Ergebnis Formel 1-Test Valencia 2011 - Tag 1

Vettel sauschnell aus den Startlöchern

Formel 1-Test Valencia 2011 Foto: xpb 67 Bilder

Die Formel 1 ist aus dem Winterschlaf erwacht. In Valencia wurden erstmals in dieser Saison die Motoren angeworfen. Beim Testauftakt sicherte sich Sebastian Vettel mit dem neuen Red Bull direkt die Bestzeit. Größere Probleme gab es bei Mercedes, Renault und Toro Rosso.

Die Formel 1-freie Zeit hat endlich ein Ende. Am Dienstag begannen elf der zwölf Teams in Valencia das offizielle Testprogramm. Bei Sonnenschein aber kühlen Temperaturen um die Zehn-Grad-Marke schüttelten Piloten und Teams die Wintermüdigkeit aus den Knochen.

Vor dem offiziellen Beginn der Session um zehn Uhr waren vier Teams noch in Premierenstimmung. Bei Red Bull, Mercedes und Toro Rosso wurde feierlich das Tuch vom neuen Auto gezogen. Williams verzichtete auf eine große Zeremonie. Rubens Barrichello ging mit dem schwarz-lackierten FW31 ohne Vorstellung einfach auf die Bahn.

Red Bull RB7 schnell und zuverlässig

In den Garagen an der Strecke von Valencia wurde in der Nacht zuvor noch eifrig gewerkelt. Toro Rosso und Red Bull schraubten ihre Neuwagen erst wenige Stunden vor dem Testbeginn erstmals zusammen. Bei Toro Rosso bemerkte man leider erst dort, dass einige Teile nicht wie gewünscht passen. Der neue STR6 stand deshalb tagsüber lange in der Garage, um die Komponenten abzustimmen.

Bei Red Bull machte der enge Terminplan dagegen wenig Probleme. Munter zog Sebastian Vettel seine Bahnen. Am Ende hatte der Deutsche 93 Runden auf der Uhr - nur Fernando Alonso fuhr etwas mehr. Vettels neuer RB7 war nicht nur zuverlässig, sondern auch schnell. Mit der ersten Tagesbestzeit von 1:13.769 Minuten ließ der Deutsche erneut die versammelte Konkurrenz hinter sich.

Vettel und Hülkenberg an der Spitze

Neben Vettel, der dort weitermachte, wo er in Abu Dhabi aufgehört hat, konnte auch ein anderer Deutscher glänzen. Nico Hülkenberg fuhr mit dem alten Force India die zweitschnellste Zeit. Allerdings sind die Ergebnisse nicht sehr aussagekräftig. Neben den unterschiedlichen Testprogrammen, dem kalten Wetter und den wechselnden Benzinmengen sind auch die Autos noch nicht alle auf dem gleichen Stand. "Wir hatten noch den Doppeldiffusor drauf", erklärte Hülkenberg später den unerlaubten Vorteil.

Auch McLaren war noch mit dem Auto der letzten Saison unterwegs. Testfahrer Gary Paffett durfte das Jahr für den britischen Rennstall beginnen und fuhr die drittschnellste Zeit. Dass der McLaren mit 90 Runden ebenfalls zu den standfesteren Autos gehörte, überraschte nicht. Auf Rang vier der Zeitentabelle landete Hülkenbergs Teamkollege Paul di Resta, der den Force India am Nachmittag übernahm. Fernando Alonso tauchte auf Position fünf in den Ranglisten auf. Mit 98 Runden sammelte der Spanier die meisten Kilometer.

Hydraulik-Problem stoppt neuen Mercedes

Nicht so oft präsentierte sich der neue Silberpfeil am ersten Tag auf der Strecke. Nico Rosberg durfte den MGP W02 am Vormittag zuerst pilotieren, hatte aber nur ein kurzes Vergnügen. Ein Hydraulikproblem legte das Auto nach nur acht Runden auf der Zielgeraden lahm und sorgte damit für die erste und einzige Rote Flagge des Tages. Weil sich das Problem nicht lokalisieren ließ, mussten die Mercedes-Mechaniker das ganze Hydrauliksystem wechseln. Am Nachmittag blieben für Michael Schumacher nur noch 45 Minuten, in denen der Rekordchampion 14 Runden drehte. Da auch noch ein kleines Hitzeproblem auftrat, kamen die Silberpfeile über erweiterte Funktionstests nicht hinaus. Die Zeiten waren dementsprechend schwach.

Auch Renault erwischte einen misslungenen Auftakt in die neue Saison. Der mit viel Spannung erwartete R31 verbrachte die meiste Zeit des Tages in der Garage. Das Team wollte nicht so recht mit der Sprache rausrücken, wo das Problem lag. Beobachter konnten allerdings erkennen, dass die Mechaniker an der komplizierten Auspuffanlage gearbeitet haben.

Wenn Sie den ganzen Tag noch einmal detailliert Revue passieren lassen wollen, können Sie sich auch unseren Live-Ticker aus Valencia durchlesen. auto motor und sport.de berichtet am Mittwoch ab 8.30 Uhr wieder live.

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