Ergebnis F1-Barcelona Test 3

Perez schneller als Red Bull und Ferrari

Sergio Perez Foto: Daniel Reinhard 39 Bilder

Mit einer absoluten Bestzeit von Sauber-Pilot Sergio Perez ist der dritte Testtag von Barcelona zuende gegangen. Felipe Massa und Mark Webber blieben nur die Plätze zwei und drei. Michael Schumacher fuhr die fünftschnellste Zeit.

Am Dienstag stand Sauber-Neuling Sergio Perez schon einmal an der Spitze des Zeitenklassements. Damals wurde die schnellste Runde des Mexikaners aber nachträglich gestrichen, weil er die Schikane abgekürzt hatte. Am Donnerstag blieb die Zeit stehen. "Checo" durfte sich über seine erste offizielle Testbestzeit freuen.

Die 1:21.761 Min., die der Rookie vor der Mittagspause während einer Qualifying-Simulation notieren ließ, konnte am Ende keiner mehr schlagen. Auch den Ferrari von Felipe Massa und den Red Bull von Mark Webber ließ Perez um drei bzw. sieben Zehntel hinter sich. Der Sauber war sogar noch einmal eine Zehntel schneller als Weltmeister Sebastian Vettel am Vortag, der zuvor die Barcelona-Bestmarke für diesen Winter hielt.

"Jetzt werden sicher einige denken, dass wir in Melbourne gewinnen", grinst Perez. "Aber wir müssen realistisch bleiben." Aus Sauber-Kreisen war zu hören, dass der Youngster noch drei Zehntel schneller gekonnt hätte. Wie gut die Zeit wirklich war, sehen wir am Freitag, wenn Teamkollege Kobayashi im Auto sitzt. Der Japaner wird das gleiche Programm fahren. "Es ist immer schön, auf dem ersten Platz zu stehen", gibt Perez zu. "Aber an einem Rennwochenende ist alles ein bisschen anders."

Perez muss Rennsimulation abbrechen

Schon am Nachmittag lief es am Donnerstag für Sauber nicht mehr nach Plan. Nach dem Test mit einem leichten Auto und den ultra-weichen Reifen sollte eigentlich eine Rennsimulation folgen. Weit kam Perez dabei aber nicht. Ein KERS-Problem stoppte der Sauber nachhaltig. Später sorgte der Neuling aus Guadalajara sogar noch für eine Trainingsunterbrechung, als er sein Auto mit einem Problem am Kupplungssensor am Boxenausgang abstellen musste.

Bei Ferrari kennt man solche Probleme in diesem Winter kaum. Mit 132 zumeist ereignislosen Runden sicherte sich Felipe Massa wieder einmal den Bestwert in der Kilometerwertung. So viele Runden hat in diesem Jahr noch keiner an einem Tag auf dem 4.655 Kilometer langen Grand Prix-Kurs geschafft. Die 132 Umläufe entsprechen genau zwei Renndistanzen in Barcelona.

Probleme bei Williams und Lotus

Neben Massa kamen auch Adrian Sutil (108), Jaime Alguersuari (107) und Rubens Barrichello (105) in den dreistelligen Bereich. Dabei sorgte der Williams gleich zweimal durch Stopps auf der Strecke für zwischenzeitliche Trainingsunterbrechungen. Am KERS lag es dieses Mal nicht. Das Hybrid-System wurde nach den massiven Problemen vom Vortag deaktiviert.

Auch bei Lotus kämpfte man zunächst mit Problemen. Im über Nacht gewechselten Getriebe wurden schon auf den ersten Installationsrunden zu hohe Druckwerte gemessen. Nachdem die Schaltbox erneut gewechselt war, kam auch noch ein Wasserleck dazwischen. Jarno Trulli kam an seinem letzten Testtag nur auf sechs Runden. Am Nachmittag durfte Kovalainen ans Steuer. Für den Finnen lief es mit 40 Runden deutlich besser. Auch der siebte Platz kann sich durchaus sehen lassen.

Schumacher schnellster Deutscher

Auch drei deutsche Piloten waren am Donnerstag im Einsatz. Michael Schumacher präsentierte sich in dieser Woche das erste Mal auf dem Circuit de Catalunya. Er testete weiterhin neue Update-Teile am Silberpfeil. Vor allem die Erprobung des Frontflügels stand auf dem Programm. Zeitenmäßig ging es im Vergleich zum Vortag etwas nach vorne. Die 1:22.892 Min. lagen nur noch eine Sekunde hinter der Bestzeit.

Nick Heidfeld fand sich am Ende auf Platz sechs eine Position hinter Schumacher wieder. Der immer noch leicht erkältete Renault-Pilot löste am Nachmittag Teamkollege Vitaly Petrov ab. Der Kubica-Ersatzmann spulte 32 Runden ab. Adrian Sutil durfte den ganzen Tag fahren und kam wie erwähnt auf 108 Umläufe. Bei Force India testete man vor allem den neuen Heckflügel und den neuen Auspuff. Auf Bestzeitenjagd verzichtete Sutil. Mit 2,5 Sekunden Rückstand blieb nur Platz neun.

Schumi, Vettel, Alonso und Button am Freitag

Am Freitag geht die Barcelona-Woche für die meisten Teams in die letzte Runde. Beim großen Finale sind mit Schumacher, Button, Alonso und Vettel gleich vier Weltmeister dabei. Außerdem will Hispania sein neues Auto vorstellen. Es lohnt sich also, in den Live-Ticker von auto motor und sport reinzuschauen. Wir halten Sie den ganzen Tag mit Zeiten, News und Fotos auf dem Laufenden.

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