Ergebnis Formel 1-Test Barcelona 2011 - Tag 3

Rosberg überrascht mit Wochenbestzeit

Barcelona F1-Test 2011 Foto: xpb 66 Bilder

Nico Rosberg hat den Mercedes-Fans am Sonntag (20.2.) ein wenig Hoffnung zurückgegeben. Nachdem die Silberpfeile zuletzt keinen besonders starken Eindruck gemacht hatten, überraschte Rosberg in Barcelona mit der schnellsten Zeit der Woche.

Mit einer neuen Wochenbestzeit für Mercedes hatte in Barcelona sicher keiner gerechnet, als die Sitzung am Morgen auf nasser Strecke gestartet wurde. Doch am Ende stand Nico Rosberg mit 1:23.168 Min. ganz oben im Klassement und unterbot damit die bisherige Bestmarke von Sebastian Vettel um anderthalb Zehntel.

Wie stark ist Mercedes wirklich?

Diese Leistung kommt umso überraschender, da Mercedes-Sportchef Norbert Haug zuvor noch erklärt hatte, dass Mercedes bei einem Rennen momentan wohl nicht unter den ersten Zehn landen würde. Auch die Rennsimulation von Schumacher am Freitag war nicht besonders beeindruckend. Mercedes gab selbst zu, dass Red Bull-Konkurrent Sebastian Vettel die gleiche Übung am Samstag deutlich schneller absolvierte.

Ganz so schlecht kann der Silberpfeil aber nicht sein. Zwar fuhr Rosberg seine schnellste Zeit auf nur einer schnellen Runde. Aber selbst mit wenig Sprit und frischen supersoften Reifen muss die Zeit erst einmal gefahren werden. Vitaly Petrov simulierte am Nachmittag ebenfalls unter Qualifying-Bedingungen, blieb dabei aber knapp drei Zehntel hinter der Vorgabe des Mercedes. Auch McLaren-Pilot Lewis Hamilton fuhr ein paar kurze, schnelle Runs. Der Brite beendete den Tag auf Rang drei.

Webber und  Massa simulieren Renndistanz

Wie schon an den Tagen zuvor, waren die Piloten am Sonntag auf verschiedenen Testprogrammen unterwegs. Mark Webber verzichtete im Red Bull auf schnelle Runden und testete lieber die Zuverlässigkeit und die Konstanz. Nachdem die Strecke abgetrocknet war, fuhr der Australier wie Vettel am Vortag eine Renndistanz. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen kamen Webber keine roten Flaggen oder technischen Probleme dazwischen. Allerdings erschienen seine Zeiten vor allem im ersten der vier Stints nicht ganz so konstant wie bei Vettel.

Auch Felipe Massa simulierte ein komplettes Rennen über 66 Runden. Allerdings machte der Ferrari-Pilot nach dem dritten und letzten Boxenstopp eine Pause in der Box. Ob ein technisches Problem der Grund für den Stopp war, oder Ferrari nur die Spuren verschleiern wollte, ist noch nicht geklärt. Nach der kurzen Unterbrechung beendete Massa die Distanz nach Plan.

Vier Piloten über 100 Runden

Mit 139 bzw. 123 Runden legten Webber und Massa am Ende auch die meisten Kilometer zurück. Dabei hatte es für Massa am Morgen noch nicht gut ausgesehen. Auf der rutschigen Piste drehte sich der Mann aus Sao Paulo gleich zwei Mal auf Intermediates von der Strecke und sorgte für Unterbrechungen.

Auch Sauber-Pilot Sergio Perez und Pastor Maldonado (Williams) rutschten je einmal ins Kies. Perez kam mit vielen Longruns am Nachmittag aber immerhin noch auf 115 Runden. Mit Force India-Pilot Adrian Sutil (102) kam noch ein vierter Pilot in den dreistelligen Bereich.

Lotus deutlich schneller als Virgin

Im Duell Lotus gegen Virgin können wir den Fans von Timo Glock nicht viel Mut machen. Obwohl der Lotus die meiste Zeit des Tages mit einem Ölleck in der Garage stand, fuhr Jarno Trulli am Ende mehr als eine Sekunde schneller als der Virgin. Glock blieb dreieinhalb Sekunden von der Bestzeit weg. Ein großer Fortschritt sieht anders aus.

Am Montag geht die Barcelona-Woche in ihr großes Finale. Zum vierten Testtag haben sich unter anderem Michael Schumacher, Lewis Hamilton, Mark Webber, Nick Heidfeld und Adrian Sutil angekündigt. Wie immer berichtet auto motor und sport den ganzen Tag über im Live-Ticker.

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