweiten Training übrigens die Antriebseinheit gewechselt werden. Der Iceman steht somit bei Motor Nummer 2 von 3 für die komplette Saison.

Technik-Probleme bei Max Verstappen

Red Bull konnte im dritten Training nicht die volle Leistungsfähigkeit demonstrieren. Daniel Ricciardo drehte sich in der Schikane im dritten Sektor und landete mit 7 Zehnteln Rückstand nur auf Position 5. Teamkollege Max Verstappen wurde von einem Elektrik-Problem nachhaltig gestoppt. Der Holländer kam nur auf 5 Runden und Rang 12.

Das beste Team im Mittelfeld scheint nach wie vor Haas zu sein. Kevin Magnussen und Romain Grosjean belegten die Plätze 6 und 7. Bei Renault ging es im Vergleich zum Vortag deutlich voran. Carlos Sainz ließ sich die achtschnellste Zeit notieren. Teamkollege Nico Hülkenberg war vergleichbar schnell, wurde aber bei seiner schnellsten Runde vom Spanier behindert und landete nur auf Rang 11. Da stimmte die Kommunikation im Team offenbar nicht.

Hartley mit heftigem Crash

So gingen die letzten beiden Positionen in den Top Ten an den zweiten Lokalmatador Fernando Alonso sowie Pierre Gasly im Toro Rosso. Der zweite Red Bull-Junior Brendon Hartley sorgte 4 Minuten vor dem Ende der Session für die spektakulärsten Szene. Bei der Anfahrt auf die schnelle Kurve 9 kam der Neuseeländer außen aufs Gras und verlor die Kontrolle über sein Auto. Der Toro Rosso schlug hart in die Bande ein und wurde beim Aufprall förmlich auseinander gerissen. Die Reparatur werden die Mechaniker wohl nicht rechtzeitig zum Qualifying schaffen. Hartley startet am Sonntag somit vom letzten Startplatz.

GP Spanien 2018: Ergebnis 3. Training

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Lewis HamiltonMercedes1:17.281 Min.15
2. Valtteri BottasMercedes+ 0.013 Sek.19
3. Sebastian VettelFerrari+ 0.26916
4. Kimi RäikkönenFerrari+ 0.30017
5. Daniel RicciardoRed Bull+ 0.70016
6. Kevin MagnussenHaasF1+ 1.07615
7. Romain GrosjeanHaasF1+ 1.42516
8. Carlos SainzRenault+ 1.50216
9. Fernando AlonsoMcLaren+ 1.56614
10. Pierre GaslyToro Rosso+ 1.60517
11. Nico HülkenbergRenault+ 1.62416
12. Max VerstappenRed Bull+ 1.7325
13. Esteban OconForce India+ 1.84020
14. Stoffel VandoorneMcLaren+ 1.95517
15. Charles LeclercSauber+ 2.01119
16. Sergio PerezForce India+ 2.09517
17. Brendon HartleyToro Rosso+ 2.14723
18. Marcus EricssonSauber+ 2.46317
19. Lance StrollWilliams+ 2.61915
20. Sergey SirotkinWilliams+ 2.62813

Ergebnis Training 2: Hamilton nur knapp vorne

Den Fans steht ein spannendes Rennwochenende in Barcelona bevor. In den Proberunden am Trainingsfreitag trennten Mercedes, Red Bull und Ferrari nur ein paar Zehntel. Die Bestzeit in der zweiten Session sicherte sich Lewis Hamilton.

Der enge Dreikampf der Top-Teams aus den ersten vier Rennen scheint sich auch beim GP Spanien fortzusetzen. In der zweiten Sitzung am Nachmittag ging es auf dem Kurs in Barcelona deutlich enger zur Sache als noch zum Auftakt in der Früh, als Valtteri Bottas das Geschehen relativ klar dominiert hatte.

Die zweite Bestzeit des Wochenendes ging dieses Mal an das Schwesterauto von Lewis Hamilton. Der Weltmeister verpasste die Marke seines Teamkollegen vom Vormittag allerdings um ein knappes Zehntel. Der Grund für die schwächeren Zeiten lag unter anderem in den gestiegenen Temperaturen. Auf dem heißeren Asphalt verloren vor allem die ganz weichen Supersoft-Reifen schnell den Grip.

Hamilton und Ricciardo fahren Bestzeiten auf Soft-Reifen

Die mangelnde Haftung spiegelte sich nicht nur in den Rundenzeiten wieder, sondern auch in einigen Ausrutschern. So schafften es weder Hamilton noch Bottas bei ihren Qualifying-Simulationen auf den rotmarkierten Reifen eine fehlerfreie Runde zusammen zu bekommen. Hamiltons fuhr seine Bestzeit auf den in der Theorie etwas langsameren Soft-Gummis. Bottas kam mit seinem Supersoft-Run nur auf Position 5.

Genau wie Hamilton war auch der zweitplatzierte Daniel Ricciardo bei seinem schnellsten Umlauf auf den Softs unterwegs. Dem Australier fehlte am Ende nur ein gutes Zehntel auf die Bestzeit. Max Verstappen im zweiten Red Bull war mit 0,274 Sekunden Rückstand auf den Supersofts ebenfalls in direkter Schlagdistanz zur Spitze. Knapp dahinter folgte auch schon Sebastian Vettel mit seinem Ferrari. Der Heppenheimer ließ sich mit 0,326 Sekunden Rückstand auf Supersofts die viertbeste Zeit notieren.

Räikkönen droht Motorwechsel

Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 11. Mai 2018 Foto: xpb
Kimi Räikkönen rollte mit einem Motorproblem an die Box zurück.

Dahinter folgten der schon erwähnte Valtteri Bottas und dessen finnischer Landsmann Kimi Räikkönen. Der Iceman war nach einer Dreiviertelstunde zunächst mit einem Ausflug ins Kiesbett negativ aufgefallen. Fünf Minuten später meldete sich der Ferrari-Pilot dann mit einem Motoren-Problem über Funk. Der Pilot stellte das Triebwerk sofort ab, schaffte es aber mit dem Restschwung noch aus eigener Kraft von der Strecke in die Boxengasse.

Räikkönen konnte die Sitzung danach allerdings nicht wieder aufnehmen. Ferrari wollte direkt nach der Sitzung noch nicht verraten, ob es sich nur um ein Problem mit dem Ölkreislauf handelte oder ob der Motor nachhaltig Schaden genommen hat. Im schlimmsten Fall droht Kimi der Einbau des zweiten von drei erlaubten Motoren schon vor den fünften Rennen.

Haas führt Mittelfeld an

Klar als vierte Kraft hinter den drei Top-Teams präsentierte sich am Nachmittag HaasF1. Romain Grosjean und Kevin Magnussen landeten am den Positionen 7 und 8. Dabei hatte die Sitzung für Grosjean nicht besonders gut begonnen. Schon nach fünf Minuten war der Franzose ins Kiesbett gerutscht und musste geborgen werden. Mit dem Transporter wurde das unbeschädigte Auto wieder zur Garage gebracht, wodurch Grosjean die Testarbeit nach einer kurzen Reinigung doch noch fortsetzen konnte.

Auf den Plätzen 9 bis 12 fanden sich die vier Piloten von McLaren und Force India wieder. Beide Teams waren mit großen Upgrade-Paketen nach Barcelona gereist. Noch lässt sich nicht sagen, wer den größten Schritt im Mittelfeld gemacht hat. Nicht so gut sah es im Training für das Renault-Duo aus. Nico Hülkenberg gab mit Platz 13 immerhin ein kleines Lebenszeichen ab. Carlos Sainz landete dagegen nur auf Position 17.

Selbst die Sauber-Piloten auf den Plätzen 15 und 16 scheinen eine echte Gefahr für die französische Werksmannschaft. Ganz am Ende des Feldes hat Williams trotz einiger Upgrade-Teile immer noch nicht den Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden. In der Galerie zeigen wir Ihnen einige Bilder vom Training in Barcelona.

GP Spanien 2018: Ergebnis 2. Training

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Lewis HamiltonMercedes1:18.259 Min.39
2. Daniel RicciardoRed Bull+ 0.13341
3. Max VerstappenRed Bull+ 0.27439
4. Sebastian VettelFerrari+ 0.32634
5. Valtteri BottasMercedes+ 0.35239
6. Kimi RäikkönenFerrari+ 0.57016
7. Romain GrosjeanHaasF1+ 1.32024
8. Kevin MagnussenHaasF1+ 1.38439
9. Stoffel VandoorneMcLaren+ 1.46332
10. Sergio PerezForce India+ 1.70328
11. Esteban OconForce India+ 1.76538
12. Fernando AlonsoMcLaren+ 1.77635
13. Nico HülkenbergRenault+ 1.92443
14. Pierre GaslyToro Rosso+ 2.11432
15. Marcus EricssonSauber+ 2.24237
16. Charles LeclercSauber+ 2.25529
17. Carlos SainzRenault+ 2.41331
18. Brendon HartleyToro Rosso+ 3.00634
19. Lance StrollWilliams+ 3.29735
20. Sergey SirotkinWilliams+ 3.80136

Ergebnis Training 1: Mercedes dominiert beim Auftakt

Mercedes hat im ersten Training zum GP Spanien klar die schnellsten Runden gedreht. Valtteri Bottas sicherte sich die erste Bestzeit des Wochenendes. Die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari blieb fast eine Sekunde entfernt.

Im Auftakttraining von Barcelona bot sich den zehn Teams am Freitag (11.5.2018) die erste Gelegenheit die großen Upgrade-Pakete im Einsatz auf der Strecke zu testen. Zum Ärger der Ingenieure und der Fahrer erschwerte eine starker, böiger Wind die Arbeit. Auch die noch sehr rutschige Strecke half nicht beim Sammeln von Daten.

Ricciardo kracht in die Bande

Daniel Ricciardo - GP Spanien 2018 Foto: sutton-images.com
Das Auto von Daniel Ricciardo musste nach dem Crash zur Garage geschoben werden.

Das Ergebnis waren einige Ausrutscher. Den Start machten Valtteri Bottas und Sebastian Vettel, deren Dreher in der Anfangsviertelstunde aber ohne Folgen blieben. Schwerwiegender war da schon der Einschlag von Daniel Ricciardo, der mit seinem Red Bull nach 35 Minuten in Kurve 4 in die Bande rutschte. Das beschädigte Auto musste mit dem Abschlepper zurück zur Garage gebracht werden.

Auch Lance Stroll konnte nicht die kompletten 90 Minuten der Sitzung nutzen. Der Williams-Pilot strandete nach gut einer Stunde im Kiesbett von Kurve 5. Teamkollege Robert Kubica hatte es wenige Minuten zuvor immerhin geschafft, sein Auto bei einem Dreher in der vorletzten Kurve auf dem Asphalt zu halten. Trotzdem hatten sich die Williams-Verantwortlichen den Start in das Wochenende sicher etwas anders vorgestellt.

Bottas fährt klare Bestzeit

Bei Mercedes sah man dagegen entspannte Gesichter am Kommandostand. Bottas leistete sich zwar wie erwähnt einen kleinen Dreher, fuhr aber auch die schnellsten Rundenzeiten. Auf dem Soft-Reifen sicherte sich der Finne in 1:18.148 Minuten den Spitzenplatz in der Tabelle. Teamkollege Lewis Hamilton konnte das Tempo nicht ganz mitgehen. Achteinhalb Zehntel Rückstand reichten aber immer noch für Platz 2.

Die Konkurrenz von Ferrari und Red Bull ließ es im ersten Training noch etwas gemütlicher angehen. Sebastian Vettel fehlte auf Rang 3 schon fast eine Sekunde zur Spitze. Dabei war der Heppenheimer sogar auf dem weicheren Supersoft unterwegs. Die beiden Red Bull von Max Verstappen (+1,0s) und Daniel Ricciardo (+1,7s) fanden sich auf den Plätzen 4 und 7 wieder. Verstappen fuhr seine persönliche Bestzeit auf Medium.

McLaren macht Schritt nach vorne

McLaren - Formel 1 - GP Spanien - 2018 McLaren zeigt B-Version Die hässlichste Nase der Formel 1

Zwischen die beiden Red Bull-Piloten schob sich neben Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari auch noch Fernando Alonso im runderneuerten McLaren. Das große Upgrade-Paket mit der gewöhnungsbedürftigen Nase scheint einen deutlichen Sprung nach vorne zu bringen. Teamkollege Stoffel Vandoorne schaffte es auf Rang 9 ebenfalls in die Top Ten.

Auch HaasF1 hinterließ wie schon bei den Testfahrten vor der Saison einen starken Eindruck auf der Strecke in Barcelona. Romain Grosjean und Kevin Magnussen landeten im Klassement auf den Positionen 8 und 11. Etwas enttäuschend lief es dagegen für die beiden Renault-Piloten. Carlos Sainz und Nico Hülkenberg kamen mit 3 Sekunden Rückstand nur auf die Plätze 15 und 17.

GP Spanien 2018: Ergebnis 1. Training

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Valtteri BottasMercedes1:18.148 Min.32
2. Lewis HamiltonMercedes+ 0.84922
3. Sebastian VettelFerrari+ 0.95024
4. Max VerstappenRed Bull+ 1.03926
5. Kimi RäikkönenFerrari+ 1.35119
6. Fernando AlonsoMcLaren+ 1.71026
7. Daniel RicciardoRed Bull+ 1.72311
8. Romain GrosjeanHaasF1+ 1.75824
9. Stoffel VandoorneMcLaren+ 1.93528
10. Pierre GaslyToro Rosso+ 2.36029
11. Kevin MagnussenHaasF1+ 2.48928
12. Charles LeclercSauber+ 2.51723
13. Sergio PerezForce India+ 2.77636
14. Marcus EricssonSauber+ 2.83618
15. Carlos SainzRenault+ 2.90528
16. Esteban OconForce India+ 2.99627
17. Nico HülkenbergRenault+ 3.01126
18. Brendon HartleyToro Rosso+ 3.22528
19. Robert KubicaWilliams+ 3.36224
20. Lance StrollWilliams+ 4.60815
Neuester Kommentar

@donington93
Ich würde McLaren nicht unterschätzen, da bei allen Rennen, außer in China, beide Autos in die Punkte gefahren sind und sie hatte bis jetzt noch keine Ausfälle.
Wenn sie diese Konstanz das ganze Jahr über halten können kommen sie in die Top 5 der Teamwertung.
Dann brauchen sie eigentlich für nächstes Jahr nur noch mit den Erfahrungen aus diesem Jahr das letzte Quäntchen aus dem Auto zu holen und dem routinierten Spanier ein Talent wie Sergio Perez an die Seite stellen (nicht als Wasserträger, der alte braucht eine Herausforderung)

waydol 13. Mai 2018, 23:33 Uhr
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