Ergebnis Formel 1 GP Mexiko 2018

Resultate Training, Qualifying & Rennen

Max Verstappen - GP Mexiko 2018 Foto: sutton-images.com 78 Bilder

Max Verstappen hat sich wie im Vorjahr den Sieg beim GP Mexiko gesichert. Auch Lewis Hamilton kann feiern. Obwohl der Mercedes-Pilot nur Vierter wurde, machte er die Titelverteidigung klar. Vettel landete auf Rang 2.

Die Entscheidung in Mexiko-City fiel wie vor 12 Monaten schon am Start. Max Verstappen schob sich auf der Anfahrt zur ersten Kurve an Pole Setter Daniel Ricciardo vorbei und diktierte anschließend das Tempo. Der Rennsieg kam über die Distanz von 71 Runden nie in Gefahr. Verstappen konnte es sich sogar leisten, einen zweiten Sicherheitsstopp einzulegen.

Um die zweite Position wurde deutlich härter gefightet. Zu Beginn hatte noch Lewis Hamilton den Podiumsplatz fest im Visier. Der Brite konnte sich am Start hinter Verstappen ebenfalls an Ricciardo vorbeischieben. Doch der Brite kämpfte wie schon vor einer Woche in Austin mit einem überdurchschnittlichen Reifenverschleiß und fiel dadurch immer weiter zurück.

Hamilton mit 78,7 Sekunden Rückstand

Lewis Hamilton - GP Mexiko 2018 Foto: sutton-images.com
Hamilton sicherte sich mit Rang 4 den fünften WM-Titel.

Der erste Pilot, der den waidwunden Hamilton attackierte, war aber nicht Ricciardo sondern Sebastian Vettel. Der Heppenheimer schaffte es, den Australier in Runde 34 mit der Hilfe einiger überrundeter Piloten zu passieren. Wenige Runden später schob er sich auch an Hamilton vorbei. Im Schlepptau überholte Ricciardo kurze Zeit später ebenfalls den Weltmeister.

Damit war der Kampf um Rang 2 aber noch nicht entschieden. Ferrari holte Vettel in Runde 47 noch einmal an die Box, um ihn mit frischen Ultrasoft-Reifen auf die Jagd nach dem führenden Verstappen zu schicken. Doch Ricciardo blieb mit seinen alten Supersofts auf der Strecke und stand dem Deutschen erneut im Weg.

Ricciardo-Ausfall bringt Vettel Rang 2

Trotz der frischeren Reifen kam Vettel nicht aus eigener Kraft vorbei. Erst in Runde 62 erledigte sich das Problem von selbst. Ricciardo rollte mit rauchendem Heck aus. Damit erbte Vettel kampflos den zweiten Platz, über den er sich am Ende aber nicht freuen konnte. Den vorzeitigen Weltmeister-Titel von Hamilton konnte er nämlich nicht verhindern.

Der alte und neue Champion fiel zwar nach einem weiteren Extra-Stopp auch noch hinter den zweiten Ferrari von Kimi Räikkönen zurück, sammelte aber mit seinem vierten Platz genügend Punkte, um die Titelverteidigung klarzumachen. Dadurch, dass Vettel keine Chance auf den Rennsieg hatte, kam die Meister-Party bei Mercedes nie in Gefahr. Valtteri Bottas rollte auf Rang 6 über die Linie, wurde dabei sogar überrundet.

Hülkenberg Best of the Rest

Bester Mittelfeld-Pilot war Nico Hülkenberg auf Rang 6. Der Rheinländer fiel am Start zunächst hinter Teamkollege Carlos Sainz zurück, der seinen Renault aber noch vor der Rennhälfte mit einem technischen Problem abstellen musste. Davon profitierten auch die beiden Sauber von Charles Leclerc auf Platz 7 und Marcus Ericsson auf Rang 9, die beide wichtige Punkte für die Teamwertung sammelten. Im Sauber-Sandwich sammelte überraschend auch Stoffel Vandoorne im McLaren auf Platz 8 vier Zähler. Der letzte Punkt ging an Gasly im Toro Rosso.

GP Mexiko 2018: Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Max Verstappen Red Bull 1:38:28.851 Std.
2. Sebastian Vettel Ferrari + 0:17.316 Min.
3. Kimi Räikkönen Ferrari + 0:49.914
4. Lewis Hamilton Mercedes + 1:18.738
5. Valtteri Bottas Mercedes + 1 Runde
6. Nico Hülkenberg Renault + 2 Runden
7. Charles Leclerc Sauber + 2 Runden
8. Stoffel Vandoorne McLaren + 2 Runden
9. Marcus Ericsson Sauber + 2 Runden
10. Pierre Gasly Toro Rosso + 2 Runden
11. Esteban Ocon Force India + 2 Runden
12. Lance Stroll Williams + 2 Runden
13. Sergey Sirotkin Williams + 2 Runden
14. Brendon Hartley Toro Rosso + 2 Runden
15. Kevin Magnussen HaasF1 + 2 Runden
16. Romain Grosjean HaasF1 + 3 Runden
17. Daniel Ricciardo Red Bull Ausfall
18. Sergio Perez Force India Ausfall
19. Carlos Sainz Renault Ausfall
20. Fernando Alonso McLaren Ausfall

Ergebnis Qualifying: Ricciardo klaut Verstappen die Pole

Daniel Ricciardo hat sich die Pole Position beim Grand Prix von Mexiko gesichert. Teamkollege Max Verstappen machte auf Rang 2 die Red Bull-Party in der ersten Reihe perfekt. Dahinter stehen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel in Reihe 2.

Als alle mit der ersten Pole Position von Max Verstappen gerechnet haben, packte Daniel Ricciardo den Hammer aus. Im letzten Q3-Versuch bewies der Australier Nervenstärke und übertrumpfte seinen Teamkollegen um 26 Tausendstel. In 1:14.759 Min. setzte der Red Bull-Pilot einen neuen Rundenrekord und sicherte sich damit die dritte Pole Position seiner Karriere: „Ich wusste, dass es irgendwo in mir drin war. Max hat schon im Training gezeigt, dass es das Auto kann. Ich brauchte nur eine saubere Runde“, strahlte Ricciardo.

Für Ricciardo war es die ersten Pole Position seit dem GP Monaco. Für Red Bull war es das erste 1-2-Quali-Ergebnis in der Turbo-Hybrid-Ära überhaupt, die 2014 begann. Verstappen hätte die seltene Chance gehabt, der jüngste Pole Setter aller Zeiten zu werden und damit den Rekord von Sebastian Vettel vom GP Italien 2008 zu knacken. Doch der Holländer verpasste die Bestmarke von Ricciardo knapp um nur 26 Tausendstel.

„Das ganze Quali war für den Arsch“, ließ der Niederländer seinem Frust freien Lauf. „Die Motorbremse war nicht so wie ich sie mag. Das hatten wir schon im Training. Die Hinterreifen haben ständig blockiert. Für die Probleme, mit denen ich zu kämpfen hatte, war Platz 2 am Ende noch gut.“ Teamchef Christian Horner wollte von den Klagen seines Youngsters nichts hören: „Daniel verdient die Pole. Seine Leistung im Q3 war unglaublich.“

Hamilton und Vettel in Reihe 2

Die beiden WM-Spitzenreiter mussten sich mit den Plätzen in der zweiten Reihe zufriedengeben. Lewis Hamilton verpasste den Platz an der Sonne um 0,135 Sekunden, zeigte sich anschließend aber nicht besonders unglücklich: „Wir hatten gestern einen schwierigen Tag. Das war heute eine riesige Verbesserung. Danke an das Team. Der dritte Platz war das beste, was drin war. So ein gutes Ergebnis hatten wir vorher nicht erwartet.“

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Mexiko 2018 Foto: sutton-images.com
Lewis Hamilton will die Red Bull-Wand direkt am Start knacken.

Wenn die Lichter der Ampel ausgehen, will der Weltmeister mit der Power seines Mercedes-Motors direkt attackieren. „Der dritte Startplatz ist hier eine gute Ausgangssituation. Da kann man sich auf der Geraden im Windschatten gut ransaugen.“ Zu viel Risiko sollte Hamilton aber nicht gehen. Ein siebter Platz würde schon reichen, um den WM-Titel klarzumachen. „Hier kann in der ersten Runde immer alles passieren. Das hat man ja letztes Jahr mit dem roten Auto hinter mir gesehen.“

Mit dem roten Auto meint Hamilton seinen WM-Rivalen Sebastian Vettel. Der Heppenheimer war vor 12 Monaten am Start des GP Mexiko mit Hamilton kollidiert. Und auch dieses Jahr werden sich die beiden wohl wieder sehr nahe kommen. Vettel qualifizierte sich mit 0,211 Sekunden Rückstand direkt hinter Hamilton auf Startplatz 4.

Zufrieden war der Heppenheimer damit aber nicht: „Der vierte Platz ist nicht ganz optimal. Mit der ersten Runde war ich noch ganz zufrieden, in der zweiten hat es dann aber nicht mehr ganz gepasst. Uns fehlt einfach Abtrieb. Red Bull profitiert von der Höhe hier, da ist der PS-Nachteil nicht so groß. Sie werden wohl auch im Rennen schwer zu schlagen sein.“

Renault best of the Rest

Nico Hülkenberg - GP Mexiko 2018 Foto: sutton-images.com
Hülkenberg startet als bester Mittelfeld-Pilot von Rang 7. Er muss allerdings auf den Hypersofts losfahren.

In Reihe 3 stehen die beiden Finnen Valtteri Bottas und Kimi Räikkönen. Sie verloren ihre Teamduelle relativ deutlich und hatten mit dem spannenden Kampf um die Pole Position nichts zu tun. Dahinter in der vierten Reihe bewiesen die beiden Renault ihre Stellung als bestes Mittelfeldteam. Nico Hülkenberg gewann den teaminternen Zweikampf gegen Carlos Sainz deutlich mit fast 3 Zehnteln Vorsprung.

„Das war das beste Resultat, das möglich war“, freute sich der Rheinländer. „Es ist immer ein zufriedenstellendes Gefühl, wenn man alles aus dem Auto rausholen kann. Mit den Top-6 können wir leider noch nicht mithalten. In Sachen Rennpace sollte der Abstand sogar noch größer werden. Wir müssen einfach versuchen, ohne Probleme durch das Renenn zu kommen und fette Punkte zu sammeln.“ Die letzten beiden Top-Ten-Plätze gingen an Charles Leclerc und Marcus Ericsson im Sauber.

Force India hofft auf Strategie-Vorteil

Die beiden Force-India-Piloten verzichteten dagegen freiwillig auf den Einzug in die Q3-Runde. Esteban Ocon und Sergio Perez wurden im Mittelabschnitt mit den Ultrasofts auf die Bahn geschickt, mit denen sie Renault und Sauber nicht gefährden konnten. Bei Force India hofft man mit einer freien Reifenwahl im Rennen noch in die Punkte zu fahren, während Renault und Sauber auf den wenig haltbaren Hypersofts starten müssen. Das teaminterne Duell gewann Esteban Ocon auf Position 11. Zum Ärger der mexikanischen Fans fährt Sergio Perez noch hinter Fernando Alonso nur vor Startplatz 13 los.

Für Haas F1 gab es im Kampf um Rang 4 in der Teamwertung einen herben Rückschlag. Sowohl Romain Grosjean als auch Kevin Magnussen mussten schon im Q1 die Segel streichen. Das passierte dem US-Team zuletzt beim Mexiko-Grand-Prix 2017. „Irgendwas an dieser Strecke liegt uns nicht“, schüttelte Grosjean mit dem Kopf. „Vom ersten Training hat sich das Auto schlecht angefühlt. Ich hoffe trotzdem, dass im Rennen vielleicht noch etwas geht.“

GP Mexiko 2018: Ergebnis Qualifikation

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Daniel Ricciardo Red Bull 1:15.866 1:15.845 1:14.759
2. Max Verstappen Red Bull 1:15.756 1:15.640 1:14.785
3. Lewis Hamilton Mercedes 1:15.673 1:15.644 1:14.894
4. Sebastian Vettel Ferrari 1:16.089 1:15.715 1:14.970
5. Valtteri Bottas Mercedes 1:15.580 1:15.923 1:15.160
6. Kimi Räikkönen Ferrari 1:16.446 1:15.996 1:15.330
7. Nico Hülkenberg Renault 1:16.498 1:16.126 1:15.827
8. Carlos Sainz Renault 1:16.813 1:16.188 1:16.084
9. Charles Leclerc Sauber 1:16.862 1:16.320 1:16.189
10. Marcus Ericsson Sauber 1:16.701 1:16.633 1:16.513
11. Esteban Ocon Force India 1:16.252 1:16.844
12. Fernando Alonso McLaren 1:16.857 1:16.871
13. Sergio Perez Force India 1:16.242 1:17.167
14. Brendon Hartley Toro Rosso 1:16.682 1:17.184
15. Pierre Gasly** Toro Rosso 1:16.828 ohne Zeit
16. Romain Grosjean* HaasF1 1:16.911
17. Stoffel Vandoorne McLaren 1:16.966
18. Kevin Magnussen HaasF1 1:17.599
19. Lance Stroll Williams 1:17.689
20. Sergey Sirotkin Williams 1:17.886
* + 3 Plätze Strafe
** + 20 Plätze Strafe

Ergebnis Training 3: Verstappen mit Trainings-Hattrick

Max Verstappen konnte auch im dritten Freien Training zum GP Mexiko die schnellste Runde drehen. Der Vorsprung von Red Bull auf die Verfolger reduzierte sich im Vergleich zu den ersten Sitzungen aber drastisch. Charles Leclerc präsentierte sich überraschend stark.

Nachdem es in den ersten beiden Sitzungen noch nach einer großen Red-Bull-Show in Mexiko ausgesehen hatte, scheint es nach den Eindrücken des dritten Freien Trainings am Samstag (27.10.2018) doch wieder etwas spannender zu werden. Max Verstappen drehte in 1:16.284 Minuten wieder die schnellste Runde, kämpfte aber mit Batterie-Problemen. Zudem war die Konkurrenz deutlich näher dran.

Lewis Hamilton fehlten nur noch zweieinhalb Zehntel auf den jungen Holländer. Zufrieden war man im Lager der Silberpfeile aber trotzdem nicht: „Die Fahrer sind noch nicht happy, wie sich das Auto verhält“, erklärte Toto Wolff. „Wir konnten immerhin etwas mehr Power freigeben als gestern. Aber insgesamt haben wir noch Arbeit vor uns.“

Ferrari dreht Motor auf

Auch Ferrari präsentierte sich etwas besser aussortiert als noch am Vortag. Sebastian Vettel fuhr trotz eines kleinen Fehlers im letzten Sektor die drittschnellste Zeit. Die Ingenieure drehten den Motor spürbar auf. Die roten Autos waren im Vergleich zum Vortag auf den Geraden eine Sekunde schneller. Vettel fehlten am Ende knapp 3 Zehntel auf die Bestmarke.

Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull landete nur auf Position vier, nachdem ihm im engen Stadion-Abschnitt gleich mehrere Autos im Weg standen. Auch Kimi Räikkönen auf Platz 5 fand keine saubere Runde. Wie bei Ricciardo betrug der Rückstand des Finnen bereits mehr als 7 Zehntel.

Valtteri Bottas - GP Mexiko 2018 Foto: sutton-images.com
Bottas schaffte im dritten Training nur fünf Runden. Dann streikte der Antrieb.

Noch schlechter lief es für Kimis Landsmann Valtteri Bottas. Der Mercedes-Pilot musste seinen Silberpfeil eine Viertelstunde vor dem Ende der Sitzung mit qualmendem Heck im Stadion-Abschnitt abstellen. „Der Motor ist einfach ausgegangen und dann habe ich auf dem Display eine Warnung bekommen, dass der Hydraulik-Druck abgefallen ist. Wir müssen das Problem jetzt genau untersuchen“, erklärte Bottas nach dem Technik-Malheur. Laut Teamchef Wolff droht in der Mittagspause ein Motorwechsel. Die Mechaniker müssen sich beeilen, um die Reparatur rechtzeitig bis zum Qualifying zu schaffen.

Leclerc schnellster Mittelfeld-Pilot

Eine überraschend starke Vorstellung lieferte Charles Leclerc im Sauber ab. Der Monegasse fuhr mit nur 0,775 Sekunden Rückstand die sechstschnellste Zeit. Was die Leistung noch aufwertet ist der frühe Zeitpunkt, zu dem der Rookie seine beste Runde gedreht hatte. Da bot die Strecke noch deutlich weniger Grip als am Ende, als die meisten Konkurrenten ihre Qualifying-Simulation abspulten.

Auch Renault präsentierte sich wie schon am Vortag gut aufgestellt. Carlos Sainz landete gut eine Sekunde hinter der Spitze auf Position 7. Dahinter folgten Pierre Gasly im Toro Rosso, Marcus Ericsson im zweiten Sauber und Nico Hülkenberg im zweiten Renault. Am Auto des Rheinländers musste in der Nacht noch ungeplant gearbeitet werden. Die Mechaniker verstießen gegen die Sperrstunde. Weil es der erste Verstoß dieser Art war, droht aber keine Strafe.

Von den Daten-Monitoren gingen die Blicke der Ingenieure in der Früh auch immer wieder rüber zur Wetter-Vorhersage. In der Nacht hatte es bereits geregnet. In der ersten Hälfte der Session zeigten sich noch einige feuchte Stellen auf der Bahn, was das Trainingsprogramm bei den meisten Teams deutlich reduzierte. Für den Nachmittag sind weitere Schauer prognostiziert. Die Frage lautet, ob die vor oder nach dem Qualifying an der Strecke ankommen.

GP Mexiko 2018: Ergebnis 3. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Max Verstappen Red Bull 1:16.284 Min. 9
2. Lewis Hamilton Mercedes + 0.254 Sek. 9
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0.282 11
4. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.744 7
5. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.761 16
6. Charles Leclerc Sauber + 0.775 13
7. Carlos Sainz Renault + 1.052 11
8. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.241 16
9. Marcus Ericsson Sauber + 1.281 14
10. Nico Hülkenberg Renault + 1.339 10
11. Esteban Ocon Force India + 1.447 10
12. Sergio Perez Force India + 1.535 10
13. Romain Grosjean HaasF1 + 1.861 10
14. Stoffel Vandoorne McLaren + 2.161 15
15. Fernando Alonso McLaren + 2.264 11
16. Brendon Hartley Toro Rosso + 2.353 10
17. Sergey Sirotkin Williams + 2.385 9
18. Lance Stroll Williams + 2.414 8
19. Valtteri Bottas Mercedes + 2.555 5
20. Kevin Magnussen HaasF1 ohne Zeit 1

Ergebnis Training 2: Red Bull in eigener Liga

Nach deutlichen Bestzeiten im ersten Training dominierte Red Bull auch die zweite Session in Mexiko. Nur die Technik scheint Max Verstappen und Daniel Ricciardo stoppen zu können. Die ersten Verfolger sitzen in den Werks-Renault.

Nach dem ersten Training konnte man die überlegenen Bestzeiten der beiden Red Bull-Piloten noch der rutschigen Strecke oder den unterschiedlichen Testprogrammen zusprechen. Doch nach den Eindrücken der zweiten Session am Freitag (26.10.2018) lässt sich keine Entschuldigung für Ferrari und Mercedes mehr finden.

Verstappen sicherte sich in 1:16.720 Minuten schon zum zweiten Mal dieses Wochenende den obersten Platz in der Zeitentabelle. Ricciardo im Schwesterauto folgte nur anderthalb Zehntel dahinter. Die beiden Red Bull scheinen Kreise um den Rest der Formel-1-Welt zu drehen. Carlos Sainz im schnellsten Verfolger-Auto fehlten bereits 1,2 Sekunden auf die Bestmarke.

Verstappen rollt mit Hydraulik-Defekt aus

Max Verstappen - GP Mexiko 2018 Foto: sutton-images.com
Verstappen scheint nur die Technik oder der Regen stoppen zu können.

Ganz in Ordnung ist die Welt im Red-Bull-Lager aber auch nicht. Elf Minuten vor dem Ende der zweiten Session rollte Verstappen mit seinem Auto plötzlich vor Kurve 3 aus. Bei Höchstdrehzahl schaltete sich der RB14 ohne Vorwarnung ab. „Es war irgendein Hydraulik-Problem. Den Grund dafür müssen wir noch herausfinden“, erklärte Teamchef Christian Horner.

Doch warum ist Red Bull plötzlich so überlegen? „Die Höhe egalisierte das Kräfteverhältnis“, so Horner. „Die Motoren, die Bremsen, die Kühlung – alles schreit nach Luft. Wir fahren hier Flügel wie in Monaco, haben aber Abtrieb wie in Monza. Dazu kommt, dass der Motor unter diesen Bedingungen offenbar konkurrenzfähig ist. Das sieht man ja auch am Renault-Werksteam.“

Vettel im Renault-Sandwich

Ohne Technik-Probleme scheint Red Bull nur schwer zu schlagen. Zwischen den beiden Werks-Renault von Carlos Sainz und Nico Hülkenberg konnte sich Sebastian Vettel als bester Nicht-Renault-Pilot nur die fünftbeste Zeit notieren lassen. Sein Rückstand betrug ebenfalls schon mehr als 1,2 Sekunden. „Wir haben Red Bull stark erwartet. Leider habe ich meine schnelle Runde nicht zusammenbekommen. Sonst hätte ich zumindest die Renault geschlagen“, erklärte der Heppenheimer.

Auf Platz 6 hinter Hülkenberg fand sich überraschend Toro Rosso-Pilot Brendon Hartley wieder. Der Neuseeländer machte das Beste aus dem neuen Aero-Paket, das nur an seinem Auto verbaut ist. Und auch der Honda-Motor scheint mit den besonderen Bedingungen gut zurechtzukommen.

Erst auf der siebten Position fand sich Lewis Hamilton in der Zeitentabelle wieder. Das würde dem Briten am Sonntag zwar für den WM-Titel reichen. Begeistern dürfte die Vorstellung den Titelverteidiger aber wohl kaum. Mercedes muss offenbar wegen der Höhe ordentlich Leistung zurückdrehen. Dahinter folgten die beiden Finnen Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas im zweiten Ferrari bzw. im zweiten Mercedes. Lokalmatador Sergio Perez rundete die Top Ten ab.

In der Galerie zeigen wir die besten Bilder vom Training.

GP Mexiko 2018: Ergebnis 2. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Max Verstappen Red Bull 1:16.720 Min. 21
2. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.153 Sek. 32
3. Carlos Sainz Renault + 1.233 35
4. Sebastian Vettel Ferrari + 1.234 42
5. Nico Hülkenberg Renault + 1.326 36
6. Brendon Hartley Toro Rosso + 1.341 35
7. Lewis Hamilton Mercedes + 1.380 40
8. Kimi Räikkönen Ferrari + 1.413 42
9. Valtteri Bottas Mercedes + 1.420 40
10. Sergio Perez Force India + 1.447 24
11. Esteban Ocon Force India + 1.765 24
12. Romain Grosjean HaasF1 + 2.013 39
13. Charles Leclerc Sauber + 2.304 39
14. Pierre Gasly Toro Rosso + 2.327 36
15. Stoffel Vandoorne McLaren + 2.376 30
16. Lance Stroll Williams + 2.499 25
17. Marcus Ericsson Sauber + 2.602 41
18. Sergey Sirotkin Williams + 2.615 37
19. Fernando Alonso McLaren + 2.823 31
20. Kevin Magnussen HaasF1 + 2.950 35

Ergebnis Training 1: Red Bull dominiert den Auftakt

Die beiden Red Bull-Piloten konnten im ersten Mexiko-Training die schnellsten Runden drehen. Max Verstappen setzte zum Auftakt die Bestzeit. Der Rest der Formel-1-Welt blieb mehr als eine Sekunde hinter dem Niederländer zurück.

Red Bull war als Mitfavorit nach Mexiko angreist. Und im ersten Training zeigten Max Verstappen und Daniel Ricciardo, dass mit ihnen zu rechnen ist. In der dünnen Luft in 2.240 Metern Höhe spielte der RB14 seine Qualitäten voll aus. Das Ergebnis waren die Plätze 1 und 2 in der Tabelle. Verstappen gewann das Teamduell mit einer knappen halben Sekunde Vorsprung.

Der Niederländer testete im Training bei idealen Bedingungen (20°C) einen neuen Unterboden. Dabei handelt es sich vom Konzept her um eine direkte Kopie des Modells, das Ferrari vor sieben Tagen in Austin zum ersten Mal einsetzte. Die neuen Teile entstanden in der Fabrik in England im 3-Drucker, wurden schnell eingeflogen und an die alten Unterboden geklebt.

Renault ungewöhnlich weit vorne

Der Abstand der beiden Red Bull zum Rest des Feldes fiel ungewöhnlich groß aus. Auf den Plätzen 3 und 4 fanden sich am Ende überraschend die beiden Renault-Piloten Carlos Sainz und Nico Hülkenberg wieder. Beide Werkspiloten lagen mehr als 1,2 Sekunden hinter der Bestzeit zurück. Zum ersten Mal beendeten damit vier Autos mit Renault-Motoren eine Sitzung an der Spitze.

Lewis Hamilton - GP Mexiko 2018 Foto: xpb
Mercedes ließ es zu Beginn des Mexiko-Wochenendes etwas ruhiger angehen.

Der beste Mercedes-Pilot landete nur auf Position 5. Lewis Hamilton kämpfte in der Auftaktsitzung mit Leistungsaussetzern. In seiner schnellsten Runde fuhr dem Weltmeister am Ende auch noch Kevin Magnussen vor das Auto, wodurch der Brite deutlich Tempo rausnehmen musste.

Beide Silberpfeil-Piloten setzten ihre Bestzeiten zudem auf den Ultrasofts, die rund eine Sekunde langsamer sein dürften als die eine Stufe weicheren Hypersofts, die bei Red Bull zum Einsatz kamen. So fiel der Rückstand mit 1,4 Sekunden für Hamilton mehr als deutlich aus. Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil reihte sich auf Rang 6 ein.

Ferrari sammelt Aerodynamik-Daten

Sebastian Vettel - GP Mexiko 2018 Foto: sutton-images.com
Bei Ferrari stand das Sammeln von Aero-Daten im Fokus.

Hinter den beiden Red Bull, den beiden Renault und den beiden Mercedes blieb Ferrari nur vierte Kraft. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen verbrachten den Großteil der ersten Sitzung damit, Daten zu sammeln und verschiedene Aero-Konfigurationen zu testen. Beide Piloten fuhren abwechselnd mit dem neuen und dem alten Unterboden. Die Ingenieure suchen nach Antworten, was in den vergangenen Monaten schief gelaufen ist. Wie bei Mercedes drehten Vettel und Räikkönen ihre schnellsten Runden auf den Ultrasoft-Reifen. Ferrari war also nicht auf Bestzeitenjagd aus.

Die letzten beiden Top-Ten-Plätze belegten Brendon Hartley, der im Gegensatz zu Toro Rosso-Teamkollege Pierre Gasly mit einem neuen Aero-Paket unterwegs ist, sowie Force-India-Testfahrer Nicholas Latifi, der zum Auftakt Stammpilot Esteban Ocon ersetzen durfte. Für etwas Ärger sorgte zwischendurch ein Stromausfall in allen Garagen, der den Ingenieuren das Leben unnötig schwer machte.

Regen auf dem Weg nach Mexiko

Die Ergebnisliste ist mit Vorsicht zu genießen. Die Strecke präsentierte sich zu Beginn des Wochenendes noch relativ rutschig. Viele Piloten bemängelten den fehlenden Grip. Im Gegensatz zu den Rennen in Europa laufen in Mexiko nur wenige Rahmenrennen, die dabei helfen, den Staub von der Piste zu fegen.

Und auch das Wetter sorgte für unterschiedliche Programme bei den Teams. Eine Regenfront ist unterwegs nach Mexiko-City. Eventuell wird es schon im zweiten Training feucht. Spätestens im dritten Training am Samstag dürften dann nur noch die Regenreifen zum Einsatz kommen. Die Erfahrungen aus dem Training sind dann nicht mehr viel Wert.

GP Mexiko 2018: Ergebnis 1. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Max Verstappen Red Bull 1:16.656 Min. 19
2. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.483 Sek. 19
3. Carlos Sainz Renault + 1.270 20
4. Nico Hülkenberg Renault + 1.372 21
5. Lewis Hamilton Mercedes + 1.419 23
6. Valtteri Bottas Mercedes + 1.666 27
7. Sebastian Vettel Ferrari + 2.090 17
8. Kimi Räikkönen Ferrari + 2.280 22
9. Brendon Hartley Toro Rosso + 2.368 29
10. Nicholas Latifi Force India + 2.422 23
11. Sergio Perez Force India + 2.468 29
12. Antonio Giovinazzi Sauber + 2.478 25
13. Romain Grosjean HaasF1 + 2.620 26
14. Marcus Ericsson Sauber + 2.656 28
15. Lando Norris McLaren + 2.990 23
16. Stoffel Vandoorne McLaren + 3.060 29
17. Kevin Magnussen HaasF1 + 3.197 28
18. Sergey Sirotkin Williams + 3.243 30
19. Lance Stroll Williams + 3.486 26
20. Pierre Gasly Toro Rosso ohne Zeit 2
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