Michael Schumacher Mercedes
Formel 1-Jerez Test 2011
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Formel 1-Jerez Test 2011 71 Bilder

Ergebnis Formel 1-Test Jerez 2011 - Tag 2

Schumacher überrascht mit Testbestzeit

Mercedes lebt noch. Nach vier Testtagen mit bescheidenen Zeiten hat Michael Schumacher am Freitag (11.2.) in Jerez die schnellste Runde gedreht. Die Sitzung musste vier Mal nach Ausrutschern gestoppt werden. Perez und Maldonado krachten in die Reifenstapel.

Mit einer Bestzeit von Michael Schumacher hätte vor dem zweiten Testtag im spanischen Jerez wohl niemand gerechnet. Und dann fährt der deutsche Mercedes-Pilot am Vormittag mit 1:20.352 Minuten die schnellste Runde der bisherigen Testwoche. Felipe Massa im Ferrari (+ 0,061 Sek.) und Jenson Button im McLaren (+ 0,657 Sek.) hatten am Ende das Nachsehen.

Schumacher mit weichen Reifen unterwegs

Hinter der Leistung der Silberpfeile steht aber weiter ein Fragezeichen. "Man hat an den Rundenzeiten gesehen, dass Schumacher wohl die superweichen Reifen gefahren ist", analysierte Red Bull-Konkurrent Mark Webber, der mit mehr als einer Sekunde auf Platz fünf im Zeitenklassement landete. "Vielleicht war es eine Showzeit für die deutschen Fans", grinste der Australier. "Wir haben nichts Besonderes gemacht. Ich bin mit weichen Reifen gefahren", gab Schumacher zu. "Aber das sind andere heute auch, so wie ich das verstehe."

Die Reifen der Mischung super-soft ermöglichen in der ersten Runde eine sehr schnelle Zeit, bauen danach aber stark ab. Nachdem die Kritik der Medien und die Sorgen der Fans zuletzt größer wurden, ist die Möglichkeit einer so genannten "Vorstandszeit" mit wenig Sprit nicht von der Hand zu weisen. Dabei hatten die Fahrer zuletzt immer wieder erklärt, dass die Zeiten unwichtig seien und sie weiter an ihre eigene Stärke glauben. Bei längeren Stints wirkte der Mercedes nicht besonders schnell.

Massa gewinnt erneut Kilometer-Wertung

Nachdem Nico Rosberg mit dem MGP W02 am Vortag noch zwei Mal außerplanmäßig stehengeblieben ist, blieb das Team am Freitag von größeren technischen Problemen verschont. Am Ende hatten nur Felipe Massa mit 116 Runden und Mark Webber (113) mehr Kilometer gefahren als Schumacher (112 Runden).

Dass gleich drei Autos die 100er Barriere durchbrechen konnten, war am Freitag nicht selbstverständlich. Gleich vier Mal musste die Session nach Fahrfehlern unterbrochen werden. Am Vormittag stand zunächst der Toro Rosso von Jaime Alguersuari im Kies. Gegen Mittag war es dann Vitaly Petrov, der wie schon am Vortag die Kontrolle über den Renault verlor.

Sauber- und Williams-Rookies landen im Reifenstapel

Am Nachmittag gab es dann auch die ersten Blechschäden. Zuerst rutschte der Sauber von Sergio Perez ohne ersichtlichen Grund in die Reifenstapel. "Das Heck ist einfach ausgebrochen", berichtet der Pilot. Da auch auf den Daten nichts zu erkennen war, versuchte das Team bei der Rennleitung an die Fernsehbilder des Unfalls zu kommen. Die Analyse steht momentan noch aus.

Eindeutiger war der Fall nur wenige Minuten später bei Pastor Maldonado. Der Venezuelaner stopfte seinen Williams im 270 km/h schnellen Linksknick im ersten Sektor in die Reifenstapel. Der Pilot blieb unverletzt, zog sich aber den Zorn des Teams zu. "Zuerst verlieren wir viel Zeit mit einem KERS-Problem und dann schmeißt er das Auto weg", schimpfte Technikchef Sam Michael. "Er hat wohl das zusätzliche Benzingewicht unterschätzt."

Heidfeld fährt am Samstag

Am Samstag geht die Testwoche in Jerez weiter. Neben Michael Schumacher greifen dann auch erstmals Sebastian Vettel und Fernando Alonso ins Lenkrad. Allerdings wird sich die Aufmerksamkeit zunächst auf Nick Heidfeld konzentrieren. Der Mönchengladbacher darf als möglicher Kubica-Ersatz erstmals den neuen Renault testen. Wenn er sich nicht ganz doof anstellt, wird er auch beim Saisonauftakt in Bahrain für das Team fahren.

auto motor und sport.de wird Sie natürlich auch am Wochenende per Live-Ticker aus Jerez auf dem Laufenden halten und mit aktuellen Bildern versorgen.

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