Ergebnis Jerez-Test 2014 (Tag 3)

Red Bull muss erneut frühzeitig abbrechen

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - Jerez - Test - 30. Januar 2014 Foto: xpb 150 Bilder

Auch am dritten Testtag hatten viele Teams mit Zuverlässigkeitsproblemen zu kämpfen. Bei den 3 Renault-Teams scheint immer noch der Wurm drin zu sein. Selbst der Mercedes lief nicht wie ein Uhrwerk. Tagesbestzeit und Kilometerkrone gingen an McLaren.

Drei Testtage sind in Jerez absolviert. Und noch immer sind die meisten Teams auf der Suche nach der Zuverlässigkeit. Am Donnerstag (30.1.2014) erwischte es nun auch Mercedes. Das Getriebe streikte am Vormittag. In 2 Stunden erledigten die Mechaniker den kleinen Service über die Mittagspause. Am Ende kam Lewis Hamilton aber immerhin noch auf 62 Runden - der zweitbeste Wert des Tages. Richtig besorgt ist im Silberpfeil-Camp niemand.

6 Unterbrechungen am 3. Testtag

Auch das Mercedes-Getriebe am Force India von Nico Hülkenberg lief nicht ganz wie geplant. Über Nacht hatten die Mechaniker ein Problem mit der Schaltbox festgestellt. Erst um 12.19 Uhr, gut 3 Stunden nach Beginn der dritten Testsession, griff der Rheinländer ins Geschehen ein. Doch nach kurzer Zeit war der Spaß auch schon wieder vorbei. Ein Problem mit der Spritversorgung sorgte um halb zwei für die dritte von von insgesamt 6 Unterbrechungen. Der Force India legte insgesamt nur 17 Runden zurück.

Das erste Auto, das am Donnerstag nicht mehr aus eigener Kraft zurück an die Box kam, war der Ferrari von Fernando Alonso. Zur Freude der vielen Fans auf den Tribünen war der Lokalmatador am Vormittag aber nicht lange eingebremst. Offenbar handelte es sich nur um einen kleinen Schluckauf in der Elektrik. Am Ende reichte es bei der ersten Ausfahrt im neuen F14T immerhin zu 55 Runden.

Red Bull wieder nur mit 3 Runden

Bei der zweiten Unterbrechung des Tages ging es nicht ganz so einfach wieder weiter. Daniel Ricciardo zeigte sich am Mittag erstmals als Red Bull-Stammpilot auf der 4,428 Kilometer langen Strecke. Doch weit kam der Australier nicht. Nach einer halben Runde musste er den RB10 mit qualmendem Heck abstellen. Die Mechaniker eilten heran und kühlten die Überhitzung per Feuerlöscher.

Vor den Augen von Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz und Rennstall-Berater Helmut Marko hätte das Team gerne auf diese Peinlichkeit verzichtet. Nur noch einmal probierte es Ricciardo kurze Zeit später. Doch nach 3 Runden entschieden die Ingenieure, dass es nicht weitergehen kann. Die Teamleitung reiste bereits 3 Stunden vor Ende der Sitzung wieder ab. Erklärungen wurden keine Abgegeben.

Der Verdacht liegt nahe, dass mit den Renault-Antriebseinheiten immer noch nicht alles passt. Auch der mit einem Renault-Triebwerk ausgerüstete Toro Rosso (28 Runden) von Jean-Eric Vergne blieb 2 Mal auf der Strecke liegen. Der streikende Caterham von Robin Frijns musste 2 Mal von den Mechanikern in der Boxeneinfahrt abgeholt werden. Statistiker konnten nur 10 Runden für das dritte Renault-Team notieren.

Sutil mit heftigem Crash bei Sauber-Premiere

Auch Sauber sorgte für eine Unterbrechung. Adrian Sutil demolierte sein Auto am Nachmittag heftig. Offenbar war der Deutsche bei seinem ersten Auftritt im grauen Overall in die Bande eingeschlagen. Der Frontflügel und die linke Vorderrad-Aufhängung überlebten den Einschlag nicht. Insgesamt kam das Schweizer Rennauto nur auf 34 Runden. Auch in Sachen Speed waren keine großen Fortschritte erkennbar. Fast 7 Sekunden fehlten auf die Spitze.

Die Zeitentabelle ist zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison allerdings noch ohne größere Aussagekraft. Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass McLaren-Rookie Kevin Magnussen bei seinem ersten Auftritt gleich eine neue Wochenbestzeit setzen konnte. Der Youngster war nach der Mittagspause deutlich schneller als sein Teamkollege Jenson Button, der noch am Vormittag randurfte. Insgesamt spulte das McLaren-Duo zusammen 92 Runden ab - so viel wie kein anderes Auto.

Auch Felipe Massa machte bei seinem ersten Auftritt im Williams eine gute Figur. Rang 2 mit 4 Zehnteln Rückstand und 47 Runden konnten sich sehen lassen. Hamilton setzte mit 6 Zehnteln Rückstand die drittschnellste Zeit.

Marussia absolviert Jungfernfahrt

Max Chilton im Marussia kam zwar insgesamt nur auf 5 Installationsrunden. Bei dem kleinen Team aus Dinnington war man aber froh, das Auto überhaupt noch fahrbereit zu bekommen. Den ganzen Tag kämpften die Mechaniker und Ingenieure mit den Tücken der Technik. Um kurz vor 15.00 Uhr konnte die Jungfernfahrt endlich gestartet werden.

Die besten Bilder des Tages mit allen wichtigen Ereignissen haben wir in unserer Fotoshow gesammelt.

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