Ergebnis F1 Test Jerez 2013 (Tag 3)

Massa im Ferrari mit Bestzeit

Felipe Massa, Ferrari, Formel 1-Test, Jerez, 7.2.2013 Foto: xpb 142 Bilder

Am dritten Testtag von Jerez gab es gleich zwei Überraschungen. Ferrari-Pilot Felipe Massa setzte eine überlegene Bestzeit. Mercedes spulte mehr als 655 Kilometer ohne Probleme ab. Da wurde der erste Auftritt von Weltmeister Sebastian Vettel fast zur Nebensache.

Alle Kritiker, die Ferrari und Mercedes schon abgeschrieben hatten, müssen ihre Geschichten noch einmal ändern. Felipe Massa war am ganzen dritten Testtag der dominante Mann auf der Strecke. Immer wieder ließ sich der Brasilianer schnelle Zeiten notieren, mit denen schon keiner mehr gerechnet hatte.

Massa fährt Bestzeit mit weichen Reifen

Seinen schnellsten Run absolvierte der Ferrari kurz vor dem Mittag. Massa fuhr auf weichen Reifen sieben Runden am Stück. Im ersten Umlauf gelang ihm eine 1:17.879 Minuten - so schnell war in dieser Woche noch niemand auf dem Circuito de Jerez. Trotz guter Bedingungen und weicher Gummis muss man so eine Zeit erst einmal fahren.

Bei Mercedes war es weniger der zweite Platz (1:18.766 Min.), der für hochgezogene Augenbrauen sorgte, sondern mehr die Kilometerleistung. Nach nur 14 Runden am Dienstag, und 15 Runden am Mittwoch umrundete Rosberg die 4,428 Kilometer lange Strecke in der dritten Session gleich 148 Mal. Die Zweifel an der Zuverlässigkeit dürften nach mehr als zwei Renndistanzen ohne nennenswerte Probleme erst einmal beseitigt sein.

Vettel verzichtet auf Zeitenjagd

Auch Sebastian Vettel war am Donnerstag gut unterwegs. Mit 102 Runden und einer schnellsten Runde in 1:19.052 Min. belegte der Weltmeister sowohl in der Kilometer- als auch in der Zeitentabelle Rang drei. Wie schon Teamkollege Mark Webber an den Vortagen verzichtete der Heppenheimer auf die Bestzeitenjagd.

Mit Kimi Räikkönen hatte noch ein weiterer Weltmeister seinen ersten Auftritt in diesem Testwinter. Für den Finnen lief es aber alles andere als reibungslos. Zunächst fand er nicht die richtige Sitzposition. Als er endlich gut saß und aus dem Cockpit sehen konnte, streikte plötzlich die Technik.

Anderthalb Stunden vor dem Testende versuchte der Iceman das letzte Mal aus der Box zu fahren. Dabei kam er aber nur 20 Meter weit. Die Mechaniker mussten das Auto mitsamt Pilot wieder zurückschieben. Der erste Verdacht deutet auf ein Problem mit der Kupplung hin. Insgesamt kam Kimi nur auf 40 Runden.

Dramatischer Unfall bei Force India

Auch bei Force India war der Wurm drin. Testfahrer James Rossiter sorgte in der Früh für einen Schreckmoment, als er beim Boxenstopp einen Mechaniker anfuhr. Der Mann am Wagenheber wurde durch die Luft gewirbelt, kam aber mit einigen blauen Flecken davon. "Das war mein Fehler. Die Bremsen waren noch kalt", entschuldigte sich der Crash-Pilot später. Am Nachmittag sollte dann Teamkollege Paul di Resta übernehmen, doch der Schotte kam nur sieben Runden weit. Ein gebrochener Auspuff sorgte für einen frühen Feierabend.

Bei Sauber hatte Esteban Gutierrez seinen ersten offiziellen Auftritt als Stammpilot. Der Rookie aus Mexiko kam immerhin auf 110 Runden. Mit 1:19.934 Min. kam er zwar nicht ganz an die Vorgabe von Nico Hülkenberg vom Vortag heran, es reichte aber immerhin für Platz acht direkt hinter Jenson Button im McLaren.

Neuer Frontflügel bei Mercedes

An der Technikfront gab es wieder einige interessante Entwicklungen. Mercedes brachte erstmals den bereits angekündigten neuen Frontflügel. Williams testete einen neuen Auspuff. Und bei Ferrari wird eifrig im Heck umgebaut. Der Bereich Auspuff und Unterboden ist bei den Italiener momentan besonders im Fokus.

Alle Highlights von der Strecke und der Technikfront haben wir in unserer Bildergalerie. Am Freitag (8.2.2013) versorgen wir Sie wieder in unserem Live-Ticker mit Bildern, Infos und Zeiten aus Jerez.

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