Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021 Motorsport Images
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021
Pierre Gasly - Alpha Tauri  - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021
Esteban Ocon - Alpine - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021 59 Bilder

Ergebnis Bahrain F1-Test (3): Verstappen-Bestzeit

Ergebnis Bahrain F1-Test - Tag 3 Verstappen setzt Ausrufezeichen

Am letzten Testtag von Bahrain haben einige Teams erstmals die Hosen runtergelassen. Die schnellste Runde der Woche drehte Max Verstappen. Sebastian Vettel hatte wieder mit Technik-Problemen zu kämpfen. Bei Mercedes ging es immerhin leicht bergauf. Reicht das um Red Bull zu schlagen?

Nach nur drei Testtagen ist der Spaß in Bahrain auch schon wieder vorbei. Am Sonntag (14.3.) hatten alle Teams die letzte Gelegenheit, ihre neuen Autos auf den Saisonstart vorzubereiten, der in zwei Wochen an gleicher Stelle auf dem Programm steht. Und wieder kamen nicht alle Autos ohne Probleme durch die Session.

Von einer längeren Standzeit war auch Sebastian Vettel in der Nachmittags-Session betroffen. Der Heppenheimer stieg eigentlich mit dem Ziel ins Cockpit, so viele Kilometer wie möglich abzuspulen. Diesen Wunsch konnten ihm die Ingenieure nicht erfüllen. Ein Problem mit dem Ladedruck stoppte Vettels Programm anderthalb Stunden vor der karierten Flagge.

"Das war natürlich nicht Teil des Plans. Ich hätte gerne die guten Streckenbedingungen am Abend genossen. Jeder Meter ist zum aktuellen Zeitpunkt wichtig für mich", klagte der Pilot. Mit 56 Runden blieb Vettel deutlich unter den eigenen Vorstellungen. An allen drei Testtagen kamen lediglich 117 Runden zusammen.

Sebastian Vettel - Aston Martin - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021
xpb
Sebastian Vettel musste seinen Aston Martin anderthalb Stunden vor dem Abpfiff mit einem Ladedruck-Problem abstellen.

Verstappen-Bestzeit trotz Fehler

Die Zeitenjagd stand bei Aston Martin gar nicht auf dem Programm. Vettel und Teamkollege Lance Stroll fanden sich folgerichtig ganz hinten in der Tabelle des Abschlusstags wieder. Mehr Wert auf schnelle Runden wurde offenbar bei den beiden Honda-Teams gelegt. Eine gute Stunde vor dem Abpfif der Session drehte Max Verstappen die schnellste Runde der Woche.

Der Red-Bull-Pilot umrundete den 5,412 Kilometer langen Wüstenkurs auf der zweitweichsten Mischung (C4) in 1:28.960 Minuten. Die Zeit ist allerdings nicht sehr repräsentativ. Verstappen rutschte bei seiner Bestzeit in Kurve 11 neben die Strecke, was sicher ein paar Zehntel kostete. Bei einem weiteren Anlauf stand Nikita Mazepin in Kurve 1 im Weg.

Auch das zweite Auto mit Honda-Motor fand sich zum Abschluss der Testwoche weit vorne in der Tabelle wieder. Alpha-Tauri-Rookie Yuki Tsunoda wurde zur Vorbereitung auf sein erstes Formel-1-Qualifying am Abend mit den ganz weichen C5-Reifen auf Zeitenjagd geschickt. Am Ende fehlte nur ein knappes Zehntel auf die Verstappen-Vorgabe.

Die Ferrari-Teams konnten – oder wollten – das Tempo nicht mitgehen. Carlos Sainz blieb bei seinem schnellsten Run auf C4-Reifen mit sechs Zehnteln Rückstand auf Rang drei hängen. Nur zwei Zehntel weiter hinten landete Kimi Räikkönen im stark verbesserten Alfa Romeo auf Position vier. Allerdings war der Iceman dabei auf den ganz weichen C5-Gummis unterwegs.

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021
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Mercedes macht noch nicht den starken Eindruck, den wir aus den Vorjahren gewohnt sind.

Mercedes leicht verbessert

Das große Sorgenkind heißt weiter Mercedes. Noch immer kann das Weltmeisterteam weder in puncto Zuverlässigkeit noch bei der Pace überzeugen. "Wir haben viel mit dem Setup gespielt und konnten immerhin einen Schritt in die richtige Richtung machen", erklärte Valtteri Bottas nach seinen 86 Runden am Vormittag.

Bei Lewis Hamilton kamen am Nachmittag nach zahlreichen Umbauten nur 54 Umläufe zustande. Dabei wirkte der schwarz lackierte Silberpfeil immer noch sehr nervös im Heck, was sich in einem Highspeed-Dreher in der Zielkurve bemerkbar machte. Wenigstens durfte der Weltmeister in der Schlussphase ein paar Runs mit weniger Sprit und weichen Reifen abspulen, womit es immerhin zu Rang fünf reichte.

"Ich verschwende keine Zeit damit, mir große Sorgen zu machen. Es ist besser, wenn es jetzt noch nicht rund läuft, als wenn es bei den Rennen passieren würde", so das Fazit des Briten. "Wir haben als Team mehrfach den Titel gewonnen und werden die Sache jetzt dementsprechend angehen. Der Speed von einigen anderen Autos ist aber beeindruckend. Vor allem von Red Bull. Die sind dieses Jahr wohl ein anderes Kaliber."

George Russell - Formel 1 - Test - Bahrain - 14. März 2021
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George Russell spulte am Sonntag seine ersten Runden im neuen Williams ab.

Williams besser als Haas

Einen Schritt nach vorne scheint immerhin dem Mercedes-Kundenteam Williams gelungen zu sein. George Russell raste an seinem ersten Einsatztag auf Platz sechs. Haas wird sich diese Saison strecken müssen, will man nicht die rote Laterne überreicht bekommen. Nikita Mazepin und Mick Schumacher kamen zum Abschluss nicht über die Plätze 14 und 15 hinaus.

Trotzdem zog Schumi Junior am Ende ein positives Fazit: "Wir konnten am Samstag und Sonntag viel Zeit gutmachen, die wir am ersten Testtag verloren hatten. Alles hat soweit gut funktioniert. Ich fühle mich wohl im Auto und bin in der Lage zu spüren, wenn wir Änderungen beim Setup vornehmen. Ich bin in heißen und kühleren Bedingungen gefahren. Ich habe die verschiedenen Reifen ausprobiert. Es war mal mehr und mal weniger windig. Ich fühle mich auf alles vorbereitet."

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Highlights des Tages.

Formel 1 - Bahrain-Test 2021 - Tag 3

Fahrer Team Zeit Runden Reifen
1. Max Verstappen Red Bull 1:28.960 64 C4
2. Yuki Tsunoda AlphaTauri 1:29.053 91 C5
3. Carlos Sainz Ferrari 1:29.611 79 C4
4. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:29.766 166 C5
5. Lewis Hamilton Mercedes 1:30.025 54 C5
6. George Russell Williams 1:30.117 158 C5
7. Daniel Ricciardo McLaren 1:30.144 76 C4
8. Sergio Perez Red Bull 1:30.187 49 C4
9. Fernando Alonso Alpine 1:30.318 78 C4
10. Charles Leclerc Ferrari 1:30.486 80 C3
11. Lando Norris McLaren 1:30.661 56 C3
12. Pierre Gasly AlphaTauri 1:30.828 76 C4
13. Esteban Ocon Alpine 1:31.310 61 C3
14. Nikita Mazepin Haas 1:31.718 67 C4
 15. Mick Schumacher Haas 1:32.053 78 C3
16. Valtteri Bottas Mercedes 1:32.406 86 C2
17. Sebastian Vettel Aston Martin 1:35.041 56 C3
18. Lance Stroll Aston Martin 1:36.100 80 C3
Fahrer Team Zeit Runden Reifen
1. Max Verstappen Red Bull 1:28.960 64 C4
2. Yuki Tsunoda AlphaTauri 1:29.053 91 C5
3. Carlos Sainz Ferrari 1:29.611 79 C4
4. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:29.766 166 C5
5. Lewis Hamilton Mercedes 1:30.025 54 C5
6. George Russell Williams 1:30.117 158 C5
7. Daniel Ricciardo McLaren 1:30.144 76 C4
8. Sergio Perez Red Bull 1:30.187 49 C4
9. Fernando Alonso Alpine 1:30.318 78 C4
10. Charles Leclerc Ferrari 1:30.486 80 C3
11. Lando Norris McLaren 1:30.661 56 C3
12. Pierre Gasly AlphaTauri 1:30.828 76 C4
13. Esteban Ocon Alpine 1:31.310 61 C3
14. Nikita Mazepin Haas 1:31.718 67 C4
 15. Mick Schumacher Haas 1:32.053 78 C3
16. Valtteri Bottas Mercedes 1:32.406 86 C2
17. Sebastian Vettel Aston Martin 1:35.041 56 C3
18. Lance Stroll Aston Martin 1:36.100 80 C3
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