Sebastian Vettel - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019 xpb
Sebastian Vettel - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019
Valtteri Bottas - Mercedes - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019
Valtteri Bottas - Mercedes - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019
Sebastian Vettel - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019
John Elkann & Mattia Binotto - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019 122 Bilder

Ergebnis Barcelona F1-Test 2019 (Tag 8)

Vettel hauchdünn vor Hamilton

Ferrari gegen Mercedes: Der letzte Testtag in Barcelona stand im Zeichen der beiden großen Rivalen. Sebastian Vettel legte am Vormittag mit der schnellsten Testrunde vor. Lewis Hamilton verpasste sie in den Abendstunden nur um drei Tausendstel.

Es ist geschafft, die Wintertestfahrten sind vorbei. Die Formel 1 freut sich über acht größtenteils sonnige und vor allem regenfreie Testtage in Barcelona. Die zehn Teams strampelten gemeinsam 8.774 Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ab. Das entspricht einer Distanz von 40.843 Kilometern. Allein am Freitag legten sie 5.269 davon zurück.

Ferrari ganz knapp vor Mercedes

Ferrari hatte in der ersten Testwoche das schnellste Auto. In der zweiten näherte sich Mercedes an. Je länger die Tests andauerten, desto besser verstanden die Ingenieure das große Upgrade-Paket, desto mehr reifte der Silberpfeil, desto besser wurde er. In den Abendstunden des letzten Testtages verdichtete sich, was Ferrari-Teamchef Mattia Binotto schon vorher befürchtet hatte: „Mercedes wird in Melbourne ein sehr starkes Auto haben.“

Lewis Hamilton umrundete den 4,655 langen Kurs in 1:16.224 Minuten und verfehlte den Spitzenplatz nur um drei Tausendstel. Sein größter Widersacher der letzten beiden Saisons erzielte die schnellste Testrunde im Zuge einer Qualifikationssimulation am Freitag-Vormittag. Sebastian Vettel verpasste in 1:16.221 Minuten die Pole-Position-Zeit aus dem Vorjahr um knapp ein halbes Zehntel. Im internen Ferrari-Duell herrscht praktisch Gleichstand. Leclerc war am Vortag nur eine Hundertstel langsamer als Teamkapitän Vettel.

John Elkann & Mattia Binotto - Ferrari - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019
Stefan Baldauf
Ferrari hat noch Schwierigkeiten mit der Standfestigkeit.

Der WM-Zweite des Vorjahres tankte für den Nachmittag auf. Gegen 14:35 Uhr startete Vettel eine Rennsimulation, die nach nicht einmal einer Stunde zu Ende war. Der Ferrari mit der Startnummer 5 strandete zwischen Kurve zwei und drei. Ferrari schob es auf die Elektrik. Die Zuverlässigkeit bereitet den Italienern Sorgen. Die Liste der Unzulänglichkeiten wurde von Tag zu Tag länger: gebrochene Felge, Kühlprobleme, ein zu heißer Auspuff, Elektrik. „Wir haben durch Defekte und den Unfall von Sebastian am Mittwoch ein paar Rückschläge erlitten. Deshalb fühlen wir uns nicht optimal vorbereitet. Wir haben Hausaufgaben zu erledigen. Bis Melbourne bleibt aber noch etwas Zeit“, führt Binotto aus.

W10 schnell und zuverlässig

„Wir haben ein gut ausbalanciertes Auto. Aber auch bei der Performance gibt es noch Steigerungsbedarf. Wir betrachten uns deshalb nicht als Favoriten“, sagt der Teamchef. Dass die Geschwindigkeit stimmt, verdeutlicht nicht nur die Bestzeit. Bis zur 39. Runde seiner Rennsimulation fuhr Vettel erst auf den C3- und später auf den C2-Reifen beeindruckend konstante Rundenzeiten. Deutlich schnellere als Bottas am Vortag.

Mercedes wird das Testfinale teotzdem als Erfolg verbuchen. Der W10 ist inzwischen schnell und zuverlässig. Die Ingenieure glauben, dass etwa zwei bis drei Zehntelsekunden auf Ferrari fehlen könnten. Im Vergleich der einzelnen Sektoren fällt auf, dass Ferrari im ersten und zweiten Streckenabschnitt die Oberhand hat. Im letzten Teil mit sieben Kurven entzauberte Hamilton seinen Rivalen im roten Auto. Das könnte dafürsprechen, dass Hamilton zu Beginn behutsamer mit den Reifen umging, um sie ohne Leistungsabfall über die Runde zu bekommen.

Max Verstappen - Red Bull - Barcelona - F1-Test - 01. März 2019
xpb
Max Verstappen fuhr am Freitag nur 29 Runden, dann streikte das Getriebe.

Red Bull erlebte den nächsten Rückschlag. Nach Pierre Gaslys hartem Aufprall vom Vortag mussten die Mechaniker eine Nachtschicht einlegen. Nach 37 Minuten nahm Max Verstappen das Testprogramm auf, ohne jedoch neue Teile am Auto zu tragen. Die hatte Gasly durch seinen Unfall zerstört. Verstappen kam nur 29 Runden weit. Dann streikte das Getriebe. Nach einer guten ersten Testwoche ließ Red Bull nach. Bei Technik und Schnelligkeit. Im Klassement reihte sich Verstappen auf den C3-Reifen auf dem elften Platz ein.

Das Mittelfeld ist hart umkämpft. Haas, Renault, Alfa-Sauber, Toro Rosso, McLaren, Racing Point: Sie alle wollen auf den Platz hinter den Topteams. Eine starke Rennsimulation von Kevin Magnussen in den letzten Teststunden legt nahe, dass der US-Rennstall derzeit die besten Karten hat. Der Däne stoppte eine Viertelstunde vor Ende unfreiwillig nach Kurve vier. Die beiden anderen Unterbrechungen hatten Vettel und Kimi Räikkönen im Alfa-Sauber ausgelöst.

Sechs Fahrer unter 1:17 Minunten

Auf eine schnelle Runde setzte sich Renault durch. Nico Hülkenberg trug den Renault R.S.19 in 1:16.843 Minuten um die 16 Kurven. Der Le Mans-Sieger von 2015 hielt damit Teamkollege Daniel Ricciardo um fast drei Zehntelsekunden auf Distanz. Die Teamführung hält fest: „Chassis und Motor sind besser als 2018.“

Mit Daniil Kvyat im Toro Rosso und Carlos Sainz im McLaren unterboten zwei weitere Fahrer auf den weichsten C5-Reifen die 1:17er Schallmauer. Alfa-Sauber traut sich 1:16er Rundenzeiten zu, schaffte sie heute allerdings nicht. „Wir waren bei unseren Runs nicht trocken“, sagt Teammanager Beat Zehnder. Racing Point scheint im Mittelfeld derzeit im Hintertreffen. Das Team will in Melbourne mit einem großen Upgrade-Paket aufrücken. Sergio Perez belegte den vorletzten Platz. Schlechter schnitt nur Robert Kubica im Williams ab. Dieses Mal spulte der Traditionsrennstall weniger als 100 Runden ab. Am Nachmittag pausierte der FW42 länger in der Garage. Sicher nicht freiwillig.

Die meisten Runden schaffte am Freitag Haas (167) vor McLaren (134), Alfa-Sauber und Mercedes mit je 132 Umläufen.

Ergebnis F1-Testfahrten Barcelona - Tag 8

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden Reifen
1. Sebastian Vettel Ferrari 1:16.221 Min 110 C5
2. Lewis Hamilton  Mercedes + 0,003 Sekunden 61 C5
3. Valtteri Bottas Mercedes + 0,340 71 C5
4. Nico Hülkenberg Renault + 0,622 51 C5
5. Daniil Kvyat Toro Rosso + 0,677 131 C5
6. Carlos Sainz McLaren + 0,692 134 C5
7. Romain Grosjean Haas + 0,866 73 C5
8. Daniel Ricciardo Renault + 0,904 52 C5
9. Kimi Räikkönen Alfa-Sauber + 1,018 132 C5
10. Kevin Magnussen Haas + 1,344 94 C5
11. Max Verstappen Red Bull + 1,488 29 C3
12. Sergio Perez Racing Point + 1,570 104 C5
13. Robert Kubica Williams + 2,772 90 C5
Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden Reifen
1. Sebastian Vettel Ferrari 1:16.221 Min 110 C5
2. Lewis Hamilton  Mercedes + 0,003 Sekunden 61 C5
3. Valtteri Bottas Mercedes + 0,340 71 C5
4. Nico Hülkenberg Renault + 0,622 51 C5
5. Daniil Kvyat Toro Rosso + 0,677 131 C5
6. Carlos Sainz McLaren + 0,692 134 C5
7. Romain Grosjean Haas + 0,866 73 C5
8. Daniel Ricciardo Renault + 0,904 52 C5
9. Kimi Räikkönen Alfa-Sauber + 1,018 132 C5
10. Kevin Magnussen Haas + 1,344 94 C5
11. Max Verstappen Red Bull + 1,488 29 C3
12. Sergio Perez Racing Point + 1,570 104 C5
13. Robert Kubica Williams + 2,772 90 C5
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