Hamilton & Bottas - GP Russland 2018 xpb
Startaufstellung - GP Russland 2018 - Sotschi - Rennen
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Russland 2018 - Sotschi - Rennen
Startaufstellung - GP Russland 2018 - Sotschi - Rennen
Start - GP Russland 2018 - Sotschi - Rennen 67 Bilder

Ergebnis Formel 1 GP Russland 2018

Resultate Training, Qualifying & Rennen

Lewis Hamilton hat den GP Russland gewonnen und seine WM-Führung ausgebaut. Der Engländer profitierte von einer Stallregie. Valtteri Bottas musste ihm gegen Rennmitte Platz machen. Der Finne belegte den zweiten Platz vor Sebastian Vettel.

Die meist diskutierte Szene beim GP Russland ereignete sich in der 25. Runde. Valtteri Bottas verlangsamte plötzlich auf der Gegengerade, lenkte nach rechts und Teamkollege Lewis Hamilton zog vor der 13. Kurve ohne Gegenwehr an ihm vorbei. Die Mercedes-Führung entschied sich für eine Stallregie. „Valtteri, Lewis war von Vettel bedroht. Einer seiner Reifen warf eine kleine Blase. Wir mussten handeln, um ihn nicht zu gefährden“, funkte Chefstratege James Vowles der Nummer zwei bei Mercedes ins Cockpit.

Bottas spielte danach den Bremsklotz. Der 29-Jährige eröffnete Sebastian Vettel nicht die kleinste Möglichkeit zu überholen. Der Heppenheimer hatte zwei Chancen zuvor nicht genutzt. Der Ferrari-Pilot startete zwar besser als sein Hauptrivale um die Weltmeisterschaft, lag nach der ersten Kurve mit den Vorderrädern sogar vor ihm, doch Hamilton behielt auf der Bremse die Oberhand. Bottas hielt zunächst die Führung. Mercedes holte den Spitzenreiter in der 12. Runde an die Box. Vettel kam eine Runde später und schnappte durch den früheren Reifentausch Hamilton.

Verstappen fliegt durchs Feld

Doch es dauerte nur zwei Runden, bis der Mercedes mit der Startnummer 44 wieder am roten Auto vorbei war. Vettel mauerte erst die Innenspur am Ende der Zielgerade zu. Auf harte, aber faire Art, wie die Stewards urteilten. Allerdings überholte ihn Hamilton zwei Kurven später. Nach dem teaminternen Platztausch fuhr Hamilton ungefährdet zum Sieg.

Einziger Unruhestifter war Max Verstappen. Das Geburtstagskind brannte zu Beginn ein Feuerwerk ab. Der 21-Jährige fegte vom 19. Startplatz an der Konkurrenz vorbei, als ob diese stehen würde. Schon nach sieben Runden reihte sich Verstappen hinter den Mercedes und Ferrari ein.

Nach deren Boxenstopps führte der Red Bull-Pilot das Rennen bis zur 44. Runde an. Verstappen war auf den harten Softreifen azyklisch zur Spitze gestartet. Red Bull wartete lange mit dem Reifentausch. In der Hoffnung auf ein echtes Safety Car oder virtuelles Safety Car. Es kam nicht. Verstappen wurde Fünfter vor Teamkollege Daniel Ricciardo. Der Mann des Rennens war der Niederländer trotzdem.

Hamilton, der seinen dritten Sieg in Serie und den dritten in Russland feierte, baute mit seinem Sieg vor Bottas die WM-Führung auf Vettel um zehn Punkte aus. Die beiden trennen fünf Rennen vor Schluss 50 Punkte. Vettel kann nun nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden. Kimi Räikkönen fuhr ein blasses Rennen und steuerte seinen Ferrari als Vierter ins Ziel.

Im Mittelfeld setzte sich Charles Leclerc als Siebter durch. Kevin Magnussen im HaasF1 wurde Achter. Die letzten Zähler sammelten die beiden Force India ein. Nach dem Unfall in Singapur griff der Rennstall aus Silverstone um Teamchef Otmar Szafnauer durch. Sie wiesen Esteban Ocon und Sergio Perez an, wer zu welchem Zeitpunkt die Konkurrenz attackieren darf. Deshalb tauschten die Piloten zwischenzeitlich die Plätze hin und her. An Magnussen bissen sich aber beide die Zähne aus. Renaults Taktik mit einem Start auf den Softreifen ging nicht auf. Nico Hülkenberg landete nur auf dem elften Rang.

GP Russland 2018: Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:27.25,181 Std.
2. Valtteri Bottas Mercedes + 0:02.545 Min.
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0:07.487
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0:16.543
5. Max Verstappen Red Bull + 0:31.016
6. Daniel Ricciardo Red Bull + 1:20.451
7. Charles Leclerc Sauber + 1:38.390
8. Kevin Magnussen HaasF1 + 1 Runde
9. Esteban Ocon Force India + 1 Runde
10. Sergio Perez Force India + 1 Runde
11. Romain Grosjean HaasF1 + 1 Runde
12. Nico Hülkenberg Renault + 1 Runde
13. Marcus Ericsson Sauber + 1 Runde
14. Fernando Alonso McLaren + 1 Runde
15. Lance Stroll Williams + 1 Runde
16. Stoffel Vandoorne McLaren + 2 Runden
17. Carlos Sainz Renault + 2 Runden
18. Sergey Sirotkin Williams + 2 Runden
19. Pierre Gasly Toro Rosso Ausfall
20. Brendon Hartley Toro Rosso Ausfall

GP Russland 2018 – Ergebnis Qualifying

Bottas holt Pole vor Hamilton

Mercedes startet beim GP Russland aus der ersten Reihe. Jedoch nicht in der optimalen Rangfolge. Valtteri Bottas klaute Lewis Hamilton die Pole-Position. Ferrari war auch im Qualifying chancenlos.

Es kam wie erwartet. Ein Mercedes steht in Sotschi auf der Pole-Position. Doch es ist nicht Lewis Hamilton, sondern Valtteri Bottas. Der Finne behielt im entscheidenden Moment die Nerven, leistete sich keinen Fehler und umkurvte die 5,848 Kilometer in 1:31.387 Minuten.

Für Bottas ist es die sechste Pole-Position der Karriere. In dieser Saison stand der 29-Jährige in Österreich auf dem besten Startplatz. „Das ist lange her. Deshalb genieße ich das Gefühl umso mehr“, erzählte der WM-Vierte. „Ich wusste, dass ich hier stark sein werde. Diese Strecke passt einfach zu mir. Das Auto hat sich einfach sehr stark angefühlt und ich habe es umgesetzt.“ Ein Sieg sprang für Bottas in diesem Jahr noch nicht heraus. Ob es morgen klappt? Oder muss er für den Teamkollegen zurückstecken.

Fehler kostet Hamilton die Pole

Hamilton verpasste als Zweiter den besten Startplatz um etwa eineinhalb Zehntel. Der Weltmeister verbockte es selbst. Im allerletzten Versuch geriet Hamilton in Kurve sieben weit über die Randsteine, schmiss die mögliche 80. Karriere-Pole nach einem absolut schnellsten ersten Sektor weg und brach danach die Runde ab. „In Q3 glitt mir das Auto ein bisschen aus den Händen.“

Um Ferrari musste sich Hamilton nicht sorgen. Wie in den Trainings fehlte den roten Autos über eine halbe Sekunden auf die silberne Konkurrenz. Sebastian Vettel gewann das Quali-Duell gegen Kimi Räikkönen und durfte sich immerhin über die Zuwendung der russischen Fans freuen. „Ich machte einen kleinen Fehler im letzten Sektor. Aber der Rückstand war sowieso zu groß. Das Auto fühlte sich okay an. Ich bin für morgen trotzdem optimistisch“, sagte Vettel. Die Anfahrt zur ersten Bremskurve könnte seine einzige Chance im Rennen werden. Der Sprint geht über einen Kilometer. Da könnte Windschatten zum großen Trumpf werden. Bottas machte es 2017 vor.

HaasF1 darf sich über die beste Startposition des Jahres freuen. Kevin Magnussen schaffte es ohne die Red Bull in Q3 auf den fünften Rang. Dahinter mischte sich das Mittelfeld bunt durch. Esteban Ocon wurde Sechster vor Charles Leclerc, Sergio Perez, Romain Grosjean und Marcus Ericsson.

Reifenpoker im zweiten Durchgang

Das Q2 entwickelte sich wie erwartet zu einem Reifenpoker. Force India, Sauber und HaasF1 entschlossen sich dazu, mit dem sensiblen Hypersoftreifen zu fahren und zogen allesamt in den dritten Quali-Teil ein. Sergio Perez, Esteban Ocon, Charles Leclerc, Marcus Ericsson, Romain Grosjean und Kevin Magnussen müssen deshalb auf dem weichsten Kleber ins morgige Rennen starten. Sie spekulieren vermutlich auf ein frühes Safety Car, um sofort auf den Softreifen wechseln zu können und damit das Rennen zu Ende zu fahren. Oder sie hoffen, dass Überholen trotz abbauender Reifen unmöglich sein wird.

Renault, Red Bull und Pierre Gasly zeigten sich gar nicht mehr auf der Strecke. Renault, weil man auf keinen Fall auf dem Hypersoft beginnen will. Max Verstappen, Daniel Ricciardo und Pierre Gasly, weil sie ohnehin nach Motorenstrafen zurückrücken. Die beiden Renault nehmen deshalb die sechste Reihe ein. Genau dort wollte man hin. Sainz ist am Start Elfer, Hülkenberg Zwölfter.

McLaren und Williams in Q1 raus

Zwei der fünf Fahrer, die wegen einer Motorenstrafe in der Startaufstellung zurückrücken müssen, scheiterten im ersten Durchgang. Brendon Hartley, dem die 16. schnellste Rundenzeit glückte, verpasste den Sprung in Q2 um fast vier Zehntelsekunden. Den rettenden Platz nahm zu diesem Zeitpunkt Nico Hülkenberg ein.

Fernando Alonso gewann als 17. einmal mehr souverän das teaminterne Duell gegen Stoffel Vandoorne. Das ist für den stolzen Spanier aber nur ein schwacher Trost. McLaren ist in Russland viel zu langsam. Es dürfte im Rennen kaum möglich sein, für Alonso und Vandoorne groß nach vorne zu kommen. Nur Lance Stroll war noch langsamer als der zweite McLaren-Pilot. Sergey Sirotkin im zweiten Williams baute auf dem 18. Quali-Platz seine Bilanz gegen Stroll auf 9 zu 7 aus. Der Russe drehte sich beim Heimspiel als einziger Fahrer im ersten Qualifying-Teil, schlug aber in keiner Wand oder Reifenstapel an.

Die offizielle Startaufstellung flatterte erst um 19:30 Uhr Ortszeit ein. Die FIA musste erst einmal das Strafen-Wirrwarr entdröseln. Das Ergebnis: Alonso startet als 16. vor Gasly, Hartley, Ricciardo und Verstappen. Die Red Bull-Piloten rückten noch fünf Plätze zurück aufgrund eines Getriebewechsels. Verstappen darüber hinaus um weitere drei Positionen, weil er unter gelb nicht ausreichend verlangsamte.

GP Russland 2018: Ergebnis Qualifikation

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:32.964 1:32.744 1:31.387
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:32.410 1:32.595 1:31.532
3. Sebastian Vettel Ferrari 1:33.476 1:33.045 1:31.943
4. Kimi Räikkönen Ferrari 1:33.341 1:33.065 1:32.237
5. Kevin Magnussen HaasF1 1:34.078 1:33.747 1:33.181
6. Esteban Ocon Force India 1:34.290 1:33.596 1:33.413
7. Charles Leclerc Sauber 1:33.924 1:33.488 1:33.419
8. Sergio Perez Force India 1:34.084 1:33.923 1:33.563
9. Romain Grosjean HaasF1 1:34.022 1:33.517 1:33.704
10. Marcus Ericsson Sauber 1:34.170 1:33.995 1:35.196
11. Max Verstappen* Red Bull 1:33.048 keine Zeit  
12. Daniel Ricciardo* Red Bull 1:33.247 keine Zeit  
13. Pierre Gasly* Toro Rosso 1:34.383 keine Zeit
14. Carlos Sainz Renault 1:34.626 keine Zeit
15. Nico Hülkenberg Renault 1:34.655 keine Zeit  
16. Brendon Hartley* Toro Rosso 1:35.037
17. Fernando Alonso* McLaren 1:35.504  
18. Sergey Sirotkin Williams 1:35.612
19. Stoffel Vandoorne McLaren 1:35.977
20. Lance Stroll Williams 1:36.437
* Startplatzstrafe        
Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:32.964 1:32.744 1:31.387
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:32.410 1:32.595 1:31.532
3. Sebastian Vettel Ferrari 1:33.476 1:33.045 1:31.943
4. Kimi Räikkönen Ferrari 1:33.341 1:33.065 1:32.237
5. Kevin Magnussen HaasF1 1:34.078 1:33.747 1:33.181
6. Esteban Ocon Force India 1:34.290 1:33.596 1:33.413
7. Charles Leclerc Sauber 1:33.924 1:33.488 1:33.419
8. Sergio Perez Force India 1:34.084 1:33.923 1:33.563
9. Romain Grosjean HaasF1 1:34.022 1:33.517 1:33.704
10. Marcus Ericsson Sauber 1:34.170 1:33.995 1:35.196
11. Max Verstappen* Red Bull 1:33.048 keine Zeit  
12. Daniel Ricciardo* Red Bull 1:33.247 keine Zeit  
13. Pierre Gasly* Toro Rosso 1:34.383 keine Zeit
14. Carlos Sainz Renault 1:34.626 keine Zeit
15. Nico Hülkenberg Renault 1:34.655 keine Zeit  
16. Brendon Hartley* Toro Rosso 1:35.037
17. Fernando Alonso* McLaren 1:35.504  
18. Sergey Sirotkin Williams 1:35.612
19. Stoffel Vandoorne McLaren 1:35.977
20. Lance Stroll Williams 1:36.437
* Startplatzstrafe        

GP Russland 2018 – Ergebnis 3. Training

Hamilton weit vor Vettel

Mercedes hält die Doppelspitze in Sotschi. Auch im dritten Training zum GP Russland war Lewis Hamilton der schnellste Mann im Feld. Valtteri Bottas büßte zweieinhalb Zehntelsekunden ein. Ferrari schob sich zwar vorbei an Red Bull, doch der Abstand zu Mercedes ist weiterhin groß.

Es läuft für Mercedes in Russland. Wie schon am Freitag bestimmten die Silberpfeile das Tempo im Sochi Autodrom. Obwohl die Ingenieure entschieden, den neuen Heckflügel mit der doppelten Stütze abzumontieren. Am Trainingsfreitag stellte sich der alte Flügel für wenig Anpressdruck als die bessere Option heraus.

WM-Favorit Lewis Hamilton brannte die schnellste Zeit gegen Ende des einstündigen Trainings in das 36 Grad warme Asphaltband. Der viermalige Weltmeister lenkte seinen Mercedes auf Pirellis Hypersoftreifen in 1:33.067 Minuten um den Kurs. Damit unterbot er die Pole-Marke von 2017, aufgestellt von Sebastian Vettel, um mehr als eine Zehntelsekunde. Im Qualifying wird die 1:33er Marke fallen.

Ferrari mit allen Updates

Valtteri Bottas belegte wie am Vortag den zweiten Rang. Der Rückstand des Vorjahressiegers betrug 0,254 Sekunden. Ferrari konnte den Abstand im Vergleich zum Freitag nicht verkleinern. Sebastian Vettel fehlten sechs Zehntelsekunden auf seinen Rivalen. Jedoch hätte die Lücke kleiner ausfallen können. Darauf deuten zumindest die Abschnittszeiten hin.

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Freitag - 28.9.2018
xpb
Ferrari und Sebastian Vettel müssen für das Qualifying noch zulegen.

Vettel unterlief auf seiner ersten schnellen Runde auf den Hypersoftreifen eine Viertelstunde vor Trainingsschluss ein Fahrfehler in der achten Kurve. Er räuberte mit seinem SF71H in die Auslaufzone. Seine persönliche Bestmarke erzielte Vettel erst im dritten Anlauf. In den ersten zwei Sektoren war er auf Augenhöhe mit Mercedes. Doch im letzten Abschnitt verlor der Heppenheimer etwa eine halbe Sekunde. Es könnte sein, dass die Hinterreifen zu diesem Zeitpunkt schon am Ende waren. Ende ist ein gutes Stichwort. Vettel schob zum Schluss des Trainings sein Auto zurück in die Boxenstraße. Die Ampel war kurz zuvor auf Rot gesprungen, und der WM-Zweite bereits leicht über den Strich gefahren.

Kimi Räikkönen verpasste die Zeit des Teamkollegen um 21 Tausendstel. Auf die Ferrari-Ingenieure und Mechaniker wartet noch Arbeit, soll es mit der Pole-Position am Nachmittag klappen. Beide Autos tragen sowohl den neuen Frontflügel als auch die geänderten Leitbleche unter der Nase.

Getriebewechsel bei Red Bull

Red Bull fiel hinter Ferrari. Max Verstappen war zum dritten Mal im dritten Training der schnellere der beiden Piloten im RB14. In beiden Autos wechselten die Mechaniker vor dem Training das Getriebe. Deshalb müssten sie um fünf weitere Plätze zurückgestuft werden und damit aus der letzten Reihe starten.

Etwas überraschend platzierte sich Charles Leclerc auf dem Platz hinter den drei Topteams. Das Qualifying verspricht Spannung im Mittelfeld. Vor allem aus taktischer Sicht. Um in den dritten Durchgang zu kommen, müssen die Mittelfeldteams wohl den Hypersoftreifen aufschnallen. Dieser könnte allerdings ähnlich zu Singapur im Rennen ein großer Nachteil sein. Der Ultrasoft und Soft sind die besseren Optionen. „Eigentlich willst du im Qualifying Elfter werden“, sagt Sauber-Teammanager Beat Zehnder. Dann hätte man freie Reifenwahl für den Start.

Force India bestätigte seine starke Form. Esteban Ocon wurde Achter, Sergio Perez Zehnter. Der Mexikaner verknüpft schöne Erinnerungen mit Sotschi. 2015 schaffte er es hier auf das Podest. Kevin Magnussen platzierte sich auf der neunten Position. HaasF1 hat das Auto grundlegend umgebaut. Am Freitag war der VF-18 noch mit zu großen Flügel bestückt. Deshalb lahmte das Auto auf den Geraden. Romain Grosjean war trotzdem unzufrieden. Der Franzose klagte über ein instabiles Auto auf der Vorderachse.

Nico Hülkenberg verpasste als 14. klar die Top 10. Im Hinterfeld gibt es keine Neuigkeiten. Um die letzten Positionen balgen sich Williams und McLaren. Dieses Mal mit dem besseren Ausgang für Williams.

GP Russland 2018: Ergebnis 3. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:33.067 Min. 13
2. Valtteri Bottas Mercedes + 0.254 Sek. 16
3. Sebastian Vettel Ferrari + 0.600 14
4. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.621 11
5. Max Verstappen Red Bull + 0.870 11
6. Daniel Ricciardo Red Bull + 1.327 14
7. Charles Leclerc Sauber + 1.561 15
8. Esteban Ocon Force India + 1.742 16
9. Kevin Magnussen HaasF1 + 1.753 15
10. Sergio Perez Force India + 1.849 14
11. Carlos Sainz Renault + 1.921 13
12. Pierre Gasly Toro Rosso + 2.058 21
13. Romain Grosjean HaasF1 + 2.118 18
14. Nico Hülkenberg Renault + 2.146 12
15. Marcus Ericsson Sauber + 2.303 16
16. Brendon Hartley Toro Rosso + 2.966 22
17. Sergey Sirotkin Williams + 3.004 14
18. Lance Stroll Williams + 3.207 20
19. Stoffel Vandoorne McLaren + 3.530 14
20. Fernando Alonso McLaren + 3.925 21

GP Russland 2018 – Ergebnis 2. Training

Hamilton und Mercedes dominieren

Im ersten Training lag Ferrari vorn. Im zweiten übernimmt Mercedes. Lewis Hamilton lenkte seinen Mercedes W09 zur Tagesbestzeit. Valtteri Bottas folgte ihm im zweiten Silberpfeil. Sebastian Vettel verlor als Fünfter über eine halbe Sekunde auf seinen WM-Rivalen.

Mercedes und das Sochi Autodrom: Diese Kombination harmoniert. In den bisherigen vier Ausgaben des GP Russland sammelte Mercedes drei Pole-Positions. In allen vier Rennen siegte ein Silberpfeil. Diese Serie will der Titelverteidiger am Wochenende fortsetzen. Und es sieht so aus, als ob Mercedes das schnellste Auto nach Russland gebracht hat.

Lewis Hamilton, der die Premiere 2014 und das Rennen 2015 gewann, stellte im zweiten Training die Tagesbestzeit auf. Der 69-fache GP-Sieger umkurvte die 18 Kurven in 1:33.385 Minuten. Für die schnellsten Runs wählte Mercedes wie die anderen Teams die Hypersoftreifen – die weichste Pirelli-Mischung. Hamilton erzielte die Bestmarke nach mehreren Umläufen. Teamkollege Valtteri Bottas verpasste die Spitzenposition um knapp zwei Zehntelsekunden.

Ferrari hinter Red Bull

Der Finne feierte im Vorjahr seinen ersten Sieg in Russland. Die Strecke liegt ihm. Doch dürfte er überhaupt gewinnen am Sonntag? Oder muss er für Hamilton fahren? „Wir machen es von der Rennsituation abhängig“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Im ersten Training führte Sebastian Vettel das Feld noch an. Doch am Freitagnachmittag war es vorbei mit der Ferrari-Herrschaft. Der WM-Zweite fiel bis auf die fünfte Position zurück. Hamilton schenkte ihm eine halbe Sekunde ein. Teamkollege Kimi Räikkönen war weitere viereinhalb Zehntel langsamer.

Max Verstappen - Red Bull - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Freitag - 28.9.2018
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Max Verstappen verfolgte im zweiten Training die Mercedes.

Zwischen Silber und Rot schob sich Red Bull. Max Verstappen entschied das Teamduell um 17 Tausendstel für sich. Auf die Spitze büßte der Niederländer, der am Rennsonntag seinen 21. Geburtstag feiern wird, 0,442 Sekunden ein. Es wartet Arbeit auf ihn und Daniel Ricciardo. Beide Red Bull rücken nach Motorenwechseln zurück in der Startaufstellung. Verstappen klagte nach seiner ersten Quali-Simulation auf den Hypersofts: „Ich war super langsam auf der Gerade.“ Mal wieder ein kleiner Seitenhieb gegen Motorenpartner Renault.

McLaren und Williams hinten

Das Mittelfeld mischte sich bunt durch. Force India hinterließ im zweiten Training den besten Eindruck hinter den drei Topteams. Sergio Perez schob sich auf den siebten Platz. Garagennachbar Esteban Ocon, der um einen Verbleib in der Formel 1 für die kommende Saison zittert, belegte den neunten Rang. Dazwischen reihte sich Pierre Gasly ein. Ob das schon ein erstes Indiz dafür ist, dass der Honda-V6 tatsächlich um etwa 40 PS erstarkt ist? Dafür müssen wir wohl bis zur Qualifikation am Samstag warten. Den letzten Platz in den Top 10 ergatterte Marcus Ericsson im Sauber C37. Für die Longruns beklebte Sauber Teile des Frontflügels und Unterbodens mit einer blauen Anti-Haftfolie. Das Team will vermeiden, dass sich wie in Singapur Gummischnipsel in Schlitzen verfangen, die das Gewicht um bis zu 1,5 Kilogramm anheben.

Renault muss sich strecken, um auf den angestrebten Platz hinter den Topteams zu kommen. Das gleiche gilt für HaasF1. Sowohl der WM-Vierte als auch der Fünfte der Konstrukteurs-WM schafften es nicht unter die besten zehn. Am Ende des Feldes gaben einmal mehr McLaren und Williams ein trauriges Bild ab.

GP Russland 2018: Ergebnis 2. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:33.385 Min. 35
2. Valtteri Bottas Mercedes + 0.199 33
3. Max Verstappen Red Bull + 0.442 32
4. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.459 37
5. Sebastian Vettel Ferrari + 0.543 33
6. Kimi Räikkönen Ferrari + 1.003 31
7. Sergio Perez Force India + 1.737 30
8. Pierre Gasly Toro Rosso + 1.752 28
9. Esteban Ocon Force India + 1.762 33
10. Marcus Ericsson Sauber + 1.910 35
11. Kevin Magnussen HaasF1 + 1.946 33
12. Carlos Sainz Renault + 1.956 37
13. Charles Leclerc Sauber + 2.047 32
14. Nico Hülkenberg Renault + 2.183 35
15. Romain Grosjean HaasF1 + 2.526 35
16. Brendon Hartley Toro Rosso + 2.639 29
17. Fernando Alonso McLaren + 2.689 34
18. Stoffel Vandoorne McLaren + 3.232 31
19. Sergey Sirotkin Williams + 3.476 39
20. Lance Stroll Williams + 3.616 35

GP Russland 2018 – Ergebnis 1. Training

Vettel zum Auftakt vorn

Sebastian Vettel hat das erste Training zum GP Russland für sich entschieden. Hinter dem WM-Zweiten reihte sich Max Verstappen mit einem Rückstand von einem halben Zehntel ein. Lewis Hamilton belegte den dritten Rang. Der Grund waren die härteren Reifen.

Ferrari muss in Sotschi eigentlich gewinnen. Sebastian Vettel muss in Sotschi eigentlich gewinnen. Ansonsten rückt aller Voraussicht nach die angestrebte erste gemeinsame Weltmeisterschaft in weite Ferne. An Motivation fehlt es nicht. Im ersten Training zum GP Russland legte der Heppenheimer vor. Vettel kreiste in 1:34.488 Minuten um den 5,848 Kilometer langen Kurs.

Der WM-Zweite beschränkte sich in den ersten 90 Übungsminuten auf die weichste Reifenmischung. Dasselbe galt für Max Verstappen. Der Niederländer umrundete das Sochi Autodrom auf den Hypersoft-Gummis um ein halbes Zehntel langsamer als Vettel. Der knappe Abstand überrascht ein wenig, da Sotschi zu den Power-Strecken im Kalender gehört.

Motorenwechsel bei Red Bull

Die beiden WM-Anwärter müssen die dunkelblauen Autos nicht fürchten. Sowohl Verstappen als Daniel Ricciardo tragen in ihren Autos frische Antriebseinheiten. Das zieht Startplatzstrafen nach sich. Red Bull entschied sich für den Wechsel zurück auf Renaults B-Spezifikation. Ricciardo landete im ersten Training auf dem fünften Rang. Ein Tausch des Unterbodens schränkte sein Programm auf elf Umläufe ein. Teamkollege Verstappen strampelte doppelt so viele Runden ab.

Red Bull - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018
Aktuell

Im Gegensatz zu Vettel und den beiden Red Bulls arbeitete Mercedes nur mit den Ultrasoft- und Softreifen. Die Silberpfeile haben für das Wochenende jeweils nur sieben Hypersoft-Sätze bestellt. Diese spart man sich auf für die Qualifikationssimulationen und das Qualifying selbst. Lewis Hamilton schaffte auf den Softgummis die drittschnellste Rundenzeit. Der geringe Rückstand von 0,330 Sekunden trotz drei Stufen härterer Reifen dürfte die Mercedes-Ingenieure erfreuen. Valtteri Bottas lag über eine halbe Sekunde zurück.

Das Auto des Finnen bestückten die Mechaniker mit dem neuen Heckflügel. Hamiltons W09 hingegen trug die alte Version. Mercedes will am Trainingsfreitag zudem verschiedene Abtriebslevel vergleichen. Auch Ferrari fuhr zweigleisig. Vettel bekam den neuen Frontflügel, Kimi Räikkönen den alten. Der Weltmeister von 2007 probierte neben dem Hypersoft auch die Ultrasoft-Mischung aus und belegte den siebten Rang.

Aero-Tests für Renault, McLaren, Williams

Davor schob sich Esteban Ocon im Force India VJM11. Das Team aus Silverstone testet in Russland die neue Vorderradaufhängung, die man nach dem ersten Trainingstag in Singapur wieder ausgebaut hatte, um erst einmal das Aerodynamik-Upgrade zu entschlüsseln. Sergio Perez schaute zu. Stattdessen lenkte Nicholas Latifi den zweiten Force India. Er wurde 17.

Kevin Magnussen, dessen Vertrag wie der von Romain Grosjean vor dem Wochenende verlängert wurde, schnappte sich den achten Platz. Der Teamkollege führte als Elfter die zweite Seite des Klassements an. In die Top 10 fuhren sich noch Nico Hülkenberg und Antonio Giovinazzi, der im ersten Training ins Cockpit von Marcus Ericsson kletterte. 2019 wird der Italiener den Schweden bekanntlich komplett bei Sauber ersetzen.

Renault testete einen neuen Unterboden. Die Autos von Hülkenberg und Artem Markelov, der für Carlos Sainz ran durfte, rüsteten die Mechaniker mit großen Messgittern aus. Auch Williams sammelte Daten für die Aerodynamik. An den Bargeboards beider Autos waren kleine Messapparaturen angebracht.

Toro Rosso fährt in Russland mit neuen Honda-Motoren. Diese Ausbaustufe soll etwa 40 PS bringen. Für Pierre Gasly und Brendon Hartley setzt es wie für die Red Bull-Kollegen Startplatzstrafen. Auch Fernando Alonso erhält eine frische Power Unit. Der Spanier musste sein Auto in der ersten Übungseinheit Lando Norris überlassen. Die fünf Motorenwechsel mündeten in einer kuriosen Szene. 20 Minuten vor Beginn des Trainings reihten sich Norris, Ricciardo, Verstappen, Gasly und Hartley nacheinander hintereinander an der Boxenausfahrt auf. Eine Regeländerung für 2018 besagt, dass bei Strafen von mehr als 15 Positionen für mehrere Fahrer derjenige weiter vorne startet, der zuerst rausfährt. In diesem Fall ist Alonso am Sonntag schon mal 16. statt Letzter. Norris erledigte für ihn die Arbeit. Das galt auch für Aero-Tests mit dem Ziel, den Luftwiderstand des MCL33 zu senken.

GP Russland 2018: Ergebnis 1. Training

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Sebastian Vettel Ferrari 1:34.488 Min. 19
2. Max Verstappen Red Bull + 0.050 Sek. 22
3. Lewis Hamilton Mercedes + 0.330 23
4. Valtteri Bottas Mercedes + 0.511 28
5. Daniel Ricciardo Red Bull + 1.036 11
6. Esteban Ocon Force India + 1.175 24
7. Kimi Räikkönen Ferrari + 1.208 19
8. Kevin Magnussen HaasF1 + 1.708 21
9. Nico Hülkenberg Renault + 1.786 18
10. Antonio Giovinazzi Sauber + 2.224 22
11. Romain Grosjean HaasF1 + 2.328 23
12. Pierre Gasly Toro Rosso + 2.456 25
13. Lando Norris McLaren + 2.534 25
14. Charles Leclerc Sauber + 2.566 24
15. Artem Markelov Renault + 2.695 22
16. Stoffel Vandoorne McLaren + 2.699 27
17. Nicholas Latifi Force India + 2.718 24
18. Sergey Sirotkin Williams + 2.737 25
19. Brendon Hartley Toro Rosso + 3.456 28
20. Lance Stroll Williams + 4.649 13
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